Die neue Welt der Generation Y

Berufskarriere? – Muss nicht sein. 20’000 Franken mehr Lohn? – Muss nicht sein. Ausgewogene Work-Life-Balance? – Ja, unbedingt! Und ein gut funktionierendes Team. Und eine sinnvolle Arbeit, die Spass macht. Und viele interessante Weiterbildungsmöglichkeiten. – Studien zeigen auf: So tickt ein grosses Segment der Generation Y.

Generation Y, das sind Menschen mit Jahrgang 1981 bis 1995. «Y» wird englisch «wy» ausgesprochen. Phonetisch liegt die Ähnlichkeit mit «why» (= warum?) nahe. Man bezeichnet diese Menschen deshalb auch als «Sinnsucher».

«Sinnsucher» passt gut zu dieser Generation und ihrer Einstellung zum Beruf. Gefragt sind individuelle, flexible Arbeitszeiten, mehr Freizeit am Stück, familienfreundliche Rahmenbedingungen. Da ist es nur logisch, dass der Anteil an Teilzeitmitarbeitenden in fast allen grösseren Schweizer Firmen prozentual markant zunimmt. (Tages-Anzeiger vom 8.1.2017) Selbst auf der Chefetage. Dort sogar weit überdurchschnittlich. Der Anstieg betrug in den letzten zehn Jahren 42 Prozent! – Relevante Erkenntnisse, denn bis im Jahr 2020 macht die Generation Y einen Drittel der Bevölkerung aus.

Bereits heute reagieren viele Firmen mit extrem flexiblen Anstellungsmodellen. Mitarbeiter der Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn können Überzeiten für ein Sabbatical  ansparen und  vermehrt zu Hause im Homeoffice arbeiten. Noch weiter geht die Fin-Tech-Firma Advanon: Sie bezahlt ihren Mitarbeitern zwei Wochen Ferien inklusive Flug, das Verkehrsabo und den Wäscheservice – und nach fünf Jahren eine Weltreise. Hinzu kommen das kostenlose Frühstück am Arbeitsplatz, unbegrenzte Ferientage und weitere Vergünstigungen. Erstaunlicherweise reizt niemand vom Team diese Angebote über Gebühr aus.

Das Konsumverhalten der Generation Y folgt dem Motto «teilen statt konsumieren». Sie bevorzugt Carsharing, bildet Fahrgemeinschaften, beteiligt sich an privaten Tauschbörsen, beansprucht private Zimmervermietung, betreibt Crowdfunding. Persönlicher Besitz ist kaum interessant.

Generation Y – kennenlernen lohnt sich! Eine Annäherung ermöglich das Forum Fokus Ethik in Thun.

Generation Y im Fokus
Das Forum Fokus Ethik Thun befasst sich am 7. April von 13.00 bis 15.30 Uhr mit Digital Natives, zu denen die Generation Y zählt. Moderiert wird der Nachmittag von der bekannten Medienfrau Sonja Hasler («Tagesgespräch», «Rundschau», «Arena», «Persönlich»). Namhafte Persönlichkeiten machen sich Gedanken über die folgenden drei Themen:

  • Die Wahrheit über Social Media: ein Versuch zu verstehen» (Renato Kaiser, Spoken-Word-Künstler, Comedian, Satiriker, Autor)
  • Digital Native erklärt seine Generation (Philipp Riederle, Autor, Unternehmensberater)
  • Digital Natives (Petra Rohner, Dozentin, E-Commerce-Ombudsfrau/Philipp Riederle, Autor, Unternehmensberater/Philippe Wampfler, Autor, Dozent)

Die Veranstaltung ist öffentlich. Anmeldungen bis spätestens am 31. März über die Website fokusethik.ch/anmeldung.

Stimmen zum Public Talk «Digital Natives»

Philippe Wampfler, Autor, Dozent

Jugendliche haben genaue Vorstellungen von Kommunikation und setzen sie digital oft sehr gekonnt und kreativ um. Dieses Bild fehlt in der Öffentlichkeit, weil die Herausforderungen der digitalen Kommunikation oft sehr einseitig dargestellt werden.

Renato Kaiser, Spoken-Word-Künstler (Foto: Johanna Bossart)

Es geht um meine Erfahrungen, die ich mit Social Media mache, vor allem seit ich mit meinen Videos eine relevante Reichweite erziele. Das heisst: Was bringt mir Social Media? Wie viel trägt es zum Erfolg bei? Muss ein Künstler mittlerweile aktiv auf Social Media sein? Wie sind die Reaktionen? Was macht man aus den Reaktionen? Wie geht man mit Hasskommentaren um? Sind Muster zu erkennen? Wie reagieren Männer? Wie reagieren Frauen? Alt oder jung? Und die Frage aller Fragen: Wie nah ist Social Media an der Realität? Ich bin seit etwa einem Jahr mit diesen Fragen konfrontiert und versuche zu verstehen. Zum Beispiel, warum viele Leute nicht damit klarkommen, dass ich ein Muttermal unter der Augenbraue habe und St. Galler Dialekt spreche.

Kontakt

Fokus Ethik
c/o KKThun AG
Kultur- und Kongresszentrum Thun
Seestrasse 68
CH-3604 Thun

T +41 33 334 99 00
info@fokusethik.ch
www.fokusethik.ch

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