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Zisch! – dunkel ists

Samstagabend. Vor einer halben Stunde sind Sie aus den Ferien heimgekehrt. Vor Ihnen ein Berg mit schmutziger Wäsche. Der erste Waschgang will gleich erledigt sein. Rein in die Trommel mit dem Zeug! Doch die Waschmaschine macht keinen Wank. Alles Zureden, alle Vorhaltungen fruchten nichts. Sie stehen mitten in der Schmutzwäsche vor einem Rätsel. – Oder: Das Endspiel steht bevor. Als Fan haben Sie alles für einen gelungenen Abend vorbereitet, Kollegen, Bierchen und Chips inklusive. Eine halbe Stunde vor Spielbeginn verabschiedet sich der elektrische Strom. Dabei sieht im Sicherungstableau alles gut aus. Verzweiflung total!

Für solche und andere «elektrische Notfälle» gibt es Pikettdienste*. Abrufbar 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr.

Garantiert!
Thomas Birrer ist bei Jost Elektro AG für den Pikettdienst und dessen Organisation verantwortlich. Er schildert den Ablauf eines Pikett-Einsatzes: «Bei einem Notfall wählen Sie während der Bürozeiten unsere Hauptnummer. Ausserhalb der Bürozeiten, also nachts, am Wochenende, an Fest- und Brückentagen die Pikett-Nummer.»

Der Pikett-Monteur versucht abzuschätzen, worin das Problem liegt und ob sich das Übel telefonisch beheben lässt: Schonen Sie Ihr Portmonee! – Drei Punkte sind zu überprüfen:

  • Sind alle Sicherungen eingeschaltet?
  • Wie steht es mit der Hauptsicherung, die sich üblicherweise nicht auf dem Sicherungstableau befindet?
  • Und bei Anrufen von Gewerbebetrieben: Gibt es irgendwo einen Not-Aus-Knopf oder Notschalter?

Wenn diese Vorabklärungen zu keinem Ergebnis führen, macht sich der Monteur umgehend auf den Weg. «In der Regel sind wir innerhalb einer Stunde vor Ort. Bei Hochlast und bei längeren Anfahrtswegen kann es länger dauern.»

Und die Kosten?
Bei jeder Panne sollte man zuerst die Kosten eines Piketteinsatzes bedenken. Denn der Pikettdienst ist nicht gratis. Zu den Stundensätzen für den Servicemonteur kommen eine Grundpauschale sowie Fahrzeug- und Anfahrtspauschalen. Es lohnt sich also auf jeden Fall zu überlegen, ob die Sache drängt oder ob nicht der nächste Arbeitstag noch früh genug ist.

Thomas Birrer ist bei Jost Elektro AG als Bereichsleiter Service für den Pikettdienst verantwortlich

Herr Birrer, welches sind die drei häufigsten Probleme, mit denen Ihr Pikettdienst konfrontiert wird?

  • Kein Strom im Haus oder in der Wohnung.
  • Unsachgemässe Installationen und Fehlbedienungen.
  • Pannen im Gewerbe und in der Industrie, zum Beispiel mit Produktionsanlagen oder defekten Bauteilen.

Stromausfall – was tun?

  • Cool bleiben.
  • Telefonnummer Ihres Elektroinstallateurs bereithalten.
  • Taschenlampe mit Batterien bereithalten.
  • 
Sicherungsautomat oder Hauptsicherung kontrollieren: Funktionieren sie?
  • Umfang des Ausfalls abklären. Ist nur ein Teil des Hauses betroffen: Installateur anrufen. Sind das ganze Haus und das Quartier betroffen: Störungsdienst Ihres zuständigen Elektrizitätswerks benachrichtigen.
  • Nicht wahllos Schalter betätigen. Bügeleisen, Bohrmaschinen, Herdplatten, Fernseher, Computer, Stereoanlagen usw. von Hand ausschalten.

*   24-Stunden Pikett-Service: 058 123 88 88

Kontakt
Jost Elektro AG

Wildischachenstrasse 36
5200 Brugg

T +41 58 123 89 89
brugg@jostelektro.ch
www.jostelektro.ch

Werden wir überflüssig?

Zurück in die «Steinzeit», ins vordigitale Zeitalter. Wir wählen eine x-beliebige Firma, zum Beispiel eine Bäckerei. Der Bäcker wusste aus Erfahrung, wie viel Mehl er in einem bestimmten Zeitraum benötigt. Diese Menge bestellte er alle zwei Monate beim Müller, dazu noch einen kleinen Vorrat. Man weiss ja nie.

Der Müller lud die bestellten Säcke in den Lieferwagen und brachte sie zum Bäcker. Er stellte den Lieferschein aus, liess ihn vom Bäcker unterzeichnen und hoffte auf prompte Bezahlung.

Der Computer registriert
Eines Tages tauchte der Begriff «Automatisierung» auf. Der Bäcker machte sich Gedanken: Liessen sich gewisse Bereiche seines Arbeitsalltags automatisieren?

Bei der Firma Jost Elektro AG ist Marco Merk für solche Fragen der richtige Mann. Er ist Automationstechniker. Merk besuchte den Bäcker und den Müller, den Verbraucher und den Produzenten. Stichwort: Anlagen vernetzen. Der Bäcker sieht jetzt am Bildschirm, wie viel Mehl noch vorrätig ist. Tönt einfach, wird aber schon komplizierter, wenn man weiss, dass er eine ganze Reihe unterschiedlicher Mehlsorten braucht: Weiss-, Halbweiss-, Ruch- und Vollkornmehl. Dazu Spezialsorten: Dinkel-, Roggen- und Buchweizenmehl. Mais-, Gersten- und Hafermehl. Und noch ein paar andere dazu.

Der Bäcker checkt und bestellt. Beim Müller dasselbe, denn der muss ja bereit sein, um die Bestellung zu erledigen. Er benötigt den Überblick über seinen Getreidevorrat. Und über den Vorrat an Mehlsäcken unterschiedlichster Grösse. Und über die Disponibilität seines Lieferwagens. Und über die Ferienwünsche seines Chauffeurs.

Nachdem Marco Merk von Jost Elektro seine Arbeit erledigt hat, weiss der Bäcker genau, wann er was bestellen muss. Sein Lager ist nicht mehr auf Eventualitäten ausgerichtet, denn die Mengenkontrolle ist jetzt ein Kinderspiel. Der Müller erkennt ebenfalls, ob alles fristgerecht klappt. Engpässe gehören der Vergangenheit an.

Noch ist es der Mensch, der eine Aktion auslöst.

Der Computer handelt
Nach ein paar Jahren installiert Marco Merk eine neue Anlage. Die Programmierung dauert etwas länger als beim letzten Mal. Klar, bei einem ERP-System. Enterprise Ressource Planning bedeutet das, oder auf Deutsch umschrieben: Alle Komponenten eines Unternehmens erfassen und zentral steuern. Keine Leerläufe mehr, optimale Nutzung der Ressourcen, alles zur rechten Zeit, «in time».

Konkret: Das System registriert, dass das Weissmehl langsam zur Neige geht. Meldung an die Zentrale. Rückkopplung, denn eigentlich sollte der Vorrat noch für zwei Wochen ausreichen. Bestätigung. Die Zentrale löst die Nachbestellung aus, wobei sie sich direkt mit dem ERP des Müllers in Verbindung setzt. Vollautomatisch holt der Lagerroboter die benötigte Menge Mehl aus den Regalen; per Förderband fahren die Säcke in die Spedition. Der Computer hat die nächste Tour des Fahrers berechnet, druckt sie aus und beschickt sie zeitgleich an den Arbeitscomputer des Fahrers, den dieser am Smartphone kontrolliert. Aha, morgen muss er noch beim Bäcker vorbei.

Gleichzeitig geht das ERP des Bäckers der Frage nach, wieso der Weissmehl-Vorrat schon bald alle ist. Ein technischer Defekt! Das System benachrichtigt den Haustechniker und bestellt die benötigten Ersatzteile. Und es bietet Marco Merk auf. Er soll mit einem zusätzlichen Modul veranlassen, dass dank eines Frühwarn-Systems ein technischer Defekt gar nicht mehr auftreten kann.

Der Mensch überwacht – noch!
Im Zeitalter von Industrie 4.0 kommunizieren Computer untereinander. Nicht mehr der Mensch, sondern die Maschinen lösen datengestützte Aktionen aus. Informationen gehen an alle involvierten Stellen, sind übers Smartphone, Tablet oder den Computer weltweit abrufbar. Produkte lassen sich zurückverfolgen. Das Programm gibt Bescheid, wie weit der Produktionsprozess fortgeschritten ist. Alles im Sinne der Planbarkeit. Menschen braucht es dazu keine. Denn auch die Planung, die Produktekontrollen, das Rechnungswesen, den Einsatz der Betriebsmittel übernimmt das System. Die ganzen Vorgänge sind autonom.

Nur Marco Merk und Jost Elektro, die braucht es noch. Sie installieren, überwachen und erneuern das System. Vorläufig noch. Irgendwann geschieht das gewiss auch vollautomatisch und selbstregelnd.

Eines ist sicher: In einer Zeit rasanter Entwicklungsschritte muss eine Firma wie Jost Elektro auf dem neusten Stand der Technologie bleiben. Permanente Aktualisierung ist für die Mitarbeiter wie Marco Merk ein Muss. – Ein hoher Anspruch, aber auch ein grosser Reiz.

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Olympia-Sechster als Geschäftsführer

Adrian Bürgi wirkt motiviert und engagiert. Er entspricht damit genau dem Bild, das er sich für seine Mitarbeiter vorstellt: «Wer motiviert an die Arbeit kommt, erbringt 30 Prozent mehr Leistung.» Bürgi macht eine Pause, besinnt sich und verdeutlicht: «Ich will meine Leute begeistern. Dazu gehört, dass jeder und jede richtig platziert ist. Die Qualitäten richtig einschätzen. Nicht jeder ist zum Teamchef geboren. Nicht jeder braucht permanente Abwechslung. Wer richtig platziert ist, arbeitet produktiv und zuverlässig.»

Seit 2010 ist Adrian Bürgi Inhaber und Geschäftsführer der Jost Elektro AG. Er trat damit die Nachfolge seines Vaters Andreas Bürgi und des Firmengründers Clemenz Jost an. Beide verliehen dem Unternehmen ein markantes Gesicht, durch ihre Persönlichkeit, ihren Bekanntheitsgrad und ihr berufliches und öffentliches Engagement. Grosse Fussstapfen!

Olympionike in Sydney
Adrian Bürgi tauchte keineswegs aus dem Nichts auf. In Zeihen und Brugg aufgewachsen, hatte er schon seine Lehre zum Elektromonteur bei Jost gemacht. «Meine Eltern haben mich nicht in diesen Beruf gedrängt. Mir gefiel die Materie, und sie begeistert mich bis heute.» Bürgi war ein ausgezeichneter Lehrling. An der Schweizer Meisterschaft gewann er den ersten Preis und damit die Berechtigung zur Teilnahme an der Berufsolympiade in Sydney. Dort wurde er Sechster! «Das war ein Riesenfest. Mit meinem Kollegen durfte ich noch eine Woche Ferien anhängen, alles vom Verband finanziert.»

Mit dem Duft der grossen weiten Welt in der Nase, lernte er später in England und in Frankreich nebst der Sprache jene Gesellschaftformen kennen. Eine berufsbedingte Reise führte ihn für einen Montageauftrag nach Syrien. Den vielen Negativmeldungen aus der Gegenwart stellt Bürgi eine andere Realität entgegen: «Ich habe in Syrien so viel Offenheit erlebt, so viel Gastfreundschaft. Wildfremde Menschen haben mich zum Essen eingeladen und behandelten mich wie einen der ihren. Es war eine wunderschöne Zeit.»

1989 – Adrian Bürgi war gerade mal 24 Jahre alt – betraute ihn sein Vater mit dem Aufbau einer Jost-Filiale in Baden. Diesen Auftrag erfüllte er mit Begeisterung und sportlichem Eifer.

Vom Vater zum Sohn
Schon sehr früh thematisierten Andreas und Adrian Bürgi eine spätere Geschäftsübernahme durch den Sohn, sicher ab 1993, als der Vater seinen 50. Geburtstag feierte. Konkretere Überlegungen erfolgten ab der Jahrtausendwende, und seit 2008 trieben sie die Sache intensiv voran und gingen vor allem die finanziellen Aspekte gezielt an. Ab dem 1. Mai 2010 steht Adrian Bürgi vollumfänglich in der Verantwortung. Der Vater arbeitete teilzeitlich weiter in seinem Büro, aber die Leitung des Unternehmens liegt seither in den Händen des Sohns.

Herr Bürgi, was betrachten Sie als Ihre vordringlichsten Aufgaben in unternehmerischer Hinsicht?
An erster Stelle steht das Controlling. Die Finanzen müssen im Lot sein. Das ist die Basis von allem. Zweitens will ich unsere Geschäftsstrategie in bewährter Manier weiterverfolgen. Ich bin mir bewusst, dass der Erfolg des Unternehmens auf der Montage von Röhrli und dem Einzug von Kabeln beruht. Daran will ich immer denken und mich nicht auf Experimente einlassen, die nicht unserer Kernkompetenz entsprechen. Wir wollen unsere Position als Nummer eins im Aargau und besonders in der Region Brugg festigen.

Haben Sie neue Schwerpunkte gesetzt?
Nein, wir bleiben in unseren Geschäftsfeldern. Wir wollen aber einzelne Bereiche bewusst intensivieren. Das betrifft einerseits Eigenprojekte, also Aufträge, die wir von der Planung bis zur Ausführung betreuen, und den ganzen Industrieservice; anderseits den Service für Privatkunden, besonders für ältere Menschen, die sich auf unsere Unterstützung verlassen wollen. Jedenfalls  sehen wir uns im Kundensegment weiterhin breit aufgestellt: Privatkunden, Kleinbetriebe und Firmen aus dem Industriesektor. Wir glauben an diese Diversifizierung.

Serviceleistungen – woran denken Sie da konkret?
Das beginnt bei Privatkunden zum Beispiel mit dem Versetzen von Steckern und Schaltern oder bei der Installation von Deckenspots. Für die öffentliche Hand übernehmen wir Reparaturen in Schulhäusern und Turnhallen oder wir sanieren konventionelle Beleuchtungen, die wir auf LED umrüsten. Servicearbeiten leisten wir natürlich auch für Industrieunternehmen: Wir schliessen neue Maschinen an oder realisieren Netzwerk-Installationen. Der ganze Service-Bereich ist extrem vielfältig. Er stellt hohe Ansprüche an die Mitarbeiter. Sie müssen das ganze Geschäftsfeld kennen.

Welche Erwartungen stellen Sie an Ihre Mitarbeiter?
(lächelt) Ich erwarte zunächst, dass alle Mitarbeiter ihre acht Stunden pro Tag produktiv arbeiten.

Wie bitte? Ist das nicht selbstverständlich?
Durchaus nicht. Ich hatte schon mit Leuten zu tun, die täglich gut und gern zwei Stunden im Sparmodus unterwegs waren. Die Mitarbeitenden sollen aber auch die ihnen gebührende Wertschätzung erleben. Das geschieht im Rahmen von Mitarbeitergesprächen, von Firmenanlässen und von Spontanreaktionen.

Wie gestalten Sie die geschäftliche Beziehung zwischen Ihnen und Ihren Leuten?
Ich übertrage viel Verantwortung an die Mitarbeiter, gewähre ihnen Freiheiten und Kompetenzen. Aber Kontrollen sind unabdingbar.

Und Sie selbst? Inwiefern hat Sie Ihre Aufgabe als Geschäftsführer verändert?
Nicht so sehr. Ich war lange in der Niederlassung Baden als Filialleiter tätig. Die Geschäftsführung war kein neues Betätigungsfeld für mich, auch wenn das nun in einer grösseren Dimension geschieht. Ich stelle eher Konstanz fest: Die Firma ist und bleibt mein Hobby. (denkt nach, formuliert bedächtig) Man muss den Job gern haben. Und man muss die Mitarbeiter gern haben. – Es sind gute Menschen. Sie können viel. Und sie wollen viel erreichen. – Ich bin stolz auf sie.

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