Akrobaten in Handwerkskluft

Erstaunliche Typen! Ich habe sie auf dem Bauplatz in Mägenwil bei der Arbeit beobachtet, fast zwei Stunden lang. Mir blieb die Spucke weg. Und zwar nicht nur wegen der hochsommerlichen Temperaturen. Mich fasziniert das Tempo, das sie drauf haben. Dort oben auf der Garage errichten sie einen Aufbau aus vorgefertigten Holzelementen. Eine Wohnung mit 3½ Zimmern. Der Kranwagen hebt ganze Wandteile hoch. Die Handwerker positionieren und fixieren sie genau nach Plan und sind schon bereit für das nächste Element. Aufrichte am späteren Nachmittag!

Juniorchef Beni Wernli packt mit an. Er vermisst ein fertiges Element und passt die isolierende Glaswatte ein

Die Glaswatte muss ganz genau in die Hohlräume eingepasst werden

Die Dachbalken liegen in der Werkstatt fertig zugeschnitten bereit

Ein Mitarbeiter der Firma Wernli baut ein Zwischenwand-Element

Links und rechts stehen die fertigen und durchnummerierten Element bereit für den Abtransport auf die Baustelle

Die Schreiner und Zimmerleute bewegen sich auf den Balken, die doch höchstens 15 Zentimeter stark sind, als ob sie auf einem breiten Trottoir spazieren würden. Mit grösster Gelassenheit und ohne jedes Zaudern, in der Hand das Werkzeug und eine Leimpresse. Noch hat das Element seine endgültige Position nicht erreicht. Ein kleiner Dreh, die Dachpappe anheben, die isolierende Glaswolle zurechtrücken. Beinahe schwerelos sind sie unterwegs dort oben. Einer steht auf dem obersten Tritt der Bockleiter, ein anderer kommt über den Dachfirst. Alle tragen sie einen Helm – aber welchen Schutz bietet der bei einem Fehltritt? Ja klar, das Gebäude ist eingerüstet. Aber die Handwerker müssen näher ran. Wie Zirkusakrobaten, wie versierte Berggänger nutzen sie jede noch so kleine Fläche, jedes vorstehende Balkenstück. Ehrlich: Ich möchte nicht tauschen.

Mir fällt auf, dass keiner nur dasteht und wartet, bis sich die Arbeit vom Himmel absenkt. Sie wissen, was noch zu richten oder zu fixieren ist. Jeder ist unterwegs mit Schrauben, batteriebetriebenen Bohrmaschinen, Keilen, einem Vorschlaghammer.

«Mutprobe»
Doch dann fasse ich mir ein Herz und besteige das Gerüst. Eine wackelige Angelegenheit! Glücklicherweise gibts ein Geländer und oben Sicherungsstangen. Hols der Kuckuck, was soll ich bloss tun, um sicher zu stehen? Einer der Handwerker eilt an mir vorbei. «Tschuldigung.» Weg ist er. Ich stelle mich in eine Ecke, bin von zwei Seiten gestützt. Die Hände frei zum Fotografieren. Ich beobachte die Handwerker, wie sie sich beinahe katzenartig bewegen. Das nächste Element, das nächste. Kaum abgesenkt, kaum fixiert, dient es ihnen als «Fussweg» in luftiger Höhe.

Tropische Verhältnisse
Mir reichts. Mit der gebotenen Sorgfalt steige ich hinab. Endlich wieder festen Boden unter den Füssen! Mutter Erde, du hast mich wieder.

Ich verfolge das Geschehen nun aus einer gewissen Distanz. Die dort oben sprechen kaum miteinander.

Einer holt eine Paste aus den Tiefen seiner Hosentasche, bestreicht sich die Arme und verreibt alles auf der Haut. Er schützt sich vor der Sonneneinstrahlung. Erst jetzt werde ich wieder gewahr, wie heiss es heute ist. Ich suche den Schatten eines benachbarten Gebäudes auf. Die Handwerker arbeiten an der prallen Sonne. Nicht nur zwei schlappe Stunden, sondern den ganzen Tag lang.

Auf der Baustelle hat der Aufbau begonnen; bereits sind zahlreiche Elemente aufgestellt und fixiert

Da schwebt das erste Dachelement ein

Beim Absenken ist grösste Sorgfalt erforderlich

Die Dachpappe ist hochgeschlagen, das Element wird abgesenkt. Es passt genau

Das erste Dachelement ist fixiert. Die Gleichgewichtsartisten der Firma Wernli bereiten den nächsten «Landplatz» vor

Die Pläne geben Auskunft über die Endposition von jedem Element

Der Aufbau nimmt Form an

Das Fensterglas wartet auch schon auf den Einbau

Das nächste Dachelement ist an der Reihe. Ein Mitarbeiter hängt die Kranseile ein

Am nächsten Tag ist das Dach fertig montiert

Auch der Innenausbau schreitet zügig voran

A la minute
Eine gewaltige Regenwolke zieht auf. «Wann seid ihr fertig?» – «Noch heute Nachmittag ist alles aufgerichtet.» – «Bevor es zu regnen beginnt?» – «Ja sicher, das haben wir im Griff.» – Logisch haben sie es im Griff. Wer würde beim Zuschauen daran zweifeln!

Am Morgen um 7 Uhr war der Kranwagen vor Ort. Um 8 Uhr kamen die Handwerker der Firma Theo Wernli AG, Fenster- & Holzbau. Um 12 Uhr war das erste Dachelement montiert, und am späten Nachmittag ist Aufrichte! Was fehlt, sind die in der Firmenwerkstatt vorgefertigten Fenster und Türen, der Innenausbau samt der Verglasung der Hebeschiebetüren, die Fassade und die Dachdeckerarbeiten. Bis in fünf Wochen ist alles fertig.

Sympathisch und versiert
Mit einigen Nachbarn schauen auch Gabi Lerf und Richard Grob als Bauherren dem Aufbau zu. Sie werden hier einziehen. Ins «Stöckli», wie sie es nennen.

Weshalb haben Sie sich für Wernli entschieden?
Zuerst war Sympathie da. Dann spürten wir das Interesse an unserem Vorhaben. Ausschlaggebend war, dass alles aus dem gleichen Haus kommt: die Holzkonstruktion, die Fenster, die Türen und die Fassaden. Das ist uns wichtig.

Und jetzt – was geht Ihnen beim Zuschauen durch den Kopf?
Wir sind beeindruckt. Alles ist durchorganisiert. Alles passt. Alles ist zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Erstaunlich, wie zügig die Arbeiten voranschreiten.

*

Theo Wernli AG, Fenster- & Holzbau, Thalheim, verfügt über grosse Erfahrung im Bau von vorgefertigten Elementhäusern samt Eigenproduktion der Fenster. Die Firma hat schon viele solcher Elementbauten aufgestellt. Anbauten, Aufbauten, ganze Ein- und Mehrfamilienhäuser. Einige davon haben sie sogar in die USA geliefert.

Kontakt
Theo Wernli AG

Fenster- und Holzbau
Hegi 300
5112 Thalheim

T +41 56 443 12 15
info@wernli-fensterbau.ch
www.wernli-fensterbau.ch

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