Tonnenweise fliegt das Metall davon

Der Fall ist klar: Die alten Leitungsmasten müssen weg. Nicht allein deshalb, weil sie schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel haben und sich ihr Outfit deshalb ins Rost-Rotbraun gewandelt hat. Das wäre nicht weiter tragisch. Aber die Leitungsbaufirma Lebag ist in Zusammenarbeit mit andern Unternehmen damit beschäftigt, eine neue, sehr viel leistungsfähigere Leitungs-Trasse zwischen Martigny und dem Stausee Lac d’Emosson anzulegen. Die alte hat ausgedient; sie ist zu schwach.

Längst sind die alten Kabelseile entfernt worden. Jetzt geht es um die Masten. Die meisten stehen in unwegsamem Gelände. Da ist nur eine Abbauvariante vorstellbar: mit dem Helikopter. Und zwar mit einem Schwerlastheli. Die Firma Lebag hat bei anderer Gelegenheit gute Erfahrungen mit dem Super Puma von SAF International gemacht, besonders mit deren CEO Justin Mattia, der gleichzeitig als erfahrener Heli-Pilot auftritt.

Vorgesehen sind zwei Arbeits-, resp. Flugtage für die 14 Masten – das erscheint realistisch. Allerdings: Einen Hochspannungsmast kann auch der Super Puma nicht in einem Stück abtransportieren. Mehr als 4,4 Tonnen liegen nicht drin. Der Mast muss deshalb «schussweise» abgebaut werden, also in einzelne «Stockwerke» oder eben «Schüsse» zerlegt. Na gut, machen wir!

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Der Abbau von Leitungsmasten ist alles andere als eine Hau-Ruck-Übung. Die Lebag-Männer und die Fachleute von SAF International planen das Unterfangen bis in alle Details – und doch kann immer mal wieder ein Zwischenfall zu Verzögerungen führen: starke Niederschläge, heftiger Wind, technische oder auch organisatorische Probleme. CEO Daniel Stutz: «Wichtig ist es dann, nicht einfach nach einem Schuldigen zu suchen oder einen Umstand zu beklagen. Es geht vielmehr darum, sich einer neuen Situation zu stellen und entsprechende Lösungen umzusetzen.»

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