Werder bleibt Werder

von links: André Stäger, (Claude Werder), Raphael Vögtli

Da sind sie, die beiden neuen Geschäftsleiter. André Stäger und Raphael Vögtli kennen die Firma Werder Feinwerktechnik durch und durch, sind sie doch beide schon seit vielen Jahren im Unternehmen tätig. Aber jetzt plötzlich in leitender Funktion? Vom Kollegen zum Chef?

Ja!
André Stäger, jetzt Technischer Geschäftsleiter, erinnert sich: «Es muss ungefähr vor zwei Jahren gewesen sein, als mich Claude Werder fragte, wie ich mir meine berufliche Zukunft vorstelle. Für mich war klar: Ich wollte bei dieser Firma bleiben.» Stäger begründet seine Haltung: «An einer früheren Stelle habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Die Arbeit war interessant, die Stimmung dagegen ziemlich mies. Ich spürte damals, wie wichtig mir eine gute Atmosphäre ist.» Raphael Vögtli, Kaufmännischer Geschäftsleiter: «Claude machte uns den Vorschlag, die Firma zukünftig gemeinsam zu führen. Ganz überraschend kam die Idee für uns nicht. Aufgrund der Vorgespräche hatten wir uns schon gedanklich damit befasst. Also sagten wir beide spontan zu.»

Eine verbindliche Zusage in einer so wichtigen Frage – ohne Absprachen über irgendwelche Einzelheiten? «Von aussen gesehen mag das verwundern, aber wir wussten: Hier wird niemand über den Tisch gezogen. An einem andern Ort wären wir bestimmt zurückhaltender gewesen.» Trotzdem wundert sich Stäger: «Wenn es darum geht, eine freie Stelle zu besetzen, beharre ich bei jedem Bewerber darauf, dass er sich alles nochmals in Ruhe überlegt. Als wir uns in der Vorweihnachtszeit kurzfristig entscheiden mussten, habe ich seltsamerweise genau das nicht getan. Ich wusste intuitiv, dass es stimmt.»

Die Kontinuität ist gesichert
Führung im Doppelpack – kann das gut gehen? Stäger und Vögtli lassen keine Zweifel aufkommen. «In unseren Fähigkeiten und beruflichen Schwerpunkten ergänzen wir uns. Wir sind ein ideales Team. Bewusst verzichten wir auf starre Abgrenzungen; die Dinge müssen auch dann geregelt sein, wenn einer von uns Ferien hat.» Sie betonen die Bedeutung einer gesunden Work-Life-Balance. Beide betreiben zeitintensive Hobbies; darauf wollen sie nicht verzichten.

Im Übrigen war die Reaktion des Personals durchwegs positiv. «Sie kennen uns seit Jahren. Natürlich war zuerst ein Überraschungseffekt da, als Claude seine Absicht mitteilte, die Geschäftsführung abzugeben. Aber jetzt sind alle froh, dass der Fortbestand mit einer internen Regelung gesichert ist.»

Wird jetzt alles neu? Zuerst mal tabula rasa und danach Aufbruch zu neuen Ufern? – «Überhaupt nicht! Wir führen die Firma im gleichen Stil wie bisher weiter. Im Rahmen einer externen Beratung haben wir im Frühjahr für klare Verhältnisse gesorgt.» Stäger und Vögtli sprechen die wesentlichsten Punkte an. Die Firma soll weiterhin für modernste Technologie und für höchste Präzision stehen. Eine Verlegung ins Ausland ist kein Thema. Man will jedoch auch Absatzmärkte im nahen Ausland prüfen. Intern bleibt die flache Hierarchie erhalten. «Jeder ist von jedem abhängig – wie die Zahnräder in einem Getriebe. Das ist uns sehr bewusst.»

Herzblut
Was sagen Sie heute, aus einiger zeitlicher Distanz, zu Ihrer Entscheidung? – André Stäger: «Bei mir war es eindeutig die Verbundenheit mit der Firma. Die absolute Gewissheit, dass wir auf dem rechten Weg sind.» Raphael Vögtli: «Ich identifiziere mich mit Herzblut mit dieser Firma. Sie gibt mir Rückhalt, und ich erfahre hier Wertschätzung.»

André Stäger bespricht sich mit seinem Co-Geschäftsleiter Raphael Vögtli

«Herr Stäger, was mögen Sie besonders an Raphael Vögtli?» – «Er ist extrem seriös und penibel genau.»
«Und was geht Ihnen an ihm auf die Nerven?» – (Denkt nach, lacht) «Er ist allzu gutmütig.»

«Herr Vögtli, was mögen Sie besonders an André Stäger?» – «Er findet für jedes noch so anspruchsvolle technische Problem eine Lösung. Fast unglaublich.»
«Und was geht Ihnen an ihm auf die Nerven?» – (Schräger Seitenblick auf Stäger, lacht) «Er entscheidet manchmal sehr schnell und impulsiv; das hat je nach Situation nicht nur positive Folgen.»

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Die 70 Mitarbeitenden der Firma Werder Feinwerktechnik produzieren anspruchsvolle Werkstücke aus Aluminium, Stahl, Titan, Silber, Messing, Bronze, Neusilber, Magnesium und aus Kunststoff in höchster Präzision und mit unterschiedlichen Veredelungstechniken. Von Kleinauflagen bis zu Serien von 100’000 Stück.

Kontakt
Samuel Werder AG

Werdstrasse 2
5106 Veltheim

T +41 56 463 66 00
info@werder-ag.ch
www.samuelwerder.ch

4 Kommentare

  1. Peter Belart

    Viel Glück den beiden «Neuen» bei der Erfüllung der anspruchsvollen Aufgabe!

  2. an André und Raphael und Claude,
    Fur einige jahren habe ich die firma und Claude kennen gelernt.
    Leider ist es nicht zu einen zusammenarbeit gekommen. ich bewunderte die firma und special Claude. Mach so weiter, viel gluck und erfolg in die zukunft und ein gruss zu Claude.

    • Claude Werder

      Hallo Willy, schön von Dir zu hören! Schau doch wieder mal rein, wenn Du in der Schweiz bist. Es würde mich sehr freuen wieder mal über Gott und die Welt (und natürlich auch über Velos 😉) zu reden mit Dir!

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