«Ich bin ein innovativer Geist»

Sie heisst Esther Niffenegger. Sie ist Leiterin Einkauf und Logistik bei Energie Wasser Bern. Sie bezeichnet sich selbst als «leidenschaftliche Netzwerkerin». Nur folgerichtig, dass ich ihr im Netz begegnet bin.

Wir treffen uns in der Fachhochschule Brugg-Windisch. Hier absolviert sie ein Nachdiplomstudium. Auch das passt zu ihr: Stehenbleiben auf dem einmal Erreichten ist keine Option.

Es ist noch früh am Morgen. Hellwach nippt sie an der Kaffeetasse, und los gehts. Esther Niffenegger berichtet über ihre Affinität zum Impact Hub Bern.

Frau Niffenegger, Sie und Impact Hub Bern – wie passt das zusammen?
An einem Netzwerktag in Bern, ungefähr vor einem Jahr, kam ich mit Frederike Asael ins Gespräch. Sie skizzierte mir die Idee, die hinter dem Impact Hub steht: Der Hub soll ein Plattform für den Austausch von Gedanken, Projekten und Erfahrungen bieten. Vor allem für Startups. Das Konzept leuchtete mir sofort ein. Ich sagte mir: Das werde ich verfolgen. In den sozialen Netzwerken las ich regelmässig von den Fortschritten. Ich nahm am Baustellenrundgang teil und später am Eröffnungsfest. In der ganzen Zeit blieb ich gedanklich dabei.

Warum diese Faszination für Impact Hub?
Ich bin eine leidenschaftliche Netzwerkerin. Ich kenne zwar andere Orte, die sich ähnliche Ziele auf die Fahne geschrieben haben. Bei manchen stimmt aber das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht. Andere sind allzu elitär ausgerichtet. Der Impact Hub Bern dagegen kennt keinerlei Einstiegshürden. Hier spürte ich sofort den innovativen Geist und die Dynamik. Der Hub ist für alle und alles offen, auch «nur» für einen schönen Abend.

Wie erlebten Sie die Anfangsphase des Impact Hubs?
Ich war überrascht, extrem positiv! Die Dinge entwickelten sich ohne grosse Erklärungen. Das trifft auch auf Workshops zu und auf Crowdfunding-Aktivitäten. Und erst recht auf die vielen spontanen Kontakte. Es passt einfach.

Wie stellen Sie sich zu eigenen Beiträgen für den Impact Hub?
Ich habe viele Ideen, die sich problemlos in das Konzept des Hubs einbringen liessen, und zwar umgehend. Der Community-Gedanke motiviert mich zusätzlich zur aktiven Mitarbeit, auch der funktionierende Austausch. Ich denke zum Beispiel daran, Kontakte zwischen dem Impact Hub und der Casino Gesellschaft Burgdorf herzustellen, bei der ich als Vizepräsidentin im Vorstand mitwirke. Vielversprechend wäre auch eine Zusammenarbeit mit der Schweizer Kaderorganisation SKO. Oder mit «matter consulting», die zu ihrer Kernkompetenz schreibt: «Sponsoring, Fundraising und Projektmanagement für Kulturschaffende und Organisationen».

Welche Bedeutung hat der Hub für Bern?
Ich erlebe hier eine ganz neue Entwicklung: bedächtig versus temporeich. In dieser Atmosphäre lerne ich Bern von seiner dynamischen Seite kennen.

Das alles entspricht Ihnen.
Ja klar. Ich bin ein innovativer Geist, ein Unternehmertyp. Hier treffe ich Menschen, die ähnlich ticken. Ich habe erste Kontakte geknüpft, Ideen ausgetauscht mit Leuten, die ähnlich gepolt sind.

Ein Blick in die Zukunft des Hubs?
Der Start war absolut erfolgreich. Das weckt natürlich hohe Erwartungen. Aber wie geht es weiter? Wie gestaltet sich das Ganze im normalen, im alltäglichen Rhythmus? Wie viel vom Anfangsdrive lässt sich bewahren? Ich hoffe sehr, dass wir den Schwung in die Zukunft mitnehmen, die gute Stimmung, das Wir-Gefühl behalten. Das Team muss seine Mitglieder pflegen und die Versprechungen einhalten. Das betrifft zum Beispiel die in Aussicht gestellten Veranstaltungen. Es braucht Kontinuität. Das bereits Erreichte verdient Anerkennung. Man fühlt sich im Impact Hub extrem wohl.

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