Esther-Mirjam de Boer: Präsidentin des Verbands Frauenunternehmen

Esther de Boer, Präsidentin Verband FrauenunternehmenEsther-Mirjam de Boer, Präsidentin Verband Frauenunternehmen.

«Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es!» Esther-Mirjam de Boer denkt und handelt ganz nach dem Grundsatz von Erich Kästner. Ein klares Plädoyer für Zivilcourage.

Esther ist eine Unternehmerin mit Strategie und Wirkung. Halbe Sachen liegen ihr nicht. Und wenn das Risiko ihren Weg kreuzt, kann es sein, dass sie innerhalb von 48 Stunden bei einem Projekt einsteigt und Investoren dafür findet. So geschehen beim kürzlich eröffneten Concept Store «GRIS Alliance des Créateurs» für Schweizer Labels. Der Laden an der Europaallee in Zürich führt eine hochwertige Vielfalt von Sortiment und Marken aus der Schweizer Kreativwirtschaft. Esther ist als Verwaltungsratspräsidentin für die Gesamtleitung zuständig.

Unter anderem. Denn im Kern ist sie Executive Consultant und macht Strategieberatung auf höchstem Niveau. Dabei bedient sie sich gerne den Prinzipien der Architektur. «Als ehemalige Architektin habe ich gelernt Häuser zu planen und zu bauen, die aus verschiedenen Organen bestehen – aus Räumen, Funktionalitäten und wechselnden Lebensrealitäten», erklärt Esther. In der Strategieberatung sei das ähnlich, «weil man verschiedene Organe in einem Gesamtunternehmen so aufeinander abstimmen muss, dass sie zusammen wirken und gesund funktionieren.» Dazu muss man die Funktionsweise eines Systems verstehen, auf Rahmenbedingungen Rücksicht nehmen, visionär denken und umsetzen können. Erst mit dem Bau entsteht ein Haus.

Ein wichtiges Erfolgsprinzip ist Vertrauen. Damit etwas Grosses entstehen kann, braucht es zudem Partnerschaften. Esther will Frauen dazu motivieren, mutiger zu sein und in Allianzen zu denken. Als Präsidentin des Verbands Frauenunternehmen wünscht sie sich mehr Unternehmerinnen, die sich dem Verband anschliessen. Über 100’000 Frauen sind in der Schweiz unternehmerisch aktiv. Damit sind 30 Prozent der KMU mehrheitlich in Frauenhand. Wären fünf Prozent der 100’000 im Verband, würde das den Mitgliederbestand mehr als verzehnfachen und Frauen bekämen bei öffentlichen Diskussionen über erfolgreiches Wirtschaften ein anderes Gewicht.

Als Strategin hat Esther natürlich noch weitere Argumente, um für Mitglieder zu werben. So lanciert der Verband im nächsten Jahr eine Pensionskasse für Frauenunternehmen. Der Bedarf ist gross, denn bis anhin gibt es nur schwierig zugängliche Angebote für Einzelfirmen ohne Mitarbeitende.

Esther denkt in einfachen Sätzen und klaren Grafiken. Wäre sie heute noch Architektin, wäre ihr Haus bestimmt ein Kubus – praktisch, geradlinig, grosszügig und einladend.

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1 Kommentare

  1. de Boer, Esther-Mirjam

    Guten Tag Herr Wiesmann

    Besten Dank für Ihren wertvollen Hinweis. Versichert COOPERA auch Selbständigerwerbende OHNE Mitarbeitende? Falls Ja, mit welchem Kanton haben Sie ein Steuerruling vereinbart?

    bitte antworten Sie mir (falls Sie wollen, natürlich) direkt auf deboer@frauenunternehmen.ch.

    Mit herzlichen Grüssen
    Esther-Mirjam de Boer

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