Die «intelligente Fabrik»

Mit der «intelligenten Fabrik» befinden wir uns bildlich gesprochen im Zentrum dessen, was «Industrie 4.0» ausmacht.Drohnen sind «Werkzeuge», die mit den Möglichkeiten von «Industrie 4.0» arbeiten. Die Informationen, die sie beschaffen, werden in Echtzeit übermittelt; sie lösen unmittelbare Aktionen aus, und zwar im militärischen wie auch im zivilen Kontext.

Mit der «intelligenten Fabrik» befinden wir uns bildlich gesprochen im Zentrum dessen, was «Industrie 4.0» ausmacht.

«Intelligente Fabrik» – das tönt so ziemlich verrückt, zumal «Intelligenz» kein wirklich fassbarer Begriff ist. Längst wissen wir, dass es sehr unterschiedliche Arten von Intelligenz gibt. Wie also kann eine Fabrik intelligent sein?

Hinter allem steht die technische, organisatorische, logistische und administrative Entwicklung, der sich jedes Unternehmen, jede «Fabrik» stellen muss. Am deutlichsten lässt sich das anhand der elektronischen Arbeitsgeräte aufzeigen: Vor 30, geschweige denn vor 50 Jahren hätte niemand geglaubt, dass heute fast jeder Arbeitsplatz mit dem Computer verlinkt ist. Vom Internet war noch gar keine Rede.

Die Informations- und Kommunikationstechnologie wird stetig komplexer und leistungsfähiger. Und das in immer kürzeren Zeiteinheiten. Hard- und Software sind, kaum gekauft, schon veraltet. Die ganzen Programme sind praktisch permanent zu aktualisieren. Jedes Unternehmen muss sich dem stellen und damit klarkommen. Über kurz oder lang übersteigt das die Möglichkeiten auch überschaubarer «Fabriken».

Die «intelligente Fabrik» übernimmt alle diese Schritte autonom. Einige Beispiele dazu:

  • Die «intelligente Fabrik» erkennt frühzeitig einen drohenden Störfall in der Produktionskette. Sie meldet ihn und leitet die notwendigen Massnahmen ein, bevor es zu einem störungsbedingten Unterbruch kommt. Dasselbe gilt zum Beispiel für absehbare Lecks in Rohrleitungen oder für Materialermüdungen, die gravierende Ausfälle zur Folge haben könnten.
  • Die «intelligente Fabrik» ist in der Lage, den Produktionsablauf auf der Basis von neuer Steuerungstechnik zu optimieren.
  • Die «intelligente Fabrik» verfügt über Daten, die sie nicht wie bisher zeitversetzt, sondern in Echtzeit erhält. Sie leitet ohne jeglichen Zeitverlust geeignete Massnahmen ein. Damit lassen sich Unterbrüche der Geschäftsprozesse vermeiden, was auf der Kostenseite günstig zu Buche schlägt.
«Intelligente» Maschinen enthalten keine mechanischen Elemente mehr

«Intelligente» Maschinen enthalten keine mechanischen Elemente mehr.

Doch die «intelligente Fabrik» kann noch sehr viel mehr. Über das Internet vernetzt sie sämtliche Produktionssysteme. Stichwort «Maschine-zu-Maschine-Kommunikation». Die Fabrik wird so gleichsam zu einem sich selbst überwachenden und optimierenden Organismus.

Erstaunlicherweise nimmt in diesem System die Bedeutung des Menschen gegenüber der bisherigen Praxis wieder zu. Die klassische Fabrik «sah eine menschenarme, automatisierte und computerintegrierte Produktion vor, in welcher der Faktor Mensch schlichtweg ausgegrenzt wurde».* Und: «Der Mitarbeiter nahm dadurch lediglich eine beobachtende Rolle ein, die er aus einem Kontrollzentrum heraus erfüllen sollte.»

Ganz anders in der «intelligenten Fabrik». Hier nimmt der Mensch, nicht die Maschine, die entscheidende Rolle einer übergeordneten Steuerungseinheit ein. «Der Mensch agiert als letzte Entscheidungsinstanz. Er ist über geeignete Mensch-Maschine-Schnittstellen ganzheitlich in den Produktions- und Steuerungsprozess integriert.»

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