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Das Bad in der Mulde

Christian Baumann, Video-Profi, bringt jeden Kundenwunsch in den Kasten, mit oder ohne Drohne. Schön, wenns so richtig fetzt. «Äktschen», und zwar nicht zu knapp.

Und jetzt das: Der Kunde braucht ein Werbevideo für seinen Muldenservice. Ausgerechnet: Ein Werbevideo über eine Mulde! Gibt es denn etwas Statischeres? Eine ganz normale Allzweckmulde, wie sie auf jeder Baustelle herumsteht, auf jedem Werkplatz, jedem Industrieareal, beim Festgelände, auf dem Entsorgungsplatz. Wie sexy ist das denn, bitteschön?

Nicht einfach!
Christian Baumann setzt sich erst mal hin. Stirnrunzeln. Sorgenfalten. «Soll ich einen Lastwagen filmen, wie er die Mulde auflädt und dann wegfährt? So langweilig! Soll ich einen Bauarbeiter filmen, der irgendwelche Abfälle in die Mulde wirft? Nein, wer interessiert sich denn für so was?» Überhaupt wecken Abfälle keine positiven Emotionen. Höchstens Ratlosigkeit, Ekel oder das schlechte Umweltgewissen. Auf dieser Basis ein Werbevideo produzieren? Lieber nicht.

Fantasie war gefragt. Irgendwann, wie aus dem Nichts, die zündende Idee. «Wir setzen die Mulde völlig zweckentfremdet ein. Wir stellen irgendetwas Verrücktes mit ihr an. Überraschend soll es sein und witzig. Wir funktionieren die Mulde um in … na, in was denn nun?» – Brainstorming. Die Mulde als Kleinstgarten? Die Mulde als Schildkrötengehege? Die Mulde als Laufgitter? – Oder die Mulde als Schwimmbad, als Mini-Pool? «Genau, das machen wir!»

Badespass
Eine nagelneue, leuchtend gelb bemalte Mulde musste her. Und zwar direkt vors Wohnhaus. Schlauch hinein. «Du kannst aufdrehen!» Na gut, Wasser in der Mulde ist erst die halbe Miete. Jetzt musste Leben rein. Kleine Kinder, wer hat kleine Kinder? Gott sei Dank gibts Kollegen mit ihren jungen Familien.

Alles bereit für den Dreh. Das Wasser in der Mulde hat sich in der Zwischenzeit aufgewärmt. Drei Kids sind schwimmbadmässig ausgerüstet. Badehosen, Flügeli und vor allem voller Badelust. Herrlich, sich an diesem heissen Sommertag im ungewöhnlichen Privatpool abzukühlen, Spritzschlacht inklusive. Planschen, untertauchen, herumtoben. Anweisungen gibt Christian Baumann keine. «Wer wollte aufgeweckten Fünfjährigen das Spritzen beibringen! Regieanweisungen würden sie nur verunsichern.» Baumann schultert die Kamera und zoomt mitten ins Getümmel.

Überraschung
Sind die Aufnahmen gelungen? Ja, die Bilder sind witzig. Nichts zu sehen als nur Wasser und die Kinder. Nicht der geringste Hinweis auf die Mulde. Es könnte ebenso gut im Gummi-Planschbecken, im See, am Strand oder im Schwimmbad sein. Da erscheint die Mutter am Fenster – auch sie aus dem Freundeskreis – und macht dem fröhlichen Treiben ein jähes Ende. «Chinder, losed, jetz isch fertig bädelet!» Baumann filmt nun aus Distanz. Erst jetzt ist zu sehen, dass sich die Kids in einer Mulde vergnügt haben.

Das Drehbuch setzt noch einen drauf. Zoom auf die Mulde, dazu die sonore Stimme: «Übrigens – Mulden eignen sich auch hervorragend zum Abfall Entsorgen.»

Baumann ist sichtlich stolz:. «Gedankliche Schranken beseitigen, völlig quer denken; das führt zu überzeugenden Lösungen.»

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Die AVPG AG ist in allen Bereichen der modernen Medienwelt tätig. Für Firmen, öffentliche Dienste und Privatpersonen produziert sie Radio- und TV-Spots, Firmenporträts, Personalisierte Videos, Produktevideos, Imagefilme usw.

Ansprechpersonen sind Christian Baumann, Multimediaproduzent, Geschäftsleiter der Firma AV+PG AG; Hanni Brunner, Marketing und Redaktion bei der Firma AV+PG AG.

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Acht alternative Vorschläge von FB-Freunden:

  1. Mulde als Sandkasten.
  2. Mulden-Bar im Retrostil einrichten.
  3. Mulde als Behälter für Küchenabfall, gut zudecken, nach der Gärung einen feinen «Hausküchenschnaps» brennen.
  4. Mulde als grosse Blumenkiste.
  5. Mulde umdrehen und als Kommandoplattform einsetzen.
  6. Mulde zum Monstergrill umfunktionieren.
  7. Mulde als Brunnentrog.
  8. Mulde auf die Seitenwand stellen: Strandkorb für die ganze Familie.

Kontakt
AV+PG AG
Autio, Video & Promotion Group AG
Vorderi Böde 1
5452 Oberrohrdorf

info@avpg.ch
www.avpg.ch

«Ich bin ein Rasen, lasst mich liegen!»

Sie haben keine Ahnung, wie stressig das Dasein als Rasen sein kann. Die Leute glauben, ich hätte das reinste Flohnerleben, Massagen, Nahrung vom Feinsten, frisieren und den ganzen Tag an der Sonne liegen. Aber nein, ich werde geduscht, gequetscht, geschnitten, gefräst, gerollt, wieder gequetscht und geschnitten, um nur das Gröbste aufzulisten. Wenn ich endlich meine, zur Ruhe zu kommen, dann tauchen irgendwelche Typen mit Stollenschuhen auf. Oder die vereinte Kinderschar mit Häckeli und Schüfeli. Oder Fido, Bello oder Strolchi – und was dann passiert …

Zu früh gefreut
Dabei fing alles so wohlig an. In grossen Säcken kam ich mit Millionen anderer Samen aus den USA zum Bauern nach Gurbrü bei Kerzers. Neben uns waren auch Säcke aus verschiedenen europäischen Ländern. Sie fuhren uns aufs Feld hinaus. Was ich zu sehen bekam, übertraf meine Erwartungen. Der leicht sandige Boden war tadellos vorbereitet. Keine Steine, schön gepflügt und mit der Umkehrfräse in ein feinkörniges Saatbeet aufgewertet. Selbst an die Kraftnahrung in Form von Dünger hatte der Landwirt gedacht. Voller Vorfreude liess ich mich auf die Erde fallen. Die Walze drückte mich zwischen die Krumen, und schon gabs eine sanfte Regenwald-Dusche – welche Wohltat!

Die ersten fünf Wochen meines Lebens waren die reine Freude. Ich durfte in Ruhe wachsen und gedeihen. In regelmässigen Abständen liess man es regnen. Mir fehlte es an nichts. Ich schlug Wurzeln und reckte mich dem Licht entgegen. Doch da tauchte ein grässlich lärmiges Ungetüm auf, das mich überrollte und mir eine Kurzhaarfrisur à la Bürstenschnitt verpasste. Immer und immer wieder, alle paar Tage. So wuchs ich notgedrungen in die Breite und hielt mich an meinen Nachbargräsern fest. Wir bildeten ein dichtes Geflecht, auf dass wir nicht einfach weggezerrt würden.

Mir reichts
Mehr als ein Jahr verging. Irgendwann hatte ich genug von der ewigen Quälerei. Ich wollte nur noch weg. Mein Hilferuf wurde erhört. Ein neues Monstrum, ein Vollernter, tauchte auf. Er senkte ein scharfes Messer ab und schälte mich in 40 Zentimeter breiten Bahnen vom Boden weg. Über ein Förderband gings in die Höhe, und ehe ich protestieren konnte, war ich schon in handliche Rollen aufgewickelt, 40 Zentimeter breit und 2,5 Meter lang, jede etwa 20 Kilogramm schwer.

Rauf auf die Ladebrücke und in flottem Tempo zum Gartenbauer. Die Leute hatten Stil! Behutsam legten sie mich auf den fein präparierten Untergrund, entrollten mich, platzierten mich satt neben meine Kolleginnen, achteten auf eine tadellose Liegeposition und entschädigten mich für die gehabten Strapazen mit einem sanften Nieselregen. So ists recht. Genau so mag ichs.

Saubere Schnittkanten; der Mäher hatte scharfe Messer
Riesiges Rasenfeld in Gurbrü BE

Die gute Bewässerung des Rasens ist matchentscheidend

Ein Rasen-Vollernter schält die Rasensode ab und wickelt sie zu einheitlichen Rollen auf

Die Umkehrfräse bereitet den Untergrund für den Rollrasen vor
Selbst das richtige Stapeln des Rollrasens will gelernt sein
Grossflächiges Verlegen von Rollrasen mit Spezialgeräten

Daniel Landolf, Garten- und Sportplatzbauer

Jörg Frutig, Fachberater Rasen

Jörg Frutig von «UFA Samen Profi Grün» steht «seinen» Landwirten während der ganzen Aussaat, der Wachstumsperiode und der Rasenernte zur Seite. «Wir besprechen verschiedene Saat-, Pflege- und Ernteaspekte. Dazu gehört zum Beispiel die Zusammensetzung der Grasarten. Ich mache mir auch ein Bild über den Entwicklungsstand der Rasenflächen, und wir unterhalten uns über den günstigsten Erntezeitpunkt.» Meist fungiert Frutig als Schnittstelle zwischen den Produzenten und den Garten- und Anlagebauern; in der Regel laufen die Bestellungen für Rollrasen vom Gartenbauer über Frutig zu den Produzenten.

Bauführer Daniel Landolf arbeitet für das Gartenbauunternehmen Bächler+Güttinger. Seine Spezialität sind Sportplätze. Der Berufsstolz ist unüberhörbar: «Die Arbeit mit dem Rollrasen bedingt Organisationstalent und Zuverlässigkeit.» Die bestellte Menge muss früh am Morgen vor Ort sein. Denn das Verlegen braucht Zeit. Eine durchschnittliche Mann-Leistung liegt bei 70–80m2 pro Tag. Der aufgerollte Rasen ist empfindlich, seine Lagerung problematisch. Gärung und Fäulnis drohen. Nach der Ernte ist deshalb speditives Arbeiten angesagt: verlegen, wässern und walzen.

«Nach 7–10 Tagen erfolgt der erste Schnitt; nach drei Wochen ist der Rasen beanspruchbar.»

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Die Vorteile von Rollrasen gegenüber der «normalen» Aussaat von Rasen liegen auf der Hand:

  • Innert kürzester Zeit ist die Hausumgebung grün.
  • Rollrasen ist nach drei Wochen benützbar.
  • Rollrasen ist frei von Unkräutern.

Aber:
Die Anlage von Rollrasen ist teurer als die Aussaat von Rasen.
Ist der Rollrasen einmal verlegt, benötigt er die gleiche Pflege wie ein «normaler» Rasen.

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Gartenbau Wyder, Oberentfelden, verfügt über Spezialisten im Anbau und Unterhalt von Rasenflächen. Sie haben grosse Erfahrung sowohl mit Aussaat- als auch mit Rollrasen.

Kontakt
Wyder Gartenbau AG

Industriestrasse 20
5036 Oberentfelden

T +41 62 724 84 80
info@wyder-gartenbau.ch
www.wyder-gartenbau.ch

Akrobaten in Handwerkskluft

Erstaunliche Typen! Ich habe sie auf dem Bauplatz in Mägenwil bei der Arbeit beobachtet, fast zwei Stunden lang. Mir blieb die Spucke weg. Und zwar nicht nur wegen der hochsommerlichen Temperaturen. Mich fasziniert das Tempo, das sie drauf haben. Dort oben auf der Garage errichten sie einen Aufbau aus vorgefertigten Holzelementen. Eine Wohnung mit 3½ Zimmern. Der Kranwagen hebt ganze Wandteile hoch. Die Handwerker positionieren und fixieren sie genau nach Plan und sind schon bereit für das nächste Element. Aufrichte am späteren Nachmittag!

Juniorchef Beni Wernli packt mit an. Er vermisst ein fertiges Element und passt die isolierende Glaswatte ein

Die Glaswatte muss ganz genau in die Hohlräume eingepasst werden

Die Dachbalken liegen in der Werkstatt fertig zugeschnitten bereit

Ein Mitarbeiter der Firma Wernli baut ein Zwischenwand-Element

Links und rechts stehen die fertigen und durchnummerierten Element bereit für den Abtransport auf die Baustelle

Die Schreiner und Zimmerleute bewegen sich auf den Balken, die doch höchstens 15 Zentimeter stark sind, als ob sie auf einem breiten Trottoir spazieren würden. Mit grösster Gelassenheit und ohne jedes Zaudern, in der Hand das Werkzeug und eine Leimpresse. Noch hat das Element seine endgültige Position nicht erreicht. Ein kleiner Dreh, die Dachpappe anheben, die isolierende Glaswolle zurechtrücken. Beinahe schwerelos sind sie unterwegs dort oben. Einer steht auf dem obersten Tritt der Bockleiter, ein anderer kommt über den Dachfirst. Alle tragen sie einen Helm – aber welchen Schutz bietet der bei einem Fehltritt? Ja klar, das Gebäude ist eingerüstet. Aber die Handwerker müssen näher ran. Wie Zirkusakrobaten, wie versierte Berggänger nutzen sie jede noch so kleine Fläche, jedes vorstehende Balkenstück. Ehrlich: Ich möchte nicht tauschen.

Mir fällt auf, dass keiner nur dasteht und wartet, bis sich die Arbeit vom Himmel absenkt. Sie wissen, was noch zu richten oder zu fixieren ist. Jeder ist unterwegs mit Schrauben, batteriebetriebenen Bohrmaschinen, Keilen, einem Vorschlaghammer.

«Mutprobe»
Doch dann fasse ich mir ein Herz und besteige das Gerüst. Eine wackelige Angelegenheit! Glücklicherweise gibts ein Geländer und oben Sicherungsstangen. Hols der Kuckuck, was soll ich bloss tun, um sicher zu stehen? Einer der Handwerker eilt an mir vorbei. «Tschuldigung.» Weg ist er. Ich stelle mich in eine Ecke, bin von zwei Seiten gestützt. Die Hände frei zum Fotografieren. Ich beobachte die Handwerker, wie sie sich beinahe katzenartig bewegen. Das nächste Element, das nächste. Kaum abgesenkt, kaum fixiert, dient es ihnen als «Fussweg» in luftiger Höhe.

Tropische Verhältnisse
Mir reichts. Mit der gebotenen Sorgfalt steige ich hinab. Endlich wieder festen Boden unter den Füssen! Mutter Erde, du hast mich wieder.

Ich verfolge das Geschehen nun aus einer gewissen Distanz. Die dort oben sprechen kaum miteinander.

Einer holt eine Paste aus den Tiefen seiner Hosentasche, bestreicht sich die Arme und verreibt alles auf der Haut. Er schützt sich vor der Sonneneinstrahlung. Erst jetzt werde ich wieder gewahr, wie heiss es heute ist. Ich suche den Schatten eines benachbarten Gebäudes auf. Die Handwerker arbeiten an der prallen Sonne. Nicht nur zwei schlappe Stunden, sondern den ganzen Tag lang.

Auf der Baustelle hat der Aufbau begonnen; bereits sind zahlreiche Elemente aufgestellt und fixiert

Da schwebt das erste Dachelement ein

Beim Absenken ist grösste Sorgfalt erforderlich

Die Dachpappe ist hochgeschlagen, das Element wird abgesenkt. Es passt genau

Das erste Dachelement ist fixiert. Die Gleichgewichtsartisten der Firma Wernli bereiten den nächsten «Landplatz» vor

Die Pläne geben Auskunft über die Endposition von jedem Element

Der Aufbau nimmt Form an

Das Fensterglas wartet auch schon auf den Einbau

Das nächste Dachelement ist an der Reihe. Ein Mitarbeiter hängt die Kranseile ein

Am nächsten Tag ist das Dach fertig montiert

Auch der Innenausbau schreitet zügig voran

A la minute
Eine gewaltige Regenwolke zieht auf. «Wann seid ihr fertig?» – «Noch heute Nachmittag ist alles aufgerichtet.» – «Bevor es zu regnen beginnt?» – «Ja sicher, das haben wir im Griff.» – Logisch haben sie es im Griff. Wer würde beim Zuschauen daran zweifeln!

Am Morgen um 7 Uhr war der Kranwagen vor Ort. Um 8 Uhr kamen die Handwerker der Firma Theo Wernli AG, Fenster- & Holzbau. Um 12 Uhr war das erste Dachelement montiert, und am späten Nachmittag ist Aufrichte! Was fehlt, sind die in der Firmenwerkstatt vorgefertigten Fenster und Türen, der Innenausbau samt der Verglasung der Hebeschiebetüren, die Fassade und die Dachdeckerarbeiten. Bis in fünf Wochen ist alles fertig.

Sympathisch und versiert
Mit einigen Nachbarn schauen auch Gabi Lerf und Richard Grob als Bauherren dem Aufbau zu. Sie werden hier einziehen. Ins «Stöckli», wie sie es nennen.

Weshalb haben Sie sich für Wernli entschieden?
Zuerst war Sympathie da. Dann spürten wir das Interesse an unserem Vorhaben. Ausschlaggebend war, dass alles aus dem gleichen Haus kommt: die Holzkonstruktion, die Fenster, die Türen und die Fassaden. Das ist uns wichtig.

Und jetzt – was geht Ihnen beim Zuschauen durch den Kopf?
Wir sind beeindruckt. Alles ist durchorganisiert. Alles passt. Alles ist zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Erstaunlich, wie zügig die Arbeiten voranschreiten.

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Theo Wernli AG, Fenster- & Holzbau, Thalheim, verfügt über grosse Erfahrung im Bau von vorgefertigten Elementhäusern samt Eigenproduktion der Fenster. Die Firma hat schon viele solcher Elementbauten aufgestellt. Anbauten, Aufbauten, ganze Ein- und Mehrfamilienhäuser. Einige davon haben sie sogar in die USA geliefert.

Kontakt
Theo Wernli AG

Fenster- und Holzbau
Hegi 300
5112 Thalheim

T +41 56 443 12 15
info@wernli-fensterbau.ch
www.wernli-fensterbau.ch

Präzisionslok ohne Dampf

Wie bitte? Das Hightech-Unternehmen produziert eine Modelleisenbahn? Steigt die Firma Amsler & Frey AG etwa in die Spielzeugproduktion ein? Nichts gegen Spielzeuge, aber sieht die Höchstpräzionsfirma tatsächlich dort ihre Zukunft?

Werkstattleiter Marcel Heiniger hat das vielleicht 40 Zentimeter lange Modell einer Dampflokomotive mitgebracht. Er hatte die Idee dazu, und er hat auch die technischen Pläne gezeichnet. Der Hintergrund für diese Arbeit steht nicht in den Auftragsbüchern von Amsler & Frey. Es ist die Prüfungsaufgabe für einen Lehrling im Abschlussjahr. Er bekommt die Pläne vorgelegt, ebenso das benötigte Rohmaterial. Und nun darf er zeigen, wozu er nach vier Lehrjahren fähig ist. Die Maschine einrichten, Drehen, Fräsen, alles zusammenbauen.

Präzise muss es sein
Wenn die Toleranzen nicht eingehalten werden, wenn die Maschinen auch nur um Nuancen falsch eingestellt sind, lässt sich die Lokomotive nicht zusammensetzen, oder sie fällt auseinander. Marcel Heiniger setzt klare Regeln: «Wir beurteilen das Vorgehen, die Genauigkeit und den ästhetischen Eindruck des fertigen Werkstücks.»

Wie bei jedem Auftrag erstellen die Konstrukteure eine CAD-Zeichnung, ein dreidimensionales Volumenmodell, das sich auf dem Computer-Bildschirm drehen, wenden und von allen Seiten betrachten lässt. Aufgrund der exakten Messdaten programmiert der Prüfling die Fräsmaschine für jedes einzelne Bestandteil des Dampflok-Modells. Das Führerhaus, den Tender, den Radkasten, die Räder, die Schubstange, den Kessel, den Schlot, die Dome, die Puffer …

Für jedes Einzelteil der Dampflok – hier ein grosses Rad – schreibt eine technische Zeichnung die Masse vor, auf Hundertstel genau!

Das fertige Dampflokmodell. Der Kessel ist nicht mit Wasser, sondern mit edlerem «Brennstoff» gefüllt

 

Was im fertigen Modell kaum auffällt, ist besonders anspruchsvoll. So befinden sich auf der Oberseite des Kessels eingefräste Vertiefungen, um den Schlot und die Dome genau einzupassen. Die Frontabdeckung des Kessels klemmt dank einer eingefrästen Nut fest. Wenn die Abdeckung zu stark klemmt, lässt sie sich nicht mehr öffnen. Lose darf sie aber keinesfalls sein. Ferner muss der Prüfling die drei Rohstoffe Plexiglas, Polyacetal und PVC farblich aufeinander abstimmen und sie sachgemäss verkleben.

Treibstoff aus dem Rebberg
An Motivation fehlt es nicht. Ein besonders engagierter Betreuer des Prüflings geht in Pension. Die Dampflok ist als Geschenk an ihn gedacht. Der Clou: Der Kessel der Lokomotive lässt sich vorne öffnen, sofern er präzis gearbeitet ist, so dass sich ins Innenleben der Lok eine Weinflasche schieben lässt. So ausgerüstet, überbringt das Modell die Botschaft aus dem Hause Amsler & Frey: «Zur Pensionierung wünschen wir Dir weiterhin viel Dampf und beste Gesundheit.»

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Die Firma Amsler & Frey AG konstruiert anspruchsvolle, hoch präzise Teile aus Kunststoff. Einzelteile und ganze Serien. Sie montiert Kunststoff-Baugruppen und handelt mit Halbfabrikaten aus Kunststoff. Die Kunden gehören zu den unterschiedlichsten Branchen: Maschinen- und Apparatebau, Medizinaltechnik, Lebensmittelindustrie, Elektrotechnik, Messwesen, Energieversorgung, öffentliche Betriebe wie Hochschulen, Bundes- und Forschungsstellen u. a. Alle sind sie darauf angewiesen, dass bei Amsler & Frey absolut exakt gearbeitet wird. So wie es von den Lehrlingen bei der LAP gefordert wird, zum Beispiel beim Bau eines Dampflok-Modells.

Kontakt

Amsler & Frey AG
Feldstrasse 26
CH-5107 Schinznach-Dorf

T +41 56 463 60 70
F +41 56 463 60 79

info@amsler-frey.ch
www.amsler-frey.ch

Von der Labormaus zur Chefetage

«Waren Sie in Ihrem Beruf unzufrieden?» Der gelernte Chemielaborant Marc Straehl wehrt entschieden ab. «Überhaupt nicht. Aber ich sah darin kaum Entwicklungschancen. Auf gar keinen Fall will ich beruflich stehen bleiben. Ich will Verantwortung übernehmen und bei Entscheidungen mitreden. Doch dazu fehlt mir die Basis. Die schaffe ich mir jetzt am BWZ.»

«Dank einem früheren Arbeitskollegen wurde ich auf das BWZ und den Studiengang zum Technischen Kaufmann aufmerksam. Er ist diesen Weg auch schon erfolgreich gegangen. Ich recherchierte im Internet und wusste sofort: Ich mache das. Es ist genau, was ich suche.»

Klare Vorstellungen
Selten weiss ein junger Mann so präzis wie Straehl, wohin ihn sein Weg führen soll. Im Moment ist er in der Schlussphase der Ausbildung zum Technischen Kaufmann (TK). Die schriftlichen Prüfungen liegen hinter ihm; es fehlt noch ein mündliches Examen. Er strotzt vor Selbstvertrauen: «Ich bestehe sicher.» Glänzende Vornoten berechtigen ihn zu dieser Haltung. Bereits hat er sich – mit Empfehlung des TK-Studienleiters – an der Fachhochschule eingeschrieben. Er will berufsbegleitend den Bachelor-Studiengang «International Management» absolvieren, Unterrichtssprache Englisch. Danach lockt ein Master-Studium an der Hochschule St. Gallen.

Was heisst das in beruflicher Hinsicht? – Marc Straehl steht bereits als Einkaufsleiter der Firma printcolor seinen Mann. Im letzten Semester der TK-Ausbildung trat er den anspruchsvollen Job an. «Es waren anstrengende Monate, aber printcolor hat mich unterstützt. Ich hoffe, das Unternehmen fördert mich auch weiterhin. Denn irgendwann will ich in die Geschäftsleitung.»

Die Schulbank drücken
Nach einigen Jahren im beruflichen Umfeld also die Rückkehr auf die Schulbank. «Daran musste ich mich wieder gewöhnen. Die Schule ist kein Selbstläufer. Der Unterricht ist anspruchsvoll punkto Menge des Stoffes, Tempo und Vielfalt.» Jetzt kommt Straehl ins Schwärmen. «Spannende Lektionen, immer wieder Neues. Dozenten, die auf jeden Einzelnen eingehen. Sie hatten ein offenes Ohr für mich und meine Anliegen. In regelmässigen Zwischengesprächen reflektierten wir Fortschritte, ergänzende Möglichkeiten, allfällige Schwierigkeiten und Zielvorgaben.»

Straehl stellte sich von allem Anfang an auf ein sattes Mass an Hausarbeit ein. «So zehn bis zwölf Wochenstunden waren es sicher. Ich erstellte mir einen genauen Zeitplan, den ich konsequent einhielt.» Dank diszipliniertem Arbeiten kam das Privatleben nicht zu kurz. Im Gegenteil: Die Anerkennung von Freundin und Freunden spornte ihn weiter an.

Jubilate
«Herr Straehl, Sie lassen da einen veritablen Werbespot vom Stapel. Jetzt bringen Sie endlich auch die negativen Punkte! Wo haperte es?» – «Nein, mir fällt wirklich nichts grundsätzlich Negatives ein. Dass mal eine Lektion weniger gut gelang, liegt in der Natur der Sache. Aber sonst …»

«Sie sind ein ungewöhnlich fokussierter und zielgerichteter Mensch.» – Marc Straehls Antwort überrascht. «Ich folge einem inneren Drang. Das bedeutet Fluch und Segen.» Nach einer kurzen Pause des Besinnens: «Ich bin total zufrieden.»

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Das BWZ Brugg bietet die Ausbildung zum Technischen Kaufmann/zur Technischen Kauffrau an. Kosten: total 13’800 Franken. Neu gewährt der Bund eine Beteiligung von bis zu 50% an die Kursgebühren. Nächster Kurbeginn: 6. November 2017. Informationen : www.bwzbrugg.ch oder Tel. 056 460 24 24.

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Die Erwachsenenbildung bildet ein wichtiges Standbein des BWZ Brugg. Sie umfasst schwergewichtig Informatik-, Sprach- und Wirtschaftskurse wie den TK-Kurs. Weiter werden Kurse für Prüfungsvorbereitungen angeboten, zum Beispiel für die Zulassung zur FHNW. Mentaltraining, Förderprogramme für Startups sowie Staatskunde für Einbürgerungswillige runden das Angebot ab.
Informationen: Tel 056 460 24 24; kursadmin@bwzbrugg.ch; www.bwzbrugg.ch

Kontakt
BWZ

Berufs- und Weiterbildungszentrum Brugg
«FLEX-Gebäude»
Industriestrasse 19
5201 Brugg

T +41 56 460 24 24
sekretariat@bwzbrugg.ch
www.bwzbrugg.ch

Die MP im Anschlag

Der gut gesicherte Lieferwagen und ein Begleitfahrzeug nähern sich über die Industriestrasse, biegen in die Werdstrasse ein und manövrieren sich sorgfältig vor das Werktor der Firma Werder. Kurze, spannungsvolle Pause. Stille. Nichts geschieht. Die Luft flirrt in der Hitze. Dem Begleitfahrzeug entsteigen zwei Sicherheitsbeamte, die Maschinenpistolen umgeschnallt. Mit gespreizten Beinen beziehen sie Position. Rundumblick. Kopfnicken. Langsam öffnet sich das Werktor. Fast gleichzeitig die Türen des Lieferwagens. Zwei Männer entsteigen dem Fahrzeug. Sie ziehen sich feste Handschuhe über, klappen die Hecktüre hoch und greifen in den Laderaum. Was sie dort treiben, ist nicht zu erkennen. Schliesslich ziehen sie längliche Holzbehälter hervor. Die Körperhaltung lässt ein beträchtliches Gewicht erahnen. Werksmitarbeiter erscheinen, nehmen die Fracht in Empfang und schaffen sie weg, alles unter den wachsamen Augen der bewaffneten Sicherheitsbeamten. Papiere werden unterschrieben. Ein Händedruck, dann besteigen alle wieder ihre Fahrzeuge und entfernen sich. Puah, Glück gehabt; kein Überfall.

Ganz schön wertvoll
Leicht amüsiert deutet Werder-Mitarbeiter Bernhard Erne an, wie es vor langen Jahren bei der Anlieferung der Silberstangen zuging. «Tempi passati. Heute kommen die Stangen mit einem ganz gewöhnlichen Camion ohne Polizeischutz zu uns. Aber damals, tja, das war beinahe wie im Krimi.»

Die scharfen Sicherheitsmassnahmen haben nichts Lächerliches an sich. Alljährlich bezieht die Firma Werder rund 500 Kilogramm Silber! Eine Menge, die jederzeit kriminelle Energie freisetzen könnte. So auf die Schnelle eine halbe Tonne Silber abholen – wäre doch ganz nett … Der Kurs des Edelmetalls ist zwar volatil, aber bei einem Preis von gegenwärtig rund 550 Franken pro Kilo kommt man auf eine hübsche Summe.

Die Silberstangen warten auf ihre Verarbeitung

Edelmetall mit mattem Glanz: Silber in seiner reinsten Form

Bernhard Erne, Leiter Produktionsplanung bei Werder Feinwerktechnik AG
Werkstück aus Silber – fertig montiert – für Präzisionsmessgerät
Werkstück aus Silber in seinen Einzelteilen

Herkunft unbekannt
Bevor das Silber in der Firma Werder eintrifft, hat es einen langen Weg hinter sich. «Die Herkunft kennen wir nicht. Vielleicht aus Mexiko, Peru, Australien, Russland, Chile? Dort wird es zu Barren gegossen.» Aus dem fernen Ausland erreichen die Silberbarren die weiterverarbeitenden Produktionsstätten in Europa. Ernes Aussprache wird eine Nuance schärfer: «Hier setzt der für uns fundamental wichtige Prozess ein. Nach einer genau vorgegebenen Rezeptur entstehen Stangen und Leisten mit den geforderten Eigenschaften. Geringste Abweichungen beeinträchtigen das Endprodukt.»

Erne steht aber nicht in direktem Kontakt mit den Produzenten des veredelten Silbers. Das geschieht über Zwischenhändler. «Wir wissen, dass wir gegenwärtig aus Deutschland und Frankreich beliefert werden. Für uns spielt das keine Rolle. Die Qualität muss stimmen. Und sie muss konstant sein. Kleinste Materialveränderungen haben schwerwiegende Folgen.» Die Bestellung erfolgt in der Regel mit einem Vorlauf von drei Monaten. Denn jede Hast könnte negative Auswirkungen haben, sowohl auf die Qualität als auch auf die Lieferung.

Werder stellt aus Silber Bestandteile für hochpräzise Laborgeräte mit engstmöglichen Toleranzen her. Die Geräte nutzen die überragende elektrische und thermische Leitfähigkeit des Edelmetalls, die kein anderes Element erreicht.

Ein Werkstoff, mehr nicht
Bernhard Erne ist zwar Mechanikermeister, trägt bei Werder aber seit über 20 Jahren die Verantwortung für den ganzen Materialeinkauf. «Silber ist das teuerste Material, das wir verarbeiten. Trotzdem ist es für uns nicht in erster Linie ein wertvolles Edelmetall, sondern ein Werkstoff.»

A propos «Werkstoff» Silber: Bei Werder sind es alljährlich 500 Kilos. Atelierchef Werner Schlattinger von «Meister Silber AG» in Zürich, dem schweizweit bedeutendsten Produzenten von Silberbechern, -schalen und -pokalen, schätzt die dort verbrauchte Menge auf jährlich 100 Kilo. Auf die Frage, wie viel es in der Bijouterieabteilung der Firma etwa sein dürfte, hat er zwar keine Zahl, aber ein mitleidiges Lächeln: «Viiiiel weniger!»

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Die 70 Mitarbeitenden der Firma Werder Feinwerktechnik produzieren anspruchsvolle Werkstücke aus Aluminium, Stahl, Titan, Silber, Messing, Bronze, Neusilber, Magnesium und aus Kunststoff in höchster Präzision und mit unterschiedlichen Veredelungstechniken. Von Kleinauflagen bis zu Serien von 100’000 Stück.

Kontakt
Samuel Werder AG

Werdstrasse 2
5106 Veltheim

T +41 56 463 66 00
info@werder-ag.ch
www.samuelwerder.ch

Hilfe, die Stütze ist morsch!

Da liegen sie nun im Gras, die alten Holzstangen, hingestreckt wie tote Leiber. Tatsächlich sind sie morsch, lassen sich stellenweise mit blosser Hand zerreissen. Im Kern ist das Holz zerfallen; es bröselt, beinahe zu Erde geworden, auf den Boden. «Erde zu Erde, Staub zu Staub.» Diese Stangen müssten für Standsicherheit sorgen, doch das ist nur noch in reduziertem Mass gewährt.

Manuel Hofstötter, Baustellenleiter von AEW Energie AG, fotografiert die alten Stangen und hält so ihren traurigen Zustand fest. «Bei der routinemässigen Kontrolle haben wir die Schäden festgestellt. Zwischen Seengen und Sarmenstorf sind 19 Stangen der 16-Kilovolt-Leitung betroffen. Da mussten wir handeln.» Eine einzelne geschwächte Stange stellt kein gröberes Problem dar. Wenn es aber gleich so viele sind – da hört der Spass auf. Erst recht, wenn es sich um Stützstangen handelt. Dort, wo der Leitungsverlauf die Richtung ändert, stützen sie die normalen Tragstangen schräg ab. Aber morsches Holz fängt auftretende Kräfte nicht mehr auf.

Ein altersschwacher Mast steht bereits neben «seinem» Loch; der neue Mast liegt bereit
Der herausgezogene Leitungsmast ist mit Seilen gesichert

Am Morgen um 9 Uhr sind mehrere Teams an der Arbeit

Besonders heikel: Die Leitungsführung macht hier einen Richtungswechsel; der Mast benötigt eine Stütze

Die Leitungsseile sind gesichert
Bruno Achermann bereitet die Stützmasten zur Montage vor
Bruno Achermann bohrt Löcher vor für die Halteschrauben
Die alten Stützmasten bieten einen traurigen Anblick
Junges Grün spriesst aus dem halb verrotteten Mast

Auch die alte Mastspitze ist nur noch eine Ruine

Die Deckspäne sind weg; im Innern das fast gänzlich verrottete Holz

Nicht so einfach
Ein paar Stangen ersetzen – das hört sich einfach an. Die Aufgabe ist jedoch aus mehreren Gründen komplex. Erstens brauchen die angeschlossenen Gemeinden permanent Strom; Notstromgruppen müssen während den Arbeiten an der Leitung überbrücken. Zweitens verfügt die AEW weder über genügend Leitungsmonteure noch über genügend ausgerüstete Fahrzeuge, um die Arbeiten innert nützlicher Frist zu bewältigen.

In solchen Situationen springt die Firma Lebag, Leitungs- und Elektrobau AG, Lenzburg, ein. Am Morgen um 9 Uhr sind ihre Spezialisten an einem der neuralgischen Punkte. Zwei verbrauchte Stützstangen liegen bereits am Boden. Die zwei Tragstangen sind mit starken Seilzügen gesichert. Bruno Achermann als Gruppenchef bearbeitet die neuen Stangen. Er haut Vertiefungen ins Holz, bohrt Löcher. Alles, was schon vorbereitet ist, erleichtert die Arbeit, wenn die Stangen erst mal stehen. Dort oben, im Gewirr der Leitungsseile und an einem Sicherungsband hängend, ist die Bewegungsfreiheit massiv eingeschränkt.

Subtil und brachial
Bruno hat sich die Steigeisen an- und den Werkzeuggurt umgeschnallt. So ausgerüstet besteigt er die Tragstange, als sei es ein Sonntagsspaziergang. Im Leitungsgewirr macht er sich bereit, die Stützstangenspitzen anzunehmen. Jetzt ist Fingerspitzengefühl gefragt. Armandino bedient den mobilen Kran. Sachte hebt er die neuen Stangen hoch. Einem Zeigefinger gleich bewegen sie sich auf Bruno zu. Jogi, der Dritte im Team, überwacht den Vorgang vom Boden aus; Bruno dirigiert von oben. Es gelingt. Bruno legt eine provisorische Fixierung an. Jetzt braucht es kräftige Arme für die Sicherung am Betonsockel. Zum Glück ist Manuel Hofstötter aufgetaucht. Er überwacht die Fortschritte jedes einzelnen Teams und springt ein, wenn irgendwo Not am Mann ist. Zusammen mit Jogi stemmt er die Stützstangen in Position. Das Spannset verhindert ein Abrutschen der Stangen.

Neue Probleme. Der Zahn der Zeit hat offenbar die Position des Betonsockels um einige Grad verändert. Die Stützstange lässt sich nicht fugenlos einpassen. Jogi mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung weiss die Lösung. Er schiebt handgrosse Metallplatten ein. So funktionierts. Bruno setzt oben bereits die Isolatoren ein. Jetzt noch die wohl 40 Zentimeter langen Schrauben, die das Ganze zusammenhalten.

Jogi hängt den neuen Stützmast an; Armandino bedient den Kran
Bruno Achermann besteigt den Holzmast
Bruno Achermann nimmt das Stützmast-Paar in Empfang

Kein einfaches Unterfangen, die Stützmasten durch das Kabelgewirr zu manövrieren

Bruno Achermann fixiert die Stützmasten provisorisch mit einem Spannset

Kein einfaches Arbeiten in dieser Höhe!

Bruno Achermann verschraubt die Trag- mit den Stützstangen

AEW-Baustellenleiter Manuel Hofstötter
Mit vereinten Kräften bringen Jogi und Manuel Hofstötter die Stützmasten einigermassen in Position
Eine erste Fixierung verhindert das Abrutschen der Stangen

Das Anbringen des Sockelbands ist ein richtiger Kraftakt

Mehrere Teams sind an der Arbeit; nur so lässt sich das Vorhaben an einem einzigen Tag bewältigen

Grobes Handwerk, gepaart mit zentimetergenauer Feinarbeit. Bei 25 Grad im Schatten und direkter Sonneneinstrahlung. Der Schweiss perlt. Bis am Abend muss alles fertig sein. Dann werden die Notstromgruppen ausgeschaltet, und die Leitung muss ihren Dienst wieder tun. Andernfalls senkt sich Dunkelheit auf die Dörfer, und der Fussballmatch und der Feierabendkrimi bleiben aussen vor. – Sieben Dreierteams, alle geben Gas.

Anderntags meldet sich Manuel Hofstötter: «Alles paletti. Wir sind rechtzeitig fertig geworden.»

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Die hier erwähnten Lebag-Leute stehen stellvertretend für jeden einzelnen Mitarbeiter der Freileitungs- und Elektrobaufirma Lebag AG. Sie zeichnen sich durch hohe Fachkenntnisse, Erfahrung, Zuverlässigkeit und Entschlusskraft aus. Für kurz- bis langfristige Montageinsätze bietet die Lebag einen Personalverleih an.

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«Güsel schmerzt bis ins Mark»

Die Trainkeeperin Denise Kohler muss nicht lange überlegen. «Am schlimmsten? – Am schlimmsten war es eindeutig beim Open Air Wohlen. Sie können sich nicht vorstellen, wie unsere Bahnwagen aussahen. Überall lag Güsel herum, dazu Erbrochenes, ausgeleertes Bier. Schlimm. Alles war klebrig, matschig, und zu allem Elend hatte es noch geregnet. Nein, ich sage Ihnen … So was schmerzt bis ins Mark!» Sie erzählt lebhaft und anschaulich. «Ich arbeite seit 17 Jahren im Reinigungsdienst der BDWM, zwölf davon als Leiterin Reinigung. Ich liebe meine Arbeit. Es macht mir Freude, wenn ich alles zum Glänzen bringen kann.»

«Hand aufs Herz, Frau Kohler, wie ist es denn beim Bremgartner Weihnachtsmarkt? Da transportiert die BDWM ganze Heerscharen von Passagieren.» – «Es ist eine ganz andere Klientel. Kann sein, dass etwas mehr Abfall einzusammeln ist. Aber damit hat sichs auch schon. Keine Spur von Glühwein-Gesabber. Vielleicht liegt es an der Oh-du-fröhliche-Stimmung.»

«Allerdings ergibt sich im Winter ein anderes Problem. Viele Fahrgäste tragen an den Schuhsohlen trotz Schmutzschleusen Streusalz in die Bahnwagen, und dieses verhält sich recht aggressiv und verwandelt den Bodenbelag buchstäblich in Schleifpapier. Da müssen wir sofort putzen.»

Frühe Tagwache
Morgens vier Uhr. Es ist noch stockdunkel und kühl. Kaum jemand unterwegs. Die Parkplätze beim Bahnhof Bremgarten sind allesamt frei. Die Menschen schlafen noch. Alle? – Nein, Denise Kohler ist längst auf den Beinen. Sie beginnt ihren Dienst üblicherweise um drei Uhr! Tagwache um zwei Uhr. Meistens ist sie vorher wach, denn verschlafen möchte sie auf keinen Fall.

Da steht sie und erwartet mich bei der Remise. Sie ist nicht allein. Zwei Männer sind ebenfalls mit Reinigungsarbeiten beschäftigt. Der eine eher im Aussenbereich; der andere, Christian Hofer, putzt schon seit langen Jahren die Bahnwagen der BDWM. Ich folge ihm durch den ganzen Wagen. Mit einem Sprühmittel und einem Lappen bewaffnet, nimmt er sich die Tischchen vor. Zisch, schwupp, schwupp, fertig. Das nächste. Der Mann hat ein atemraubendes Tempo drauf. Ihm zuzuschauen, macht Angst. Nie und nimmer könnte ich auch nur annähernd mithalten. Ich bleibe mal stehen und halte mich fest. Ehrlich: Ich werde schon müde vom Zuschauen.

Schon steht Hofer mit dem Staubsauger da. Tausend und tausend Mal hat er den Fussboden sauber gemacht. Er weiss, wie jedes Hindernis zu umfahren ist. Ich hole den Fotoapparat aus der Tasche. Zwar sind die Wagenlampen eingeschaltet, aber der Mann bewegt sich zu schnell, das Licht ist zu schummrig; die Bilder werden völlig unscharf. «Herr Hofer, bitte schauen sie schnell in die Kamera.» Er mag diese Art Störungen nicht sonderlich. Denise Kohler bittet ihn eindringlich, sich einen Moment dem Unvermeidlichen zu stellen. Zack, Pose – und schon gehts weiter. Die Zeit drängt. Längst ist er ein paar Abteile weiter vorn, und schon entschwindet er im nächsten Wagen. Wie Lucky Luke im Filmabspann. Zwölf Zugskompositionen sind zu reinigen. Da wird nicht getrödelt!

Christian Hofer, putzt schon seit langen Jahren die Bahnwagen der BDWM
Die BDWM gilt als das sauberste öffentliche Verkehrsmittel des Aargaus

Staubsaugen geht wie der Blitz. Schon entschwindet Christian Hofer aus dem Blickfeld

Denise Kohler, Leiterin Reinigung bei der BDWM

In wenigen Minuten verlässt der erste Morgenzug – blitzblank gereinigt – den Bahnhof Bremgarten

«Zugaben»
Um fünf Uhr startet der Fahrbetrieb. Bereits um acht Uhr kehren einzelne Züge ins Depot zurück. Nun darf es das Reinigungsteam etwas gemächlicher angehen. Aber auch kompletter: Tischchen reinigen, Abfalleimer leeren, staubsaugen, den Boden aufnehmen – wie schon in den frühen Morgenstunden. «Jetzt saugen wir zusätzlich noch die Sitze, waschen die Rückenlehnen und die Zwischenwände und putzen die Fenster. Zum Glück sind wir so gut wie nie mit Vandalenakten konfrontiert. Eine Sprayerei an einer Haltestelle ist das Einzige, woran ich mich erinnern kann.»

«Das ist ja ein gerütteltes Mass an Arbeit.» – «Es ist noch längst nicht alles. Wir reinigen die Büros, die öffentlichen Anlagen auf den Stationen und die WCs. Am Nachmittag fahren wir mit und leeren die Abfalleimer in den Haltestellen. Den ganzen Abfall trennen wir in Pet, Alu, Glas und Papier.»

Die Gedanken wieder bei den Zügen, ergänzt sie: «Von Zeit zu Zeit nehmen wir uns die Hutablagen vor, und wir reinigen die Böden unter den Sitzen.»

Anerkennung
«Frau Kohler, hören Sie auch mal ein anerkennendes Wort?» – «Ja, einzelne Fahrgäste nicken uns freundlich zu. Andere bedanken sich sogar. Natürlich freuen wir uns auch über ein Dankeschön unserer Vorgesetzten.

Der Kaffee ist getrunken. Draussen ist es noch immer dunkel. Denise Kohler ziehts nun auch zu den Zügen. Ein Handschlag, ein freundlicher Gruss. Ich fahre nach Hause und gönne mir hemmungslos noch eine Mütze Schlaf.

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Die BDWM gilt als das sauberste öffentliche Verkehrsmittel des Aargaus. Ihre Zugskompositionen sind seit 2009 im Fahrbetrieb, und sie sehen aus wie neu.

Die BDWM unterhält einen regelmässigen Fahrdienst von Bremgarten nach Dietikon und nach Wohlen mit Anschluss an die Buslinie Wohlen-Meisterschwanden. Sie bietet aber auch Genuss- und Nostalgiefahrten auf ihrem Streckennetz an. Egal wann und wie und wo – die Züge der BDWM sind blitzsauber. Denise Kohler und ihrem Team sei Dank!

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Rebellische Menschen sind bunt

So, Herr Fischer, ich beginne einen Satz, und Sie vervollständigen ihn. Sieben Inputs, sieben Statements. Einverstanden? Rolf Fischer, renommierter Innenarchitekt mit jahrzehntelanger Erfahrung, lächelt: «Meinetwegen. Versuchen wirs!»

  • Mit wenig Kapital … lässt sich viel machen, wenn man die Mittel schwerpunktmässig einsetzt.
  • Bilder … haben eine extrem grosse Bedeutung; sie wecken Emotionen.
    Accessoires sind … nicht meine Aufgabe.
  • Einen Relaxsessel … braucht es nicht; entspannen kann man überall.
  • Schwarz und Weiss … fordert heraus, hat etwas Aggressives an sich.
  • Der Fussboden … ist allein schon wegen der grossen Fläche sehr wichtig. Er soll angenehm sein, denn da findet Berührung statt. Wenn möglich mit natürlichen Materialien.
  • Der Lichteinfall … steht in engem Zusammenhang mit den Lebensgewohnheiten. Hell: Aktivität; gedämpft: Rückzugsorte.

Zu Ihnen, Herr Fischer, für welche Art von Aufträgen fühlen Sie sich kompetent?
Die Innenarchitektur ist meine Leidenschaft. Ich mache alles, vom Kinderzimmer bis zum Grossraumbüro, vom Ausstellungsraum bis zur Kirche. Und vom Boden bis zur Decke.

Wie gehen Sie in ein Gespräch mit Kunden?
Ich suche den Kontakt zu ihnen über ein leichtes Gespräch, eine Plauderei. Es ist wichtig, dass wir gegenseitig Vertrauen aufbauen. Das geht nur über das Kennenlernen. Die Sachfragen sind nachgeschaltet: Warum kommen sie zu mir? Fühlen sie sich unwohl in ihren vier Wänden? Warum wollen sie unbedingt ein neues Sofa? Was stimmt nicht? Idealerweise laden sie mich zu einer Heimberatung ein. So kann ich mir ein Bild vom Wohnstil machen. Ich formuliere grundsätzliche Überlegungen und werde dann konkret. Ich beschreibe ihnen, welche Sofas ich mir vorstellen könnte, zeige ihnen Bilder. Aber dabei lasse ich es nicht bewenden.

Sondern?
Ich habe ein Visualisierungsprogramm aufgebaut. Damit mache ich die Vorstellungen der Kunden sichtbar. Sie sehen ihr Wohnzimmer mit den neuen Möbeln. Alles lässt sich beliebig ergänzen, umstellen und von allen Seiten betrachten. Das gemeinsame Nachdenken in der Wohnung der Kunden führt zu Bindungen. Mehr als einmal wurden so aus Kunden Freunde.

Eine wichtige Komponente ist bestimmt das Budget.
Selbstverständlich. Ich spreche das immer sehr früh an. Ich bitte die Kunden um ein Kostendach. Die Beratung wird so sehr viel substanzieller. Ich vergleiche das gern mit einem Besuch im Restaurant. Wenn der Kunde einen kleinen Salatteller bestellt, käme es mir nicht in den Sinn, einen Viergänger zu ordern. Er bevorzugt etwas Leichtes, und dem schliesse ich mich an.

Stichwort Farben
Gelassene Menschen neigen mehrheitlich zu ruhigen, gedämpften Farben. Sie setzen mit einem Accessoire bewusst Farbtupfer. Mutige oder rebellische Menschen haben eher einen Hang zur Buntheit. Interessanterweise setzen gerade die ruhigeren Menschen bei der Wahl ihres Hotelzimmers gern auf crazy rooms. Da zeigt sich ihre andere Seite.

Die Anordnung der Möbelstücke …
… will gut überlegt sein. Welche Bedeutung hat das Kochen oder das Baden? Wo möchten Sie in der Stube Ihre Gäste platzieren? Wie sieht ein klassischer Tagesablauf bei Ihnen aus?

Abgesehen von der Individualität Ihrer Kunden – was sind die Trends?
Ich habe schon mehrere Trends erlebt. Eine Zeitlang kam nichts anderes als ein Spannteppich in Frage, unterdessen stehen die Leute mehr auf Parkett. Früher hatte das Badezimmer ausschliesslich eine funktionale Bedeutung. Heute ist es eine Wohlfühloase.

Zum Schluss noch ein sensibles Thema. Bekanntlich sind Lebenspartner nicht immer gleicher Meinung…
Ja, als Einrichter sind wir immer auch Mediatoren.

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Immer mehr Menschen wünschen sich eine Heimberatung von kompetenter Seite. Remo Kindler vom Möbelhaus Kindler in Schinznach-Dorf macht dabei identische Erfahrungen wie sie Rolf Fischer oben anspricht. «Vertrauen ist alles. Und Einfühlungsvermögen.» Nebst der Heimberatung bietet Kindler eine permanente Möbelausstellungen, wo immer auch Neuheiten zu sehen sind. Hingehen, vergleichen, ausprobieren.

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Borkenkäfer schmatzen leiser

Wieder einmal muss sich der Borkenkäfer ärgern. Man will ihm das Schlaraffenland sozusagen unter dem Allerwertesten wegsägen! Ist das die viel gepriesene feine Art der Menschheit, insbesondere der holzverarbeitenden Betriebe? «Das Interesse an Schweizer Holz steigt», stand in der Presse. Ja super! Der Borki-Sippe konnte man niemals ein nachlassendes Interesse an Schweizer Holz vorwerfen, ganz im Gegenteil. Wie sollte sie sich jetzt ihren Wettbewerbsvorteil sichern?

Viele Jahre lang, mindestens seit dem Jahrhundertsturm «Lothar», vernahm man Klagen über die schwierige Situation im Schweizer Holzhandel. Kein Interesse. Kein Absatzmarkt. Die Frankenstärke verschärfte die Situation zusätzlich. Bedeutet das rote Zahlen oder gar das Aus für Forstbetriebe, Sägereien, das ganze Holzgewerbe? Schweizer Holz nur noch als Heizstoff? Borki rieb sich die Hände: «Lasst die Bäume doch stehen. Mir fällt da schon etwas ein!»

Emotionen
Der ideelle Wert von Schweizer Holz blieb bestehen. Die Firma Theo Wernli AG, Holzbau, Fensterbau, Schreinerei, hat das erfahren. Ein nach Nordamerika ausgewanderter Schinznacher bestellte ein vorgefertigtes Holzhaus. Bedingung: Das Holz musste unbedingt aus der engeren Umgebung seiner Heimat stammen, am liebsten aus dem Schenkenbergertal. Die Holzbaufirma baute in den eigenen Werkstätten die einzelnen Elemente des gewünschten Einfamilienhauses – mit Holz aus den Gislifluh-Wäldern. In Container verpackt, reisten die Teile zuerst nach Basel, mit dem Schiff nach Amerika und dann mit Bahn und Lastwagen nach Lake Placid. Dort richteten die Wernli-Mitarbeiter innert kürzester Zeit das Haus auf dem vorbereiteten Fundament auf. Es war DIE Attraktion jener Tourismus-Destination. Als Folge davon konnte Wernli noch mehrere weitere Einfamilienhäuser in die USA liefern.

Allerdings bildet allein der ideelle Wert des Schweizer Holzes keine genügende Grundlage für den Fortbestand der Holzbranche. Und doch, auf einmal schreiben die Verbände von einem boomenden Holzbau. «Die Sägewerke sind gut ausgelastet und voll aufnahmefähig.» Bei Lignum/Holzwirtschaft Schweiz tönt es noch optimistischer: «Der Holzbau wächst extrem.» – Was steht dahinter?

Ungeahntes ist möglich
Bis vor einigen Jahren wagte sich niemand an mehrstöckige Holzbauten. Heute sind Holz-Gebäude mit bis zu zehn Stockwerken problemlos realisierbar. Die Fortschritte in der Statik und den Isolationswerten machens möglich. Das Interesse der Bauherrschaft und der Architekten ist geweckt.

Ein Liftschacht aus Holz? Früher ein absolutes No-Go. Im Brandfall bildet der Liftschacht eine der Evakuationsschleusen. Die Brandschutzvorschriften verbannten den Werkstoff Holz aus solch sensiblen Zonen. Verbesserte Produktionsmethoden ergeben hochwirksame Hitzeschilder! Liftschächte aus Holz? – Ja gern!

Gezieltes Marketing zeigt weitere wichtige Argumente für den Holzbau auf: Bestechende Wärmedämmwerte, die Langlebigkeit, die ökologische Bauweise, das angenehme Wohnambiente und die Ästhetik. Dazu kommt das gestiegene Bewusstsein für Swissness. Schweizer Holz boomt.

Und was den Borki samt Familie mit Cousins und deren Gang betrifft: Grossherzig beruhigen sie den tierliebenden Teil der Menschheit. «So leicht lassen wir uns nicht unterkriegen. Wir haben noch einige Geheimtipps für opulente Gastmähler auf Lager. Hungern muss niemand.»

In der Sägerei ist man für die grosse Nachfrage gerüstet
Hohe Bretterstapel stehen bereit für den Abtransport

Vorgefertigte Elemente für den Holzhausbau in der Werkstatt von Holzbau Wernli in Thalheim

Einige Fakten
In der Schweiz macht der Holzbau aktuell 14% des gesamten Bauvolumens aus. Zum Vergleich: In Österreich sind es gegen 30%!
Rund ein Drittel aller Umbauten werden in der Schweiz aus Holz realisiert.
18% aller neuen Einfamilienhäuser sind in der Schweiz aus Holz, Tendenz steigend. 2011 waren es erst 12,6%. Der entsprechende Wert bei Mehrfamilienhäusern beträgt 6% (vor 10 Jahren 2%). «Der Mehrgeschossbau aus Holz boomt. Seit 2011 sind Mehrfamilienhäuser die grössten Abnehmer von Holz.»

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Holzbau Theo Wernli AG, Thalheim, realisiert individuelle Holzhäuser im Elementbau. Die Erfahrung des Unternehmens umfasst Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Anbauten und Aufbauten. Die Gebäude aus den vorgefertigten Elementen werden innert 1-2 Tagen aufgerichtet.

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Theo Wernli AG

Fenster- und Holzbau
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