Kategorie: __Möbel Kindler

Mir stinkts in meiner Wohnung

«Oft ist es ein diffuses Unbehagen, das einen Kunden zu mir führt. Er kann es nicht festmachen, weiss es nicht zu benennen. Das Innenleben der eigenen Wohnung macht keine Freude mehr, ist emotional abgewetzt.» Reto Eilinger schiebt noch einen Erfahrungswert nach: «80 Prozent der Menschen kennen die eigenen Wohnbedürfnisse nicht! Sie betreten ziellos ein Möbelhaus, sehen sich um, tätigen einen Zufallskauf oder verlassen das Geschäft unverrichteter Dinge wieder, ernüchtert und ratlos.» Reto Eilinger ist Präsident von interieursuisse (www.interieursuisse.ch), in dem Einrichtungsfachgeschäfte – vor allem kleinere Betriebe – zusammengeschlossen sind.

Als Innendekorateur weiss Eilinger: «Im Laden sitzen und auf den Kunden einreden, das genügt nicht mehr. Das Zauberwort heisst Heimberatung.» In den eigenen vier Wänden fühlen sich die Menschen sicherer. Es gelingt eher, Vertrauen aufzubauen. Die Fragen werden konkreter: Passt dieses Möbelstück in meine Wohnung? Ist es die Farbe der Wände, die mir nicht mehr gefällt? Gibt es Alternativen zum Bodenbelag? Stimmt die Lichtsituation nicht?

Das Gegenüber erkennen
Beim genauen Hinhören erkennt der Berater, was dem Kunden wichtig ist. «Ich sehe die Ecken, wo er sich wohl fühlt.» Manchmal ist es ein einziges Möbelstück, eine Kommode beispielsweise oder ein Sofa. Was sagt es aus über die Menschen, die hier wohnen? Da ist ein Sessel, ein Erbstück vom Grosi, mit lebhaften Erinnerungen verbunden. Der Sessel ist «gesetzt». Er bleibt in der Stube. «Nehmen wir ihn doch als Ausgangspunkt für die weitere Einrichtung!» Ein traditionsbewusster Kunde bevorzugt eine klare stilistische Linie. Ein anderer sucht im Modernen den Gegensatz zum über hundertjährigen Sessel.

Besonders anspruchsvoll ist die Heimberatung bei Patchwork-Familien. Jeder hat seine eigenen Vorlieben. Klaffen die Einrichtungswünsche und die «mitgebrachten» Möbel zu weit auseinander, führt das manchmal zu ernsthaften Problemen.

Alternativen
Die Heimberatung setzt voraus, dass der Berater seinen eigenen Geschmack zurückstellt. Aufgrund seiner Erfahrung und seines Einfühlungsvermögens schlägt er Farben, Formen und Anordnungen im Sinne des Kunden vor. Heimberatung ist etwas Ganzheitliches, vom Vorhang bis zur Esszimmergarnitur, von den Leuchten bis zu den Bildern an den Wänden. «Niemals würde ich etwas schlecht reden. Ich schlage Alternativen vor.»

Stichwort Vertrauen: «Ein Kunde gab mir seinen Wohnungsschlüssel und verreiste für einige Wochen. ‚Richten Sie währenddessen die Wohnung in meinem Sinn ein.’ Wohlgemerkt: Es ging um die Neueinrichtung einer ganzen Wohnung! Der Kunde kannte mich und  hatte die Gewissheit, dass ich in seinem Sinne vorgehen würde. Es gab zwar einige Absprachen, doch die ganze praktische Umsetzung samt dem Farbkonzept überliess er mir. – Wir sind übrigens immer noch befreundet.»

Es muss passen
Die Wohnumgebung hat grossen Einfluss auf die Lebensqualität. Heimberatung ist deshalb kein Luxus. Ein guter Berater kennt den Markt und die Trends. Er begleitet den Kunden auf dem Weg aus dem eingangs erwähnten Unbehagen zu der individuell stimmigen Lösung.

Drei Inputs, drei Überzeugungen
Reto Eilinger beendet angefangene Sätze

  • Am wichtigsten ist es, …
    einen Stil durchzuziehen.
  • Auf keinen Fall …
    überhastet handeln.
  • Mit einem kleinen Budget …
    lässt es sich schön einrichten.

*

Immer mehr Menschen wünschen sich eine Heimberatung von kompetenter Seite. Remo Kindler vom Möbelhaus Kindler in Schinznach-Dorf macht dabei identische Erfahrungen wie sie Reto Eilinger oben anspricht. «Vertrauen ist alles. Und Einfühlungsvermögen.» Nebst der Heimberatung bietet Kindler eine permanente Möbelausstellung, wo immer auch Neuheiten zu sehen sind. Hingehen, vergleichen, ausprobieren.

Remo Kindler, Geschäftsführer Möbelhaus Kindler AG

Kontakt

Möbel Kindler AG
Degerfeldstrasse 7
5107 Schinznach-Dorf

T +41 56 443 26 18
info@moebel-kindler-ag.ch
www.moebel-kindler-ag.ch

Rebellische Menschen sind bunt

So, Herr Fischer, ich beginne einen Satz, und Sie vervollständigen ihn. Sieben Inputs, sieben Statements. Einverstanden? Rolf Fischer, renommierter Innenarchitekt mit jahrzehntelanger Erfahrung, lächelt: «Meinetwegen. Versuchen wirs!»

  • Mit wenig Kapital … lässt sich viel machen, wenn man die Mittel schwerpunktmässig einsetzt.
  • Bilder … haben eine extrem grosse Bedeutung; sie wecken Emotionen.
    Accessoires sind … nicht meine Aufgabe.
  • Einen Relaxsessel … braucht es nicht; entspannen kann man überall.
  • Schwarz und Weiss … fordert heraus, hat etwas Aggressives an sich.
  • Der Fussboden … ist allein schon wegen der grossen Fläche sehr wichtig. Er soll angenehm sein, denn da findet Berührung statt. Wenn möglich mit natürlichen Materialien.
  • Der Lichteinfall … steht in engem Zusammenhang mit den Lebensgewohnheiten. Hell: Aktivität; gedämpft: Rückzugsorte.

Zu Ihnen, Herr Fischer, für welche Art von Aufträgen fühlen Sie sich kompetent?
Die Innenarchitektur ist meine Leidenschaft. Ich mache alles, vom Kinderzimmer bis zum Grossraumbüro, vom Ausstellungsraum bis zur Kirche. Und vom Boden bis zur Decke.

Wie gehen Sie in ein Gespräch mit Kunden?
Ich suche den Kontakt zu ihnen über ein leichtes Gespräch, eine Plauderei. Es ist wichtig, dass wir gegenseitig Vertrauen aufbauen. Das geht nur über das Kennenlernen. Die Sachfragen sind nachgeschaltet: Warum kommen sie zu mir? Fühlen sie sich unwohl in ihren vier Wänden? Warum wollen sie unbedingt ein neues Sofa? Was stimmt nicht? Idealerweise laden sie mich zu einer Heimberatung ein. So kann ich mir ein Bild vom Wohnstil machen. Ich formuliere grundsätzliche Überlegungen und werde dann konkret. Ich beschreibe ihnen, welche Sofas ich mir vorstellen könnte, zeige ihnen Bilder. Aber dabei lasse ich es nicht bewenden.

Sondern?
Ich habe ein Visualisierungsprogramm aufgebaut. Damit mache ich die Vorstellungen der Kunden sichtbar. Sie sehen ihr Wohnzimmer mit den neuen Möbeln. Alles lässt sich beliebig ergänzen, umstellen und von allen Seiten betrachten. Das gemeinsame Nachdenken in der Wohnung der Kunden führt zu Bindungen. Mehr als einmal wurden so aus Kunden Freunde.

Eine wichtige Komponente ist bestimmt das Budget.
Selbstverständlich. Ich spreche das immer sehr früh an. Ich bitte die Kunden um ein Kostendach. Die Beratung wird so sehr viel substanzieller. Ich vergleiche das gern mit einem Besuch im Restaurant. Wenn der Kunde einen kleinen Salatteller bestellt, käme es mir nicht in den Sinn, einen Viergänger zu ordern. Er bevorzugt etwas Leichtes, und dem schliesse ich mich an.

Stichwort Farben
Gelassene Menschen neigen mehrheitlich zu ruhigen, gedämpften Farben. Sie setzen mit einem Accessoire bewusst Farbtupfer. Mutige oder rebellische Menschen haben eher einen Hang zur Buntheit. Interessanterweise setzen gerade die ruhigeren Menschen bei der Wahl ihres Hotelzimmers gern auf crazy rooms. Da zeigt sich ihre andere Seite.

Die Anordnung der Möbelstücke …
… will gut überlegt sein. Welche Bedeutung hat das Kochen oder das Baden? Wo möchten Sie in der Stube Ihre Gäste platzieren? Wie sieht ein klassischer Tagesablauf bei Ihnen aus?

Abgesehen von der Individualität Ihrer Kunden – was sind die Trends?
Ich habe schon mehrere Trends erlebt. Eine Zeitlang kam nichts anderes als ein Spannteppich in Frage, unterdessen stehen die Leute mehr auf Parkett. Früher hatte das Badezimmer ausschliesslich eine funktionale Bedeutung. Heute ist es eine Wohlfühloase.

Zum Schluss noch ein sensibles Thema. Bekanntlich sind Lebenspartner nicht immer gleicher Meinung…
Ja, als Einrichter sind wir immer auch Mediatoren.

*

Immer mehr Menschen wünschen sich eine Heimberatung von kompetenter Seite. Remo Kindler vom Möbelhaus Kindler in Schinznach-Dorf macht dabei identische Erfahrungen wie sie Rolf Fischer oben anspricht. «Vertrauen ist alles. Und Einfühlungsvermögen.» Nebst der Heimberatung bietet Kindler eine permanente Möbelausstellungen, wo immer auch Neuheiten zu sehen sind. Hingehen, vergleichen, ausprobieren.

Kontakt

Möbel Kindler AG
Degerfeldstrasse 7
5107 Schinznach-Dorf

T +41 56 443 26 18
info@moebel-kindler-ag.ch
www.moebel-kindler-ag.ch

«Erst wenn es stimmt, bin ich weg»

«He, Remo, wir haben ein Anliegen. Wir sind leicht überfordert. Wir können uns einfach nicht vorstellen, welches Sofa in unsere Wohnung passt.» Es ist wie beim Coiffeur. Passt diese Frisur zu mir? Oder mache ich mich damit zum Affen? – Manchmal braucht man den Rat des Fachmanns. Mindestens als Empfehlung: Kurzhaar steht Ihnen gut. – Im Möbel-Business ist das nicht anders. «Komm doch bitte mal bei uns vorbei, und schau Dir die Sache vor Ort an.»

Heimberatung – was steht dahinter? Will der Berater seinem Kunden einfach den eigenen Geschmack oder gar den Ladenhüter aufschwatzen?

*

Caroline Stupf aus Thalwil hat in den USA «Interior Design» studiert und sich unter anderem mit Innenarchitektur und Innendekoration befasst. Als sie vor sechs Jahren den Entschluss fasste, ein Geschäft für unabhängige Beratung aufzubauen, betrat sie Neuland. Bislang waren solche Angebote ausnahmslos firmengebunden: Grosse Möbelhäuser boten Heimberatungen an. «Ich habe das ganze Spektrum im Auge. Ich muss nicht eine bestimmte Möbellinie, keinen Accessoire-Stil verkaufen. Ich bin frei und gehe auf meine Kunden ein. Das macht meinen Job spannend.»

Sie lächelt zurückhaltend. «Ich spüre schnell, wen ich vor mir habe und frage selten nach dem Budget.» Die Kunden haben in den meisten Fällen Vorstellungen, die sie konkretisieren wollen. «Im Gespräch zeigt sich, was dem Kunden wichtig ist, und gemeinsam entsteht dann das Konzept.»

Eindrücke verdichten sich
Für ihre Beratung geht Caroline Stupf von den Menschen, den Wohnräumen sowie von schon Vorhandenem aus. Ihre Vorschläge und Ideen illustriert sie mit Bildern aus ihrem umfangreichen Fotoarchiv. «Die Sprache allein genügt nicht. Die Leute sollen sehen, was ich ihnen vorschlage. Gefällt ihnen ein Tisch mit robusten Beinen oder bevorzugen sie eine elegante Ausführung? Wie wirken Holzmöbel auf einem Parkettboden? Fotos machen die Dinge erlebbar.»

In der Regel beansprucht eine solche Erstberatung zwei Stunden. Viele nehmen danach die konkrete Umsetzung selber an die Hand. «Ich traue mir das nicht zu», gestehen andere. Mit ihnen geht Caroline Stupf auf eine geführte Shoppingtour. Dabei beachtet sie den Grundsatz: mit dem wichtigsten Möbelstück beginnen; das ganze Drumherum kommt später. «Die Leute sind dankbar um Tipps und begründete Vorschläge.» Schliesslich hat sie auch Kunden, die ein fertiges Einrichtungskonzept bestellen oder gezielt einzelne Möbelstücke verlangen.

Stichwort Farbigkeit: «Ich empfehle ‚typengerechte’ Lösungen. Eine konsequente Umsetzung des gemeinsam erstellten Farbkonzepts. Dieses baut auf den bestehenden Objekten auf – Bilder, Deko-Artikel, Tapeten und so weiter.»

Stichwort Auswahl der Möbel: «Da empfehle ich neutrale Modelle. Akzente setze ich mit Accessoires wie Kissen, Bilder oder Lampen. Gezielt Eye-Catcher platzieren.»

Die Wohnung als Oase
«Es geht nicht nur um die Ästhetik, sondern auch um praktische Fragen. Ein ungünstig platzierter Sessel macht auf die Länge Verdruss, auch wenn er schön ist. Die Abläufe, die Funktionalität und die Lichtverhältnisse müssen stimmen. Wenn ich auf dem Sofa lesen will, brauche ich eine Leselampe, keinen Tischleuchter.»

Caroline Stupf formuliert Grundsätzliches: «Leute, die Hilfe suchen, sind meist sehr offen. Sie suchen ein Daheim zum Wohlfühlen, eines, das zu ihnen passt. Wohnen als Ausdruck von räumlicher und zeitlicher Oase. Erst wenn es stimmt, bin ich weg.»

*

Remo Kindler denkt über seine Erfahrungen nach. «Jede Beratung ist eine höchst individuelle Angelegenheit, die sich nicht einfach auf Fakten reduzieren lässt. Natürlich spielen messbare Komponenten eine wichtige Rolle: Raumhöhe, Zimmergrösse, Anordnung der Fenster, bereits vorhandene Möbelstücke, Beschaffenheit der Böden und so weiter. Ich erstelle Skizzen, notiere mir die wichtigsten Masse und fotografiere.

Es geht ebenso sehr um weiche Faktoren: Welche Gewohnheiten haben die Menschen? Wie nutzen sie den Raum? Wer auf dem Stubentisch mit Kindern basteln will, braucht ein anderes Modell als jemand, der sich in erster Linie mit Freunden zu festlichen Nachtessen zusammensetzen möchte. Das betrifft den Stil des Mobiliars ebenso wie die passenden Materialien. – Ein Möbelstück betasten, ausprobieren, aus verschiedenen Optiken betrachten, im Raum erleben – genau dazu dient unser Show-Room.

Jedenfalls bin ich den Kunden gegenüber ehrlich. Ich schwatze ihnen keine kostspieligen Möbelstücke auf, wenn ich andere als passender erachte. Es kommt sogar vor, dass ich entschieden von einem teuren Kauf abrate.»

Inneneinrichtung – die vier wichtigsten Punkte

  1. Vom Vorhandenen ausgehen: Gibt es ein Möbelstück, das bereits fix in diesen Raum gehört? Eine Polstergruppe, ein Sessel, ein Fernsehmöbel?
  2. Die Funktionalität beachten: Lassen sich die Schubladen, die Türchen leicht öffnen, oder steht etwas im Weg? Ermöglicht die Anordnung des Mobiliars die freie Bewegung im Raum?
  3. Die Lebensgewohnheiten berücksichtigen: Wo halten sich die Kinder auf? Gibt es Hobbies, die besondere Bedürfnisse an das Mobiliar stellen?
  4. Zurückhaltung im Grossen: Akzente durch Kleines: Die grossen Möbelstücke bilden den dezenten Hintergrund. Bilder, Lampen, Pflanzen und andere Accessoires sind Blickfänger.

Kontakt

Möbel Kindler AG
Degerfeldstrasse 7
5107 Schinznach-Dorf

T +41 56 443 26 18
info@moebel-kindler-ag.ch
www.moebel-kindler-ag.ch

Relaxsessel – vier Mal anders

Die viersprachige eierlegende Wollmilchsau mit Führerschein, tieftauchfähig und höhenerfahren – die gibt es nicht. Jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen. Und doch lassen sich Verhaltensmuster definieren, die auf bestimmte Menschentypen zutreffen. Das Unternehmen «persolog» unterscheidet die vier «Verhaltensdimensionen» dominant, initiativ, stetig und gewissenhaft.

Wie lassen sich diese Erkenntnisse auf den Handel mit Relaxsesseln übertragen? Lassen Sie es uns versuchen, so ziemlich unbedarft, keinesfalls wissenschaftlich fundiert, mit einem kleinen Augenzwinkern.

*

Der «dominante» Dominik Direttissimo betritt die Ausstellungshalle von Möbel Kindler.

Verkäufer: Guten Tag, darf ich Ihnen helfen?
Kunde: Relaxsessel, wo haben Sie die Relaxsessel?
V: Dort hinten. Seien Sie so gut.
K: Ah ja. Welcher ist der Beste?
V: Was ist Ihnen denn wichtig? Wir haben da ganz unterschiedliche Modelle, und da ist es vielleicht …
K: Machen wirs kurz. Ich lege Wert auf Top-Qualität.
V: Wie wäre es mit diesem Modell in gediegenem Schwarz?
K: Nein, bitte nicht schwarz. Das hat doch jeder. Es darf ruhig das Besondere sein. Etwas, das heraussticht.
V: Diesen Burgund-roten Design-Sessel in exklusivem Premium-Leder? Allerdings – ganz billig ist er nicht. Es gibt ihn nur in begrenzter Zahl.
K: Qualität hat ihren Preis. Das ist mir vollkommen bewusst. – Können Sie noch diese Woche liefern?
V: Kein Problem!
K: Perfekt. Ich bezahle den Sessel sofort. So, ich muss. Danke.

*

Die «initiative» Inge Frischauf betritt die Ausstellungshalle von Möbel Kindler.

Verkäufer: Guten Tag, darf ich Ihnen helfen?
Kundin: Ja gern doch. Ich war gestern bei einem Freund zum Nachtessen eingeladen. Ein toller Typ. Inspirierend. Und wie der kochen kann! Gäbe man ihm nie und nimmer. Aber diese Paella – ein Traum! Aaaah! Es war ein toller Abend. Na ja, dort habe ich einen Relaxsessel gesehen. Natürlich habe ich mich hineingesetzt. So was will doch ausprobiert werden.
V: Und jetzt möchten Sie …
K: Ja, natürlich habe ich mich gleich entschlossen, mich nach so was umzusehen.
V: Schauen Sie, ich habe da ein neues Modell. Wollen Sie sich nicht einmal hinsetzen?
K: Oh ja, sehr schön, sehr bequem. Sie erlauben doch. Mmmh … das Länderspiel aus diesem Sessel mitverfolgen, das kann ich mir bestens vorstellen. Wie viele Punkte hat die Schweiz schon? Reicht das bald für das WM-Ticket? Übrigens: Haben Sie selbst auch einen solchen Sessel? Und, äh, wie sieht das preislich aus?
V: Der Preis steht hier auf dem Typenetikett. Moment mal …
K: Hoppla, das ist ja recht viel für ein paar gesellige Stunden. Ein kleiner Rabatt, was meinen Sie? So ein paar Prozent sollten doch gewiss drin liegen. Aber egal, mir macht der Sessel einen sehr guten Eindruck. Wenn ich mich nicht irre, steht im Haus von Roger Federer ein vergleichbares Exemplar. Er sei sehr zufrieden damit, heisst es. Also, die Sache ist geritzt.

*

Die «stetige» Stefanie Tranquillitata betritt die Ausstellungshalle von Möbel Kindler.

Verkäufer: Guten Tag, darf ich Ihnen helfen?
Kundin: Ja gerne. Ich war zwar noch nie bei Ihnen, …
V: Dann heisse ich Sie bei uns herzlich willkommen.
K: Man hat mir Ihr Haus empfohlen. Vor allem die kompetente Beratung.
V: Oh, das freut mich. Was kann ich denn für Sie tun?
K: Ich suche einen neuen Relaxsessel, der mir mein jetziges Modell ersetzt.
V: Haben Sie an ein neues Design gedacht?
K: Nein, nein. Ich war sehr zufrieden mit dem alten Sessel. Ist dasselbe Modell noch immer erhältlich?
V: Welches Modell haben Sie denn?
K: Das Empire-Modell.
V: Da muss ich gerade mal nachschauen. Moment … Ja, wir haben es tatsächlich noch immer im Sortiment. Darf ich Ihnen eine etwas modernere Lederfarbe vorstellen? Wie wäre es mit diesem Farbton?
K: Wunderbar; die Farbe macht auf mich einen natürlichen Eindruck. Natur, Naturprodukte, das Unverfälschte – all das ist mir wichtig. Seit wann ist denn diese Lederfarbe erhältlich?
V: Och, bestimmt schon seit zehn Jahren. Wir machen gute Erfahrungen damit.
K: Wissen Sie was? Ich bespreche das Ganze mit meinem Partner, zeige ihm den Katalog, und dann kommen wir noch mal zusammen vorbei. Darf ich mich in einer Woche wieder bei Ihnen melden?
V: Selbstverständlich. Überlegen Sie sich die Sache in aller Ruhe.

*

Der «gewissenhafte» Gregor Probata betritt die Ausstellungshalle von Möbel Kindler.

Verkäufer: Guten Tag, darf ich Ihnen helfen?
Kunde: Tja, ich habe von Relaxsesseln mit neuen Funktionen gelesen.
V: Ach so, da meinen Sie bestimmt die Massage-Funktionen.
K: Genau. Welche Art von Massagen sind da möglich?
V: Das lässt sich frei wählen. Wollen Sie sich im Schulterbereich oder im Kreuz behandeln lassen? Wir führen auch Modelle, die …
K: Darf ich mal? Oh, wunderbar! Wie funktioniert das? Gibt es ein Handbuch für die korrekte Bedienung der Mechanik?
V: Schauen Sie, hier ist alles detailliert erklärt.
K: Handelt es sich überhaupt um ein Schweizer Produkt?
V: Selbstverständlich. Bitte, da sind die Zertifikate. Es liegen auch Testergebnisse vor.
K: Darf ich die sehen? Ich würde sie gerne zu Hause studieren.
V: Tun Sie das. Da liegen Kopien auf.
K: Ist die Fussstütze stufenlos verstellbar?
V: Hier ist das Bedienungsmodul. Probieren sie es ruhig aus.
K: Geben Sie mir etwas Zeit für die Entscheidung.
V: Gewiss. Wir haben den Sessel vorrätig.
K: Was ich noch fragen wollte: Liefern Sie frei Haus?
V: Das gehört zu unserem Service.

*

Na, sehen Sie sich in einem der Kundengespräche wiedergegeben?

Übrigens: Bei Möbel Kindler gibts eine perfekte Relaxsessel-Beratung, probeliegen und probedrücken inklusive.

Dieser Artikel stützt sich auf das Buch «Das 1×1 der Persönlichkeit» von Lothar J. Seiwert und Friedbert Gay sowie auf die persönliche Beratung von Jacinda Sroka, Meilen.

Kontakt

Möbel Kindler AG
Degerfeldstrasse 7
5107 Schinznach-Dorf

T +41 56 443 26 18
info@moebel-kindler-ag.ch
www.moebel-kindler-ag.ch

Abtauchen

Endlich! Den Feierabendverkehr haben Sie halbwegs heil überstanden, wenn auch mit leicht angegriffenen Nerven. Jetzt steht Ihnen der Sinn nach einer entspannten halben Stunde. Nicht auf der Holzbank, nicht auf dem Taburettli, sondern – aaaah! – auf Ihrem Relaxsessel. Weich, bequem, genau Ihren Vorstellungen entsprechend. Sie lassen sich sinken, körperlich und mental. Abdriften. Den Ärger, den Stress, die Hektik vergessen. Die Spannungen ablegen.

*

Die Firma Leu Polstermöbel in Rothenthurm stellt Relaxsessel her. Geschäftsführer Mathias Lindauer: «Unsere Relaxsessel werden auf Kundenbestellung im gewünschten Bezugsmaterial (ca. 70 Stoffe/70 Leder) und in der richtigen Ergonomie produziert. Die Motoren beziehen wir von einem deutschen Lieferanten. Die Funktionalität, die Qualität, die Lieferzuverlässigkeit stehen vor dem Design – dieses ist bei unseren Relaxsesseln sehr klassisch gehalten.»

Banal und direkt: Was ist das, ein Relaxsessel?
(lacht) Jeder Sessel, in dem sich ein Mensch so richtig wohl fühlt. Eine fachmännisch fundierte Definition existiert nicht. Wenn Sie sich auf irgendeiner Sitzgelegenheit entspannen können, die Zeitung lesen oder sogar ein Schläfchen machen, befinden Sie sich auf Ihrem persönlichen Relaxsessel. So einfach ist das.

Mathias Lindauer, Geschäftsführer bei Leu Polstermöbel
Eine Auswahl von Ledermustern

Eine Auswahl von Stoffmustern

Es gibt moderne, elegante und klassische Designs. – Wohin geht der Trend?
Gegenwärtig stelle ich einen Trend zu feinen, ja filigranen Ausführungen fest. Aktuell sind Relaxsessel aus Leder, kombiniert mit Schwarzstahl. Auf jeden Fall sind Relaxsessel Individualisten; ihr Design lehnt sich in keiner Weise an das übrige Mobiliar an.

Farbe und Material – dazu gibt es gewiss noch mehr zu sagen.
Viele Kunden wählen Leder in einer der klassischen Farben Schwarz, Grau, Beige oder Weiss. Aktuell sind zunehmend Blautöne gefragt. Merkwürdigerweise entscheiden die Kunden bei der Wahl von Stoffen zurückhaltender, «bräver» als beim Leder.

Wo soll der Kunde seinen Relaxsessel platzieren? Wohl kaum mitten in die familiäre Hauptverkehrszone?
Nein, lieber nicht. Wichtig sind zwei Aspekte: Ein Relaxsessel benötigt wegen seiner Verstellbarkeit viel Raum. Und ich empfehle, ihn so auszurichten, dass der Blick auf eine beruhigende Szenerie gerichtet ist, also aufs Cheminee, aufs Aquarium oder hinaus, in die freie Natur.

Relaxsessel kosten einen ziemlichen Batzen. Warum eigentlich?
In erster Linie sind es die Funktionen: Wie anspruchsvoll ist die Technik? Es gibt zum Beispiel Relaxsessel mit einer ganzen Reihe unterschiedlicher Massageabstufungen. Das schlägt auf den Preis. Weiter spielt der Produktionsstandort eine Rolle. Die Qualität und die Leistungen von «swissness» wollen bezahlt sein. Schliesslich fallen die Marke und das Design ins Gewicht, vergleichbar mit dem Mercedesstern.

Worauf muss ich beim Kauf eines Relaxsessels achten?
Auf drei Aspekte: Budget, Probesitzen, Beratung. Verschaffen Sie sich zuerst mal Klarheit über Ihr Budget. Wenn Sie weniger als 2000 Franken ausgeben wollen, müssen Sie sich nicht um Sessel mit Massagefunktionen und Aufstehhilfen kümmern. Jedenfalls sollten Sie sich im Möbelgeschäft viel Zeit nehmen, die einzelnen Produkte im Sitzen und im Liegen zu testen: Augen zu, Muskeln lösen, abhängen, ein Nickerchen simulieren, mit den Funktionen spielen – in welchem Sessel fühlen Sie sich am wohlsten? Sehr wichtig ist schliesslich die Qualität der Beratung. Genau diese geht bei einem günstigen Produkt aus Übersee ab. Sie wollen sich doch informieren über die Leder- oder Stoffpflege, über die Mechanik, über die Verstellbarkeit, über Service-Fragen.

Zusammengefasst: Gibt es «gute» Relaxsessel? Oder ist das eine Frage individueller Vorlieben?
Es ist tatsächlich eine persönliche Wahl. Das betrifft sowohl ästhetische als auch funktionelle Aspekte. Auf gar keinen Fall sollte man seinen Relaxsessel online bestellen. Denn Probeliegen ist unabdingbar.

*

Möbel Kindler in Schinznach-Dorf führt Relaxsessel der Firma Leu Polstermöbel.

Kontakt

Möbel Kindler AG
Degerfeldstrasse 7
5107 Schinznach-Dorf

T +41 56 443 26 18
info@moebel-kindler-ag.ch
www.moebel-kindler-ag.ch

Am Feierabend wird relaxt

Sie erwartet mich an der Lifttüre im dritten Stock. Stéphanie Horst ist Geschäftsführerin des Familienunternehmens Horst Möbel in Steinen. In dritter Generation. Eine ziemlich junge Frau, quirlig, für ein weiblicher CEO unkonventionell gekleidet. In mancherlei Hinsicht das Gegenteil eines Norm-Kunden für Relaxsessel: «Meistens sind es gestandene Männer ab dem 50stem Altersjahr, die sich für einen Relaxsessel interessieren. Frauen bevorzugen das Sofa, auf dem sie sich am Abend ausstrecken. Viele Relaxsessel wirken als Fauteuils schwer und massig, statisch, erratische Blöcke. Sie strahlen damit etwas Männliches aus.» – Liegt da einen Anflug von Heiterkeit in ihrer Mimik?

Horst Möbel sucht neue Wege, schafft neue Realitäten. «Wir treten dieser vorgefassten Haltung mit unserem Design entgegen. Warum sollten Relaxsessel ausschliesslich auf Männer zugeschnitten sein? Wir richten den Fokus auf feinlinige, eher leicht wirkende Modelle.» Tatsächlich findet man im Möbelprogramm der Firma Horst keines dieser kubisch anmutenden Monstren mit halbmetertiefen Sitzkissen und beinahe ebenso massigen Armlehnenpolster. Kein Imponiergehabe, sondern geschmeidige Eleganz.

Stéphanie Horst, Geschäftsführerin Horst-Möbel

Das Gerüst des Relaxsessels: Rückenteil, Sitzteil, Mechanik, Fuss

Eine Armlehne ist montiert, dazu der Schaumstoff in unterschiedlicher Härte und das Vlies an den Polsterkanten

Ein fertiger, mit Stoff bezogener Relaxsessel, in diesem Fall mit Hocker

Ein wunderbar entspannendes Gefühl – es darf gelacht werden!

Frau Horst, gibt es für «Relaxsessel eine genaue Definition?
Ein Relaxsessel ist ein Fauteuil, der bis in die Liegeposition verstellbar ist. Ein solitäres Möbelstück, das nicht zum Sofa oder zur Sitzgruppe passen muss. An Relaxsessel richtet der Kunde erhöhte Design-Ansprüche. Dem wollen wir Rechnung tragen.

Orten Sie bei Relaxsesseln irgendwelche Trends?
Nein. Die klassischen Modelle bewähren sich. Seit Jahren stellen wir keine neuen Einflüsse fest, die Grundsätzliches verändern würden. Selbst die Farben der Stoff- und Lederbezüge sind mehr oder weniger etabliert: schwarz, grau, braun, beige, weiss – mit wenigen Ausnahmen bleibt es dabei.

Wie steht es mit der Produktion? Ist «swissness» der korrekte Oberbegriff?
Ja und nein. Unsere Relaxsessel produzieren wir hier im Haus. Aber 90 Prozent der Einzelteile und des verwendeten Materials beziehen wir aus dem EU-Raum: Metallgestelle, Füsse, Holzgestelle, Leder, Schaumstoffe …

Abgesehen von Design und Farbe – worin unterscheiden sich die einzelnen Relaxsessel?
Es gibt Relaxsessel mit Hocker und solche mit einer Fussstütze. Ein zweiter Unterschied betrifft die Mechanik: manuelle oder elektrische Verstellbarkeit. Im Weiteren sind verschiedene Bedienungssysteme auf dem Markt: mit Druckknöpfen oder mit Fernbedienung. Einige Modelle setzen auf versteckt angebrachte Knöpfe, bei anderen ist die Bedienung aussen an den Armlehnen angebracht. Es gibt Relaxsessel mit Aufstehhilfen und andere mit Verstelloptionen im Nackenbereich.

Welches sind die zwei wichtigsten Punkte, auf die der Kunde achten sollte?
Erstens sollten die Knie in der Liegeposition ungefähr die gleiche Höhe wie das Herz haben. Und zweitens ist darauf zu achten, dass die Armlehnen nicht starr sind; beim Verstellen des Sessels in die Liegelage sollen sie sich nach oben bewegen. Nur so lässt sich bequem ein Buch oder die Zeitung lesen. Starre Armlehnen beeinträchtigen die Funktion des Relaxsessels.

*

Genug der Theorie! Es genügt nicht, einen Relaxsessel zu beschreiben; man muss ihn erleben. Stéphanie Horst setzt und legt sich in einige Relaxsessel-Modelle. Sie lädt mich ein, es ihr gleich zu tun. Ah! Ich möchte gar nicht mehr aufstehen.

*

Übrigens: Die Firma Möbel Kindler in Schinznach-Dorf führt in ihrem Sortiment Relaxsessel von Horst Möbel.

Kontakt

Möbel Kindler AG
Degerfeldstrasse 7
5107 Schinznach-Dorf

T +41 56 443 26 18
info@moebel-kindler-ag.ch
www.moebel-kindler-ag.ch

Ist hart gesund?

Cécile hat Hüftprobleme. Sie braucht eine neue Matratze.

Cécile hat genaue Vorstellungen, wie sie sein soll, die neue Matratze. «Auf einer harten Unterlage kann ich gut schlafen.» Sie will sich heute fachkundig bestätigen lassen. Und selbstverständlich will sie probeliegen. «Also, gehen wir!» Remo Kindler vom Möbelhaus Kindler weist den Weg zur Matratzen-Abteilung.

Auf dem Weg ins Verderben
Was ist, wenn Cécile schlecht beraten würde und eine falsche Matratze kauft? Was passiert dann? – Sie schläft schlecht, logisch. Als Folge davon leidet ihre Gesundheit. Sie wird mürrisch. Verspannungen. Alles tut weh. Die Lebensqualität geht den Bach runter. Die Arztkosten steigen, die Krankenkassenprämien ebenfalls, auch für dich und mich. Der Sozialstaat stösst an seine Grenzen. Nationaler Unfriede, Aufstand, Revolution. Grauenhaft!

Gott sei Dank hat sie sich für ein Beratungsgespräch angemeldet. Remo bittet in die Bico-Abteilung. Cécile setzt sich auf die weiche Unterlage. Das Beratungsgespräch beginnt. Die Welt ist in Ordnung.

*

Die Rede ist vorerst von Federkern-Matratzen, von der Wirkung jeder einzelnen Feder. Entlastung ist ein Thema, auch Luftzirkulation und damit verbunden das Schwitzen. Sechs Deziliter bis zu einem Liter schwitzt man im Durchschnitt pro Nacht. Männer mehr als Frauen, Schwergewichte mehr als feingliedrige Menschen. «Aus hygienischen Gründen sollte man alle zehn bis zwölf Jahre die Matratze wechseln. In diesem Zeitraum fallen grob geschätzt um die 3000 Liter Schweiss an.» Das sind 20 Badewannenfüllungen – uäx!

Weich oder hart – oder doch weich?
Cécile hat sich zuerst auf eine weiche Matratze gelegt. Eine solche empfiehlt sich für Menschen bis zu 80 Kilogramm Körpergewicht, deutlich mehr als Cécile auf die Waage bringt. Danach auf eine härtere Ausführung. «Ja genau so habe ich mir das Liegegefühl vorgestellt. Das entspricht mir.» Remo zuckt die Schultern. «Hm? Das überrascht mich. Du fühlst dich tatsächlich wohl auf dieser härteren Schaumstoff-Unterlage? Ob diese Haltung, diese innere Überzeugung nicht aus einer Zeit stammt, als man harte Schlafunterlagen für gesund hielt?» Cécile blickt auf, geht in sich.

Zurück auf die weiche Matratze. «Normalerweise liege ich auf der Seite.» Cécile zeigts vor. Verharrt in dieser Stellung. Ohne ein Wort zu sprechen. Dreht sich wieder Remo zu: «Die Schmerzen in der Hüfte haben deutlich nachgelassen. Das hätte ich niemals gedacht. Unglaublich. Ich meinte doch zu wissen, was mir entspricht. Und nun das!» Remo spricht die Lage der Wirbelsäule an, die in der Seitenlage möglichst horizontal verlaufen sollte. Ein Bico-Matratze ist ausserdem so aufgebaut, dass die einzelnen Zonen der Gewichtsverteilung des Körpers Rechnung tragen. Nur so ist vollständige Entspannung möglich.

 
 
 

Starke Argumente
Der Preis ist ein Thema. Billig ist sie nicht, die Prestige Select. Doch der Preis hat seinen Hintergrund: Hohes Niveau bezüglich Ausführung, hohe Wertigkeit des Schaums, körpergerechter Aufbau, dazu zehn Jahre Garantie, Gratisentsorgung der alten Matratze – und Swiss Made. Für Cécile ist gerade dieser letzte Punkt einen etwas höheren Preis wert. «Wir wünschen uns nicht, dass unsere Firmen alle ins Ausland abwandern.» Remo nimmt den Faden wieder auf: «Kommt dazu, dass die Bico-Matratzen auf Herz und Nieren – nein: auf Schaumstoff und Federn im Bico Sleep Lab geprüft werden. Ein aufwändiges Testverfahren bringt allfällige Mängel an den Tag, noch bevor ein Modell an den Markt geht.»

Das Beratungsgespräch ist beendet. Fast. «Ich offeriere einen Spezialrabatt.» Kein Zögern: «Du hast mich überzeugt, Remo.»

Die «richtige», genau zu dieser einen Person passende Matratze. Und wenn doch Zweifel aufkommen sollten, ist sie innert sechs Wochen umtauschbar. «Matratze» ist ein Synonym für «Lebensqualität».

Übrigens: Jünger wird auch niemand. Wer wollte da auf ein billiges Massenprodukt setzen!

Noch bis Ende März 2017 läuft im Möbelhaus Kindler, Schinznach-Dorf, die Winteraktion mit Bico-Matratzen: Exklusive Überraschungsprämie aufs ganze Bico-Sortiment. Gratiskissen. Zu jeder Matratze gratis einen Molton. Lieferung und Entsorgung gratis.

Die bei Möbel Kindler meistverkauften Bico-Matratzen:

Gold: «ClimaLuxe», für individuelles Bettklima
Silber: «VitaLuxe», für tägliche Höchstleistung
Bronze: «Finesse», für das perfekte Bettklima

Kontakt

Möbel Kindler AG
Degerfeldstrasse 7
5107 Schinznach-Dorf

T +41 56 443 26 18
info@moebel-kindler-ag.ch
www.moebel-kindler-ag.ch

900 Kilometer Reissverschlüsse

Rund 258 verschiedene Matratzen, jede in drei Härtegraden. Rechne! Das sind 774 unterschiedliche Matratzentypen! Alle im gleichen Haus hergestellt. Dazu die Spezialanfertigungen. Und wer nun meint, 774 sei gar keine so grosse Zahl, der soll doch mal auf 774 zählen. Na?

Markus Läser führt als Bico-Produktionsleiter durch die Hallen. Es tönt so einfach: Am Anfang ist der Matratzen-Kern aus Schaumstoff. Den stecken die Männer in eine Hülle. Eine Maschine verpackt das Ganze vollautomatisch, und gut ist. – Liesse man es bei solcher Banalität bewenden, befände man sich etwa auf dem Niveau von «Der Strom kommt aus dem Stecker und die Milch von der Migros». Stattdessen folgen wir Herr Läser und erleben beim Rundgang die Komplexität des Vorgangs und die verblüffende Fachkompetenz und die Routine der Bico-Mitarbeitenden.

Produktion auf Bestellung
Bunt sieht es aus im Erdgeschoss. Da sind Hunderte von Schaumstoffkernen gestapelt. In unterschiedlichsten Farben und Grössen, einige mit musterähnlichen Aussparungen und regelmässig angeordneten «Löchern», mit Rillen und eingesetzten dämpfenden Federn aus Kunststoff. «Hier haben wir alles auf Lager, vom einfachsten Mono-Kern bis zu aufwändig konzipierten Kernen mit unterschiedlich weichen Schaumstoffen für hohen Liegekomfort und Stützung der Wirbelsäule. Für einen guten Feuchtigkeitsausgleich sorgen die atmungsaktiven und natürlichen Materialien in der Auflage und die speziellen Belüftungskanäle im Kern. Dadurch wird die Flüssigkeit beim Schwitzen in der Nacht abtransportiert.»

Es gibt Stapel mit unterschiedlichen Matratzenkernen. Bei jedem „Los“ handelt es sich um die Bestellungen eines Bico-Händlers. «Wir produzieren die Matratzen nicht auf Vorrat, sondern immer erst auf Bestellung. Dabei garantieren wir eine Lieferfrist von fünf Tagen. Fünf Tage nach dem Eingang der Bestellung ist die fertige Matratze beim Händler.»

Facharbeiterinnen
Ein Stockwerk höher befindet sich die Produktion der Matratzenhüllen. Drei Steppmaschinen bearbeiten die Vliesrollen. 60 verschiedene Stoffe, 17 unterschiedliche Wollauflagen, darunter Schafwolle und Kamelhaar, 20 Steppmuster-Varianten – die drei Anlagen schaffen pro Tag bis zu 1500 Laufmeter! Daraus entstehen die sogenannten «Platten», also die Unter- und die Oberseite der Matratzenhülle.

An zwei Hochleistungsnähmaschinen und höhenverstellbaren Arbeitsflächen sitzen Näherinnen. Viele haben ihre Wurzeln in Portugal, wo sie eine Berufslehre als Näherin absolviert haben. Mit unglaublicher Fertigkeit und Sicherheit vernähen sie die Ränder der Platten und verhindern damit deren Ausfransen. Transportbänder helfen beim Drehen der Platten. Eine Schlusskontrolle: Ist alles im rechten Winkel? Stimmen die Masse?

Jetzt noch die Seitenbahnen, die sogenannten Border. Falten und Vernähen der Ecken. Die Handgriffe einnähen. Und den Reissverschluss. Pro Jahr werden mehr als 900 Kilometer Reissverschlüsse eingenäht! Etwa 1000 Reissverschlüsse pro Tag! – Fertig ist die Hülle, genau auf diese eine Matratze abgestimmt, die ein Händler in der Schweiz  bestellt hat.

Unterschiedlichste Schaumstoffkerne in den BICO-Lagerhallen
Unterschiedlichste Schaumstoffkerne in den BICO-Lagerhallen

Vlies-Abfälle werden zur Wiederverwendung gebündelt

Das gesteppte Vlies wird aufgerollt

Bereits ist das Vlies zu einer Platte zugeschnitten. Eine Spezialmaschine näht die vier Bico-b ein

Stapelweise warten Platten in unterschiedlicher Grösse auf ihre Weiterverarbeitung

Eine Näherin verbindet die Border mit den Platten und setzt die Reissverschlüsse ein

Überblick über die Näherei-Abteilung
Überblick über die Näherei-Abteilung

Zwei Männer sind mit dem Einzug der Matratzen beschäftigt. Auf den blauen Flächen und den orangen Rollen im Vordergrund «wandern» die fertigen Matratzen zuerst zur Verpackung und danach in die Spedition

Kerne und Hüllen in der Produktionshalle

In einer andern Abteilung werden Lattenroste gebaut

Die verpackten Matratzen sind für den Transport bereit

Lastwagen bringen die Matratzen in die ganze Schweiz

Markus Läser, Produktionsleiter BICO

Worte braucht es keine
Letzte Station ist das «Einziehen». Synchron erreichen die bestellten Kerne und die dazugehörenden Hüllen den Arbeitsplatz. Zwei Mitarbeiter sind konzentriert an der Arbeit. Jeder Handgriff tausend Mal gemacht. Worte braucht es keine. Einziehen der Kerne in eine Schutzhülle. Hüllen um die Kerne legen; Reissverschluss schliessen. Qualitäts-Schlusskontrolle. Etikettierung nach Kundenauftrag. Produktionsauftrag mit Strichcode abschliessen.

Die fertigen Matratzen kommen auf ein Transportband. Ohne menschliches Zutun bewegen sie sich durch eine Verpackungsanlage. Mit einem kräftigen Schutzplastik eingepackt, sind sie jetzt versandbereit. Die Tageskapazität pro Tag liegt bei 400 Matratzen. Sechs grosse Lastwagen bringen sie auf definierten Routen zu den Händlern in der ganzen Schweiz.

Hundert Nadeln vernähen in rasendem Tempo das Vlies

Trotzdem!
Nach dem Rundgang noch ein kurzes Zusammensitzen. Da kommt auch Nachdenkliches zur Sprache. «Ja klar spüren wir die Auswirkungen des starken Frankens. Es ist nun mal eine Tatsache, dass wir in der Schweiz andere Lohn- und Gestehungskosten haben als das nahe Ausland. Das Lohnniveau einer Näherin in der Schweiz liegt auf einem anderen Niveau als im Ausland. Mittels innovativen Entwicklungen sowie der Herstellung unserer Produkte mit viel Handarbeit (Swissness) produzieren wir Matratzen, die das Bewusstsein des gesunden Schlafs erhöhen.»

Markus Läser trinkt seinen Kaffee und lächelt: «Viele Kunden erkennen das hohe Qualitätslevel unserer Matratzen. Sie würdigen den erstaunlichen Grad an Handarbeit und die selbstkritische Haltung unseres Unternehmens, die sich im SleepLab manifestiert, wo wir jeden Matratzentyp auf Herz und Nieren prüfen.»

*

Einen Drittel unserer Lebenszeit verbringen wir im Bett. Bei der Matratze zu knausern, wäre wohl etwas vom Dümmsten, was man sich antun könnte.

Noch bis am 4. März 2017 läuft im Möbelhaus Kindler, Schinznach-Dorf, die Winteraktion mit Bico-Matratzen.

Kontakt

Möbel Kindler AG
Degerfeldstrasse 7
5107 Schinznach-Dorf

T +41 56 443 26 18
info@moebel-kindler-ag.ch
www.moebel-kindler-ag.ch

30’000 Mal überrollt!

Suchen Sie die beste Matratze für Ihr Bett? Geben Sie’s auf! Es gibt sie nicht, die beste Matratze. Das Wohlbefinden auf dieser oder jener Matratze ist eine höchst individuelle Angelegenheit. Was für die einen zu weich ist, erscheint andern zu hart. In Amerika schläft man in Boxspring-Betten; in Europa bevorzugen wir das Schlafsystem «Matratze auf Lattenrost», und in Asien rollt man eine mit Baumwolle angefüllte Schlafmatte meist direkt auf dem Boden oder auf Reisstrohmatten aus.

Gewohnheit spielt eine Rolle. Dazu kommt der momentane physische und psychische Zustand des Menschen. Wer Probleme wälzt oder Schmerzen hat, kann auch auf der besten Unterlage nicht gut schlafen. Dann die Bett-Umgebung: Geht das Schlafzimmer auf einen belebten Platz? Liegt im andern Bett ein herzhafter Schnarcher? Ist die Raumtemperatur unerträglich hoch? Tropft ein Wasserhahn? – Schlaf ist eine höchst komplexe Angelegenheit. Mit technischen Messmethoden ist die Schlafqualität selten abschliessend zu fassen.

In der «Folterkammer»
Immerhin gibt es gewisse Ansprüche an Matratzen, Fakten, die beim Kauf eine wichtige Rolle spielen: die Ergonomie, das Bettklima, die Hygiene und die Dauerhaltbarkeit. Der Schweizer Matratzenhersteller Bico – Mitglied der international tätigen Hilding Anders Gruppe – hat an seinem Produktionsstandort Schänis ein europaweit einmaliges Matratzentestcenter, das «SleepLab» eingerichtet. Hier lernen die Matratzen das Fürchten, und zwar nicht zu knapp!

Die Sache mit der Ergonomie lässt sich ja noch ziemlich sanft an. Mit Hilfe eines Dummys und einer Sensormatte lassen sich Druckstellen feststellen und genau quantifizieren. Doch dann wird’s strub. SleepLab-Tester Rocco Cristofaro – eigentlich ein sanfter Mensch – setzt verschiedene «Stempel» in eine «Foltermaschine» ein und bearbeitet damit die wehrlose Matratze. Im Schulterbereich, in der Lordosen-Zone und dort, wo die Hüfte zu liegen kommt. Heftig, gnadenlos, maschinell-kalt.

Dann lässt er einen andern Dummy schwitzen. «Schweiss» tritt aus. Sieben Stunden lang. Und nun, was passiert mit der Flüssigkeit? Wie geht die Matratze damit um? Welchen Einfluss hat das auf die Temperatur? Wie lange dauert die Regenerationszeit der Matratze?

Nur logisch, dass jetzt für den Matratzenüberzug der Reinigungstest an der Reihe ist. Hygiene ist das Thema. Rein in die Trommel, 60° Celsius, so dass es allen Milben an den Kragen geht, und am Schluss 800 Umdrehungen pro Minute. Raus aus der Trommel. Die gesamte Trocknungsphase überwacht ein Sensor.

Zum Schluss die ultimative Überlebensübung. Eine massive Holzwalze, 140 Kilo schwer, rollt unter Druck über die Matratze, hin und her, hin und her, stundenlang, etwa 30’000 Mal. Damit simuliert sie die durchschnittliche Beanspruchung der Matratze innert einer Lebensdauer von zehn Jahren. So, wie hat sie das überstanden? Ist sie völlig verformt, abgenutzt, ausgequetscht? «Prüfung der Dauerhaltbarkeit mittels Bewalzung» heisst das im emotionslosen Fachdeutsch. Keine Spur von Mitgefühl.

Ein Dummy liegt auf der Sensormatte und erzeugt dort Druckstellen
Viel Druck (rot) lastet auf dem Becken und im Schulterbereich

Verschiedene «Stempel» (rot) lassen sich mit unterschiedlicher Kraft in die zu testende Matratze pressen

Unter der Decke «schwitzt» ein Dummy bei 21°C Raumtemperatur und 50% relative Luftfeuchtigkeit

Die Reinigungsstation mit den Trocknungssensoren (oben im Bild)

Eine Holzwalze rollt mit 140 kg Druck über eine Testmatratze

 
 
Kevin Wiesmann, BICO-Mitarbeiter im Aussendienst

Übrigens: Das «SleepLab» als Folterkammer zu bezeichnen, ist eigentlich unzulässig. Ein Bico-Mitarbeiter betont: «Unsere Produkte werden sanft und sorgsam bearbeitet. Schliesslich sind es die von uns selbst hergestellten Matratzen, auf die wir stolz sind.» Dann einigen wir uns doch auf «SPA-Bereich für Matratzen»: Einfühlsame Massagen, gezieltes Kneten, wohltuendes Waschvergnügen!

Ergonomie, Bettklima, Hygiene, Dauerhaltbarkeit – nach dieser Testreihe bleiben keine Fragen offen. Jedes Matratzenmodell lässt sich eindeutig und nachweisbar definieren. Mit Resultaten, die vom unabhängigen AEH (Zentrum für Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene, ein Spinoff der ETH Zürich) geprüft und zertifiziert werden.

Sanft wie ein schnurrendes Kätzchen
Kevin Wiesmann, Bico-Mitarbeiter im Aussendienst, kennt noch weitere Verkaufsargumente: Wie sieht sie aus, und wie fühlt sie sich an? «Praktisch alle Kunden berühren die Matratze. Sie streichen mit der Hand über deren Oberfläche und erleben so, wie fein, wie anschmiegsam sie ihnen erscheint.» Und was die Optik betrifft, so will kaum jemand im eigenen Schlafzimmer ein technisch-nüchternes Produkt, wie man es früher in spartanisch eingerichteten Massenschlägen antraf. In der Kaserne, in der SAC-Hütte, im Zivilschutzraum, im Gefängnis.

Die Entwicklung bewegt sich hin zu Emotionen, zu Bildern. Das fand schon vor Jahrzehnten im «tüüfä gsundä Schlaaf» seinen Ausdruck. Heute sind es übergrosse Bilder von sympathischen Menschen wie du und ich, die sagen: «Ich han en.» – Was? – Eben, ä tüüfä gsundä Schlaaf.

*
Ab dem 2. Februar und bis am 4. März 2017 läuft im Möbelhaus Kindler, Schinznach-Dorf, die Winteraktion mit Bico-Matratzen: Exklusive Überraschungsprämie aufs ganze BICO-Sortiment. Gratiskissen. Zu jeder Matratze gratis einen Molton. Lieferung und Entsorgung gratis.

Kontakt
Möbel Kindler AG

Degerfeldstrasse 7
5107 Schinznach-Dorf

T +41 56 443 26 18
info@moebel-kindler-ag.ch
www.moebel-kindler-ag.ch

Von Mensch zu Mensch

Wie war das doch bei Asterix und Obelix? Ganz Gallien war von den Römern besetzt. Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf leistete den Römern ebenso hartnäckig wie erfolgreich Widerstand. Dank dem Zaubertrank ihres Druiden besitzen die Einwohner übermenschliche Kräfte. Diese nutzen sie äusserst wirkungsvoll, wenn es um die Verteidigung ihrer eigenständigen Existenz geht.

2000 Jahre später. Was den Möbelhandel betrifft, herrschen im Aargau ähnliche Verhältnisse wie damals in Gallien. Man könnte annehmen, der ganze Kanton sei von den Möbelgiganten lückenlos besetzt. Im Ost- und im Westaargau gibt es riesige Möbelhäuser. Die einen haben sich auf preisgünstige Ware spezialisiert. Die andern führen ein enormes Sortiment an Möbelstücken der mittleren und gehobenen Preisklasse. Die Auswahl ist imposant, ebenso die Variantenvielfalt bezüglich Material, Farben und Ausbaugrad.

Aber da ist mitten im Aargau dieses Dorf, abseits der Hauptachsen, in dem sich ein kleines Möbelhaus erfolgreich positioniert hat. Ein Druide lebt dort nicht. Niemand verleiht übermenschliche Kräfte. Zaubertränke? Nichts Derartiges! Aber irgendwas muss doch sein. Ein Kleiner setzt sich im Konkurrenzkampf gegen die ganz Grossen durch. Wie bitte ist das zu begreifen? Welches Geheimnis steht dahinter?

Nur Ware gegen Geld?
Thomas Gröbly, Dozent für Ethik und Nachhaltigkeit an der FHNW, machte sich auf die Suche nach dem Geheimrezept. Er kennt das Möbelhaus Kindler nicht aus eigener Anschauung. Auf Kindlers Website hat er aber den Slogan «Von Mensch zu Mensch» gelesen. Darin sieht Gröbly eine wesentliche Zutat des Zaubertranks: «Kindler tritt als Person auf; er ist nicht einer unter vielen. Bestimmt hat er zu vielen Kunden eine persönliche Beziehung aufgebaut. Er kennt ihre Namen und vielleicht auch ihre familiären und häuslichen Umstände.»

Wer einen Laden betritt, sucht mehr als den Tausch von Ware gegen Geld. Da spielen ganz andere Mechanismen als bei Bestellungen übers Internet. «Wir wollen ein Gegenüber vor uns haben, wenn möglich immer die gleiche Person, die ihren Beruf als Herzensangelegenheit versteht, nicht einfach als Job.»

Gerade bei den Kleinen hat eine gute Beratung einen überragenden Stellenwert. Gröbly vermutet: «Remo Kindler hört genau hin und versteht, was der Kunde wirklich will. Er geht auf dessen Wünsche ein und führt ihn zu jenem Möbelstück, das für ihn das Richtige ist. Es muss nicht das Teuerste sein, sondern das Richtige. Er nimmt den Kunden so an, wie er ist.» Von Mensch zu Mensch.

Kindler als Label
Als zweite Ingredienz verweist Gröbly auf die Qual der Wahl. Er vermutet, dass sich viele Kunden durch das schier unbegrenzte Sortiment der grossen Möbelhäuser überfordert fühlen. Kindler trifft eine Vorselektion. Und diese aus gutem Grund! Er arbeitet mit einigen wenigen Möbelfabriken zusammen, weil er von der Qualität ihrer Arbeit überzeugt ist. Somit bildet Kindler für seinen Kundenstamm gewissermassen ein Label. Kindler bürgt mit seinem Ruf für den ganzen «Warenkorb», also auch für geschmackvolles Design, fachlich fundierte und ehrliche Beratung und den entsprechenden Service. Gröbly weiss: «Bei den Grossen ist das nicht im gleichen Mass möglich.»

Eine individuelle Kulturlandschaft
So wie der Garten, bildet auch die eigene Wohnung eine Kulturlandschaft, in der sich die Menschen wohl fühlen. Mit Möbeln gestalten sie ihre individuelle Innenwelt. Möbel vermitteln Heimatgefühl. Vielleicht erzählen sie sogar eine Geschichte. Wie jene Möbel aus dem Muotathal, die mit 200 Jahre altem Holz ästhetisch aufgewertet sind. Dazu Gröbly: «Eine Geschichte verkaufen, nicht nur ein Produkt.» Und weiter: «In der nüchternen Welt der Digitalisierung suchen wir vermehrt nach Beziehungen. Beziehungen zu Menschen, zu einer Landschaft, zu einem Baum, zu Möbelstücken.»

Beziehungen, Geschichten und Lebensgefühl sind beim lokalen Einkauf zu haben, wo sich ein Gegenüber mit der erforderlichen Sensibilität der Kundschaft annimmt. Von Mensch zu Mensch.

Kontakt
Möbel Kindler AG

Degerfeldstrasse 7
5107 Schinznach-Dorf

T +41 56 443 26 18
info@moebel-kindler-ag.ch
www.moebel-kindler-ag.ch