Alle Artikel von Peter Belart

Die BDWM und die Malediven

Die Pünktlichkeit im Bahnverkehr steht für die Fahrgäste (fast) über allem. Denn eine Verspätung ist in unserer Gesellschaft quasi ein GAU!

Angenommen, Sie fahren jeden Morgen mit der BDWM von Bremgarten nach Dietikon und steigen dort in einen SBB-Zug, der Sie nach Zürich bringt. Eines Tages hätten Sie ein wichtiges Meeting, und ausgerechnet jetzt hat die BDWM Verspätung. Sie verpassen den Anschluss, kommen eine halbe Stunde zu spät ins Büro, der Chef murrt, und vorbei ists mit der guten Laune. Angenommen, Sie haben ihren Ferienflug gebucht, und ausgerechnet jetzt legt eine Stellwerkstörung den Bahnbetrieb lahm. Sie kommen zu spät nach Kloten, und… das Paradies muss warten. Die Malediven bleiben ein Hochglanzbild im Ferienkatalog.

Keine Panik! Die BDWM ist pünktlich. Sie kommen rechtzeitig an Ihren Arbeitsplatz. Sie erreichen Ihren Flieger. Von genau 4000 Zügen, die im Juni 2017 verkehrten, hatten gerade mal 42 eine geringfügige Verspätung, nur rund 1 Prozent.

Sicherheit hat Vorrang
«In Sachen Pünktlichkeit tun wir alles, um in Wohlen und in Dietikon den Anschluss an die SBB-Züge sicherzustellen. Die andern Stationen haben diesbezüglich zweite Priorität.» Urs Marty leitet die Betriebsführung. Er kennt all die kleinen Komponenten, die in ihrer Summe zu Verspätungen führen. Dazu gehören die Stationen mit «Halt auf Verlangen». Der Taktfahrplan weiss nicht, wo jemand einen Halt verlangt und geht deshalb von einem Mittelwert aus. Dazu kommt die unterschiedlich starke, von Tageszeit und Wochentag abhängige Frequenz.

Verspätungen aufzuholen, ist kaum möglich. Zu kurz sind die Distanzen zwischen den einzelnen Stationen, zu strikt die Sicherheitsvorgaben. «Sicherheit first!» Trotzdem: Der Begriff «Verspätung» ist relativ. Bei der BDWM benutzt man ihn ab vier Minuten. Sobald ein solches Ereignis eintritt, erfolgt die automatische Durchsage an den Perrons und im Zug. Zusätzlich geht eine Meldung an den Online-Fahrplan der SBB.

Keine Panik?
Was ist mit grösseren Verspätungen? Kommen solche auch vor? – «Ja, wir hatten erst kürzlich einen gröberen Zwischenfall. Ein Blitzschlag traf das Stellwerk Berikon und legte alles still. Das verursachte Verspätungen von etwa 15 Minuten. Noch massiver wird es, wenn Verkehrsunfälle die Strecke blockieren. Wir setzen dann im betroffenen Abschnitt Busse ein. Allerdings beansprucht das Zeit.» – «Bricht in solchen Fällen bei der Fahrdienstleitung Panik aus?» – «Panik nicht, aber Hektik. Da manche Streckenabschnitte einspurig sind, können die Züge nur an ganz bestimmten Stellen kreuzen. Bei erheblichen Verspätungen stehen die Züge samt Personal am ‚falschen’ Ort. Da gerät so einiges durcheinander. Nun sind Entschlusskraft, Improvisationsgabe und viel Erfahrung gefragt.»

«Herr Marty, was können wir Fahrgäste zu einem pünktlichen Fahrbetrieb beitragen?» – «Vieles. Finger weg vom ‚Halt-auf-Verlangen-Knopf’ es sei denn, Sie steigen wirklich ein oder aus. Dann gibt es Kunden, die anderen Fahrgästen beim Aussteigen im Weg stehen. Oder sie bleiben in der Türe stehen, bis der Kollege auch noch angeschlendert kommt, so dass der Zug nicht abfahren kann. Die Folge ist absehbar.»

Cool bleiben
Marty kontrolliert auf seinem Bildschirm die aktuelle Situation auf dem BDWM-Schienennetz. «Oha, hat da einer 12 Minuten Verspätung? Das muss eine Falschmeldung sein!» Tatsächlich! In wenigen Augenblicken ist alles wieder im Lot. Die neue Software ist noch nicht richtig ausgereift. «Sehen Sie. Ich habs gesagt. In aller Regel klappt die Sache mit der Pünktlichkeit einwandfrei.» – Der Mann ist die Ruhe in Person.

Verspätungen 2017

Januar 30
Februar 16
März 10
April 17
Mai 20
Juni 42
Erstes Halbjahr 135 von ungefähr 24’000 Fahrten

 

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Nachfolge als Charaktersache

Wenn sich der Chef aus der Geschäftsleitung zurückzieht und als «einfacher Mitarbeiter» in der Firma bleibt. Wenn zwei Kaderleute gemeinsam das Steuer der Firma übernehmen. Wenn jener «einfache Mitarbeiter» weiterhin Präsident des Verwaltungsrates bleibt. – Neue Kompetenzen, neue Rollenverteilung. Handlungsbedarf! So geschehen bei Werder Feinwerktechnik in Veltheim.

 

«Es ist nie zu früh.» Das sagt Carla Kaufmann, die sich beruflich und persönlich seit Jahren mit Fragen zur Nachfolge befasst. Gemeint ist die Nachfolgeregelung in Unternehmen. «Es ist nie zu früh, sich ernsthafte Gedanken darüber zu machen.»

Kaufmann beginnt laut zu denken. «Alle Beteiligten übernehmen innerhalb des Unternehmens eine neue Rolle. Dessen müssen sie sich unbedingt bewusst sein und die alten Muster ablegen. Ein anspruchsvoller Prozess!» – «Die Nachfolge regelt man nur ein einziges Mal im Leben. Der oder die Betroffene verfügt über keinerlei Erfahrungen in dieser Sache. Deshalb empfiehlt es sich unbedingt, einen Experten zuzuziehen, der Unnötiges von Unabdingbarem unterscheidet und eine erfolgversprechende Vorgehensweise kennt. Eine Person, zu der man uneingeschränktes Vertrauen hat.»

*

Hans-Georg Hettich ist der in die Nachfolgeregelung einbezogene Coach, Vertrauensmann von Claude Werder. Im Unterschied zum Treuhänder, der rechtliche und finanzielle Fragen klären hilft, fokussiert Hettich auf die menschliche Ebene. Denn jetzt werden die Karten neu gemischt. Die Untergebenen sind nun Vorgesetzte. Sie treffen weit reichende Entscheidungen. Der frühere Chef sitzt oder steht fortan in der Werkhalle, löst sich von manchem Bürokram, kehrt zu seinen beruflichen Wurzeln zurück. Das Steuer haben die Neuen übernommen, wörtlich und symbolträchtig im Rahmen eines Mitarbeiter-Anlasses.

Hettich mag Symbole. Er hat die drei Betroffenen zu langen Aktionstagen eingeladen, die spielerisch-ungewohnt begannen. Am Ende standen die Richtlinien und das «Feintuning» fest. Verbindliche Absprachen. Denn: Was, wenn die Entscheidungskompetenzen nicht festgelegt wären? Was, wenn die Neuen die Marschrichtung des Unternehmens ändern? Was, wenn eines schönen Tages Produktionsstandorte in Niedriglohnländern in Betracht kämen, Stichwort Gewinnmaximierung?

Carla Kaufmann
Hans-Georg Hettich

«Herr Hettich, ganz provokativ: Angenommen, der VR-Präsident bringt in der Rolle des Mechanikers nicht die geforderte Leistung. Er produziert zu viel Ausschuss, hinkt tempomässig weit hinterher. Was dann? Erhält er dann von den neuen Geschäftsführern den blauen Brief?» – «Nein, sicher nicht. In einem solch extremen Fall müsste man sich zusammensetzen und über eine neue Aufgabenzuteilung sprechen.»

«Frau Kaufmann, was halten Sie für elementar in einer neuen Firmenkonstellation?» – «Das Gespräch. Ich würde die Kommunikation zwischen dem bisherigen CEO und seinem Nachfolger institutionalisieren, mindestens in der Übergangszeit. In aller Offenheit soll alles auf den Tisch kommen. Keine Tabus. Letztlich ist es eine Charaktersache, wie die Beteiligten mit der neuen Situation umgehen.»

Genau das setzt Hettich um. «In einigen Wochen werden wir zurückblicken: Was ist seither geschehen? Sind die Zielvorgaben realistisch? Müssen wir über Anpassungen sprechen?» Hettich erwägt ein vierteljährliches Reporting. Dabei kommt den Zahlen und Fakten das gleiche Gewicht zu wie den Emotionen: Wie fühlen wir uns? Wie schwer lastet die Verantwortung? Drängt sich ein Coaching auf? «Ich werde den Prozess während der ganzen Übergangszeit begleiten.»

Allen Beteiligten ist bewusst: Dieser Prozess ist kein einfaches Kippen des Schalters. Schwierig, herausfordernd und deshalb spannend. Aufbruch zu neuen Ufern. – Die Segel setzen! Der Wind ist günstig! Die Neuen haben das Steuer übernommen. Claude Werder gab es ihnen in die Hand – wörtlich!

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Gnadenlose Attacke aufs Gras

Das Finale der UEFA Europa-League. Der FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp trifft auf den Titelverteidiger FC Sevilla. Das äusserst animiert ausgetragene Spiel endet mit einem 1:3-Erfolg für die Spanier. Bravo! Die Fans im Basler «Joggeli» sind begeistert.

Bereits im Oktober des Vorjahres war eine UEFA-Delegation aufgetaucht und hatte den Rasen begutachtet. Für Marc Studach eine Reifeprüfung. Er ist Head Greenkeeper des FC Basel 1893. «Die da kamen, waren Engländer. Ausgerechnet Engländer! Die würden sicher jedes einzelne Gräschen begutachten; ich war auf alles gefasst.» Doch es kam anders. Die Herrschaften wollten eine ausgestochene Rasenprobe sehen. Dabei ging es ihnen um die Länge der Wurzeln. Grosses Aufatmen: «Sie waren zufrieden, sagten, das sei eine super Sache.» Ansporn für Studach und seine Leute! Sie unternahmen alles, um bis zum Finaltag einen tadellosen Rasen hinzubekommen. «Ich würde sagen, wir erreichten 99 von 100 Punkten. Mindestens!»

Ein Schlachtfeld
Und dann betreten 22 Spieler und der schwedische Schiedsrichter das Feld, in der festen Absicht, den Wunderrasen kein bisschen zu schonen, ihn mit ihren stollenbewehrten Schuhen gnadenlos zu bearbeiten, bei brüsken Richtungswechseln oder Stopps Narben aufzureissen, vor dem Tor alles umzupflügen und den Luxusrasen, dieses Resultat monatelanger Arbeit, obendrein zu bespucken und zu beschnudern!

Bei wichtigen Matchs kann Studach kaum hinschauen. Was er mit Herzblut, Können und Erfahrung aufgebaut hat, verwandeln die Herren Fussballprofis in 90 Minuten in ein mittleres Schlachtfeld. «Ich kann nicht hinschauen. Lieber verfolge ich die Spiele am Fernsehen. Da haften die Kameras an den strammen Spielerwadli, am Torjubel von Ronaldo oder generell an den Protagonisten; sie schonen meine verwundete Seele. Und doch sehe ich, wie besonders die kräftigen Spieler meinen Rasen malträtieren – da könnte ich manchmal heulen. Aber was solls – das ist mein tägliches Brot.»

36–20–55–7200
Für das Verlegen eines neuen Rasens steht nur ein ungünstig schmales Zeitfenster offen. «Ideal wäre der Oktober, wenn die Tage schon etwas kühler sind und im Winter Zeit bleibt für einen robusten Wurzelaustrieb. Aber das geht bei uns nicht. Mitten im Spielbetrieb den Rasen austauschen? Wo denken Sie hin!» Es muss also im Hochsommer sein, wenn der Spielbetrieb ruht.

Ein Jahr im Voraus macht sich Studach auf den Weg nach Deutschland und in die Niederlande, denn nur dort findet er die nötige Rasenqualität. Er checkt genau jene Rasensoden ab, die er im Folgejahr in Basel erwartet. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, machen sich 36 Lastwagen(!) mit Rasenrollen auf den Weg, jeder mit etwa 300 m2 Rasenfläche beladen.

Was jetzt folgt, ist eine Generalstabsübung: Den alten Rasen herausschälen, die Unterlage auf fünf Millimeter genau planieren, vorsorglich düngen, die Lastwagen einen nach dem andern entladen, den Rollrasen sofort verlegen, belüften, giessen. Etwa 20 Mann sind zwei Tage lang an der Arbeit, und das bei 50–55° Celsius im Stadionkessel! Danach sehen die 7200 m2 Spielfläche wieder aus «wie gschläcket». Theoretisch wäre der Rasen sofort benutzbar, aber wenn immer möglich, erhält er bei intensiver Pflege noch zwei, drei Wochen Schonzeit. Und die Kosten? «Eine Viertelmillion!»

Der Rasenteppich im «Joggeli»

 

Der Rasenteppich im «Joggeli»

Marc Studach, Head Greenkeeper beim FC Basel
Das Emblem des FC Basel auf Kunstrasen

Perfektion bei Spielbetrieb
Richtig strub wirds, wenn im «Joggeli» während der Sommerpause Konzerte stattfinden. Schwerlastplatten machen das Stadion dann für LKWs befahrbar. Zum Schaden des Rasens, der darunter förmlich erstickt. «Aber solche Events haben wie der Sport Priorität. Wir müssen uns danach richten.» Kurz darauf geht der Spielbetrieb wieder los. «Dann wollen wirs wieder perfekt haben. Auch für die Fernsehkameras kommt nichts anderes als Grün infrage. Braune Flecken im Fünfer – das geht gar nicht!»

Das grösste und schönste
Herr Studach, woher nehmen Sie bei solchen Tatsachen bloss Ihre Motivation? Sie geben sich die grösste Mühe, ideale Zustände zu schaffen, die danach innert kürzester Zeit aufs Gröbste misshandelt werden. – «Ich suche nach immer neuen Methoden, das Wurzelwachstum zu fördern und die Scherfestigkeit zu erhöhen. Das macht mir Freude. Zudem erledige ich mit meinem Team noch zahlreiche andere Arbeiten. Ich bin stolz, im grössten Stadion der Schweiz zu arbeiten.» Mit einem Augenzwinkern: «Und natürlich im schönsten.»

*

Die Firma Gartenbau Wyder AG verlegt auf Wunsch ihrer Kunden ebenfalls Rollrasen. Nicht so aufwändig wie im Basler «Joggeli», auch nicht in vergleichbaren Dimensionen. Aber ebenso professionell.

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Wyder Gartenbau AG

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Hol den Mäher aus dem Stall!

Der Rasen ist angelegt, hat Wurzeln getrieben, bietet dem Auge Weite und Labsal der Seele.

Was jetzt folgt, ist weniger poetisch, sondern sachlich und handgreiflich. Der Rasen verlangt nach Pflege. Das ist nun mal so. Mähen, giessen, düngen, vertikutieren. Nicht nur einmal, sondern regelmässig. Wenn wir jedoch die ganzen Mühen von Fabian Minder geschildert bekommen, Rasenspezialist bei Wyder Gartenbau und zugleich begnadeter Motivator, tja, dann zieht es uns förmlich ins Freie. Also, Mähmaschine raus aus dem Gartenschopf und los gehts.

Nur scharfe Sachen
Ungefähr 15 Mal pro Saison ist ein Rasenschnitt fällig. Im Hochsommer alle zwei Wochen, im Frühling und Herbst etwas häufiger. «Aber bitte mit scharfer Klinge!» , mahnt Minder. Andernfalls zerreisst die Maschine die Gräser, statt sie zu schneiden. Die so zerfaserten Wundstellen begünstigen den Auftritt von Krankheiten und Pilzen. Ein sauberer Schnitt dagegen bewirkt, dass die Schnittstelle in kurzer Zeit heilt und die Gräser weniger in die Höhe, als vielmehr in die Breite wachsen. Der Rasen bietet einen «satten» Anblick. Also, Herr Minder, und wie tief darfs denn sein? «Im Sommer etwa auf 7, im Frühling und Herbst auf 5 Zentimeter hinunter. Tiefer würde ich nicht mähen. Die Gräser sind auf eine gewisse Blattmasse angewiesen.»

Und das ganze Schnittgut? Herr Minder, bitte befreien Sie mich von der Notwendigkeit, das alles einzusammeln. – «Nun übertreiben Sie mal nicht! Die meisten Rasenmäher haben ja so was wie einen Sammelbehälter. Die Nachbehandlung mit dem Rechen ist Ihrem Rasen auf jeden Fall eine Wohltat. Sie beugt der Verfilzung vor und begünstigt den Lufthaushalt. Es ist, als ob Sie sich kämmen würden. Fast ebenso sinnlich.»

Kein verwöhnter Rasen
Jetzt kommt die gute Nachricht: «Giessen Sie Ihren Rasen nur im äussersten Notfall.» Überraschend! Minder findet den unerwarteten Begriff «verwöhnen». Den Rasen nicht verwöhnen. Er braucht nicht permanent die gleiche Menge Feuchtigkeit. Auch braune Stellen sind im Hochsommer nichts Alarmierendes. Das Gras grünt wieder, garantiert!

Das gilt natürlich nicht bei einer Neuaussaat. Auch nicht für Gartenbesitzer, die sich jederzeit an einer sattgrünen Fläche erfreuen wollen. Für sie empfiehlt Minder einen Kreiselregner, der grossflächig und gleichmässig wirkt. Und erst noch selbständig. Denn die Berieselung mit dem Schlauch ist mühsam und ungleichmässig: Hier ist der Boden kaum angefeuchtet, und dort hat man ungewollt einen kleinen Sumpf produziert.

Fabian Minder, Rasenspezialist bei Gartenbau Wyder

Der handbetriebene Spindelmäher garantiert einen sauberen Schnitt
Elektromotormäher sind geräuscharm und erzeugen keine Abgase. Aber Vorsicht mit dem Kabel!
Benzinmotormäher sind laut und erzeugen Abgase. Aber sie sind leistungsfähiger als Elektromäher
Der Rasen soll nicht breit, sondern tief wurzeln

Düngen – eine unabdingbare Pflegemassnahme

Doping gefällig?
Herr Minder, weshalb sollte ich meinen Rasen düngen? Muss ich ihn immer wieder aufpäppeln? Was sind denn das für schlappe Grassorten? – «Mein lieber Mann, Sie entziehen dem Rasen laufend die benötigten Nährstoffe, indem Sie das Schnittgut abführen. Zusätzlich beanspruchen Sie ihn aufs Gröbste mit Ihren Gartenpartys und den herumtobenden Kindern. Da brauchts halt alljährlich zwei, drei Mal einen Vitalitätsschub, einen Kraftriegel sozusagen. Das ist doch nachvollziehbar, oder?» – «Na gut, aber wie wärs, wenn ich alles aufs Mal, die doppelte oder dreifache Menge …» – «Ums Himmels Willen! Sie nehmen die Nahrung doch auch portionenweise auf, sonst wirds ungesund! Wenn Sie zu viel Dünger ausbringen, verpufft die Wirkung, und Sie riskieren, dass der Rasen verbrennt. Nein, beachten Sie die Angaben auf dem Düngersack und streuen Sie die Körner möglichst gleichmässig aus. Noch etwas: Beachten Sie die Randbereiche. Blumenbeete und Gartenteiche mögen keinen Rasendünger.»

Mehr Luft!
Herr Minder, ich habe folgendes gelesen: «Vertikutieren wird im Gartenbau das Anritzen der Grasnarbe einer Rasenfläche genannt. Mit dessen Hilfe sollen Mulch (altes Schnittgut) und Moos entfernt und die Belüftung des Bodens gefördert werden.» Was sagen Sie dazu? – «Gut formuliert! Beim Vertikutieren entfernen wir abgestorbene Pflanzenteile. Wir lockern den Rasen auf und wirken dem Verfilzen entgegen.» Aber? – «Das Vertikutieren hat kaum Einfluss auf die Unkräuter im Rasen. Auch das Moos entfernen wir nur zeitlich begrenzt, vergleichbar einer Symptombekämpfung.»

Ich stelle mir vor, dass der Rasen durch den Vertikutierer massiv verletzt und gestört wird. Herr Minder, wollen Sie ihm das zumuten? – «Grundsätzlich gebe ich Ihnen Recht. Im Ganzen überwiegen aber die positiven Aspekte. Es kann jedoch sinnvoll sein, nach dem Vertikutieren nachzudüngen oder nachzusäen, besonders an stark beanspruchten Stellen.»

Fazit: Was die Rasenpflege betrifft, ist in unseren Breitengraden das Mähen und Düngen am wichtigsten. Giessen und vertikutieren sind nicht zwingend.

Und falls Sie den Aufwand scheuen – Gartenbau Wyder übernimmt das gerne für Sie! Auch im Abonnement. Anruf genügt.

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Pontier und Lenzer

Selbst die mächtigen Habsburger waren in schwierigen Zeiten auf die Dienste des niederen Landadels angewiesen. Und dieser wiederum auf die Untertanen. Ein Zusammenspiel der Kompetenzen und Kräfte.

Wir erfinden vor diesem Hintergrund eine ganz und gar unhistorische Szenerie. Die Protagonisten nennen wir Pontier (von pons = Brücke, Brugg) und Lenzer. Die Lenzer haben ihre Basis in Lenzburg – logisch; die Pontier residieren in Brugg. Insider kennen die Lenzer auch unter deren Decknamen Lebag. Die Pontier dagegen laufen unter dem neulateinischen Überbegriff Brugg Cables. Aber das nur nebenbei.

Die Pontier – unweit der Habsburg domiziliert – sind ziemlich stark. Sie verfügen über hohe Fachkompetenz und pflegen weltweite Beziehungen. Gross ist die Zahl der Personen, die sich tagtäglich in den Dienst der Pontier stellen und so ihren Lebensunterhalt verdienen.

Die Lenzer dagegen sind weniger leicht zu erkennen. Schaffenskraft zeichnet sie aus. Darum tauchen hier immer wieder Boten der Pontier auf mit inhaltsschwerem Pergament. Darin stehen Angebote zur Zusammenarbeit. Die Pontier möchten das Wissen und Können der Lenzer nutzen. Bedeutende Werke sollen entstehen. Unter der Federführung der Pontier und mit der Unterstützung der Lenzer.

*

Hier verlassen wir das Reich der Fantasie und kommen zu den Fakten.

Gefragt ist Top-Qualität
Die Firma Lebag, der Juniorpartner in unserem Gedankenspiel, betätigt sich mit Leitungs- und Kabelbau. Wenn grössere Aufträge oder mehrere Projekte zeitgleich anstehen, kommt es bei den «Pontiern» Brugg Cables zu personellen Engpässen. Da zählt das Unternehmen gern auf die «Human Ressources» von Lebag. Oder sollte der Projektzuschlag etwa daran scheitern, dass zu wenig Kabelmonteure zur Verfügung stehen? Sicher nicht! Brugg Cables sichert sich die Dienste und die Fachkompetenz der Lebag. Die haben Leute. Gute, erfahrene Leute. Nicht die husch-husch Herzitierten aus allen Teilen Europas, die sich zu Dumpingpreisen als Alleskönner ausgeben. Im Energiebereich ist Spitzenqualität gefragt. Wenn bei der Abnahme des Auftrags ein Knall, ein Blitz und ein Räuchlein alles ist, was resultiert, dann muss sich Brugg Cables bei der nächsten Ausschreibung nicht mehr bemühen. Ist doch klar.

Knirschen verboten
So haben beide, Brugg Cables und die Lebag, das grösste Interesse an einer fundierten Ausbildung der Facharbeiter. Sie sind aufeinander angewiesen und sollten für eine erspriessliche Zusammenarbeit ungefähr den gleichen Wissensstand haben und die gleiche Sprache sprechen. Andernfalls sind wir beim Bau eines (habsburgischen?) Wehrturms, dessen Gebälk schon vor der Einweihung verdächtig knirscht.

Eine gründliche Erstausbildung genügt da nicht, denn die Technologie entwickelt sich permanent weiter, auch im Kabelbau. Ein Kabel-Endverschluss ist heute etwas anderes als vor dreissig Jahren. Eine Muffe, die zwei Kabel miteinander verbindet, muss heute ganz anderen Anforderungen gerecht werden als vor einigen Jahrzehnten. Die Erfahrung der Lebag-Leute ist zwar viel wert; sie muss aber immer und immer wieder neu gefüttert werden mit dem aktuellen Stand der Technik.

Gerade in diesem Zubehör – Muffen und Endverschlüsse – liegt eine der Hauptkompetenzen von Brugg Cables. Und in der Weiterentwicklung der unterschiedlichen Systeme. Das entsprechende Wissen gibt die Firma gerne  an die Mitarbeitenden der Subunternehmen weiter. Denn deren Top-Ausbildung liegt im beidseitigen Interesse. Ausserdem verlangt eine Richtlinie, dass sich die «Hochspannungsleute» periodisch zertifizieren lassen. Ohne Zertifikat von Brugg Cables kannst du die Auftragsvergabe vergessen. Das ist wie bei den Fliegern. Die müssen ihren Pilotenschein ebenfalls periodisch erneuern, sonst ist fertig lustig.

Auskunftsperson Doris Haller, Leiterin Kommunikation und Marketing bei Brugg Cables

Aussendienstmitarbeiter Sven Rüdiger
Aufbau eines Polymer-Hochspannungskabels
Freiluft-Endverschlüsse von Hochspannungskabeln
Bild einer Muffe
Kabelkeller im Unterwerk Laufenburg

GIS (Gasisolierte Schaltanlage) im Unterwerk Laufenburg

Lebag-Leute sind Praktiker
Okay, aber jetzt ganz ehrlich: Wie ist das, wenn die erfahrenen Praktiker der Lebag bei Ihnen die Schulbank drücken? Sven Rüdiger differenziert: «Die meisten sehen die Schulung als willkommene Chance, nicht als notweniges Übel. Und doch: Es sind Männer der Tat, die es gewohnt sind, selber anzupacken. Wenn sie sich aber erst mal eingefunden haben, sind sie offen und bereit, den Kurs mit ihrem praktischen Wissen zu bereichern. Grundsätzlich stehen sie allem Neuen unvoreingenommen und interessiert gegenüber.»

Erst kürzlich haben sie wieder eine Weiterbildung bei Brugg Cables absolviert, die Lebag-Leute. Die Aufträge können kommen. Die Lenzer sind gerüstet.

Die Lebag-Männer zeichnen sich durch hohe Fachkenntnisse, Erfahrung, Zuverlässigkeit und Entschlusskraft aus. Für kurz- bis langfristige Montageinsätze bietet die Lebag einen Personalverleih an.

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Der Fahrplan ist ein Versprechen

Du stehst wie jeden Morgen am Bahnhof Bremgarten und wartest auf den Zug, der dich nach Dietikon bringen soll. Der Zug kommt. Pünktlich. Darauf ist Verlass.

Doch dann die Durchsage:
«Geehrte Fahrgäste, leider konnten wir keinen Lokführer finden. Der Kurs muss deshalb ausfallen. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.»
Oder: «Geehrte Fahrgäste, leider befindet sich die für diesen Kurs vorgesehene Zugskomposition in Revision. Der Kurs muss deshalb ausfallen. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.»
Oder: «Geehrte Fahrgäste, leider gibt es eine Fahrleitungsstörung. Der Kurs muss deshalb ausfallen. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.»
Unerhört, nicht wahr? Im Hochland von Peru vielleicht, aber hier in der Schweiz, in Bremgarten, bei der BDWM? Nein, undenkbar! Es soll funktionieren. Immer.

Das Vier-Säulen-Prinzip
Was steht hinter der ganzen Zuverlässigkeit? René Fasel, Leiter Bahnproduktion bei der BDWM, gibt Auskunft. Sein Credo: «Der Fahrplan ist ein Versprechen an die Fahrgäste.» Wenn da steht «Abfahrt Bremgarten 06.29, Ankunft Dietikon 06.56», dann ist das so.

Das Versprechen ruht auf vier Säulen: Verfügbarkeit des Personals – Verfügbarkeit des Rollmaterials – Verfügbarkeit der elektrischen Energie – Top-Zustand der baulichen Infrastruktur.

Menschen first
Zuerst die Menschen, die Mitarbeiter. «Das Geheimnis liegt in der Zufriedenheit des Personals. Kurzfristige Ausfälle, etwa im Krankheitsfall, lassen sich so auffangen. Wir müssen nicht bittibätti machen und schon gar nicht Druck ausüben. Wenn Not am Mann ist, melden sich die Leute. Ein Aushang genügt.» Voraussetzung ist allerdings die polyvalente Ausbildung des Personals. Und das Miteinander-Reden, wie es sich für einen «Familienbetrieb» gehört. «Für meine Planung muss ich wissen, was die Leute vorhaben – Ferien, Weiterbildung, längere Auszeiten, Neuorientierung. So kann ich Unvorhergesehenes auf ein Minimum reduzieren.» Von Zeit zu Zeit steigt Bahn-Fan René Fasel mit grösstem Vergnügen selber in den Führerstand.

S Sebni als Notnagel
«Ja klar müssen unsere Züge regelmässig in die Revision. Manchmal fallen Reparaturen an. Häufig benötigen wir für Extrafahrten zusätzliche Züge. Das alles macht einen Bestand von Reservefahrzeugen zum Muss. Im Extremfall fahren wir in Einzel- statt wie üblich in Doppeltraktion, also nur eine, statt zwei hintereinandergekoppelte Zugskompositionen. Wenns ganz strub wird, kommt unser Nostalgiezug ‚Sebni’ zum Einsatz.» Fasel klopft mit dem Zeigefinger auf sein Pult. «Ich habe das schon zwei Mal erlebt. Es hat funktioniert!»

René Fasel, Leiter Bahnproduktion BDWM
Die grosszügig ausgelegte Remise der BDWM
Martin Stössel an der alten, aber immer noch tauglichen Stellwerkanlage
Die neue, elektronische Stellwerkanlage
«S Sebni» als Notnagel

Eines der modernen Fahrzeuge der BDWM vor der Kulisse der Bremgarter Altstadt

Der Strom strömt
«Den Strom liefern uns AEW und EKZ. Wir beanspruchen elektrische Energie einerseits für die Fahrleitungen, anderseits brauchen wir eine gesicherte Stromversorgung für Stellwerke, Sicherheitselemente, Lichtanlagen und innerbetriebliche Einrichtungen. Technisch wie organisatorisch ist alles geregelt; Pannen sind da nicht vorgesehen. Wenn doch, stehen Batterien und Notfallpläne bereit. Diese sehen zum Beispiel einen eingeschränkten Bahnverkehr vor.» René Fasel erinnert sich: «Einmal brach die Stromversorgung wegen Bauarbeiten zusammen. Gespenstisch! Dunkel und ungewohnt still. Nach kurzer Hektik und unendlich langen 20 Minuten war die Sache wieder im Lot.»

Sie streikt nicht
Schliesslich die bauliche Infrastruktur. Die Warnanlagen, die Signale, die Weichen. Wenn die Weiche streikt, nützen die dienstfertigsten Mitarbeiter und alles Rollmaterial nichts. Aber die Weiche streikt nicht. «Regelmässige Kontrollen und eine sorgfältige Wartung», sagt Fasel, hebt die Schultern und öffnet die Hände als Zeichen der Selbstverständlichkeit. Und doch kommt es – selten zwar – trotz aller Sorgfalt auch mal zu Störungen.

Du kannst also beruhigt sein. Dein Zug fährt. Pünktlich um 06.29 Uhr. Du bist rechtzeitig am Arbeitsplatz. BDWM sei Dank.

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In the Heat of the Day

In einer halben Stunde beginnt mein Schnuppertag bei der Firma Amsler & Frey AG in Schinznach-Dorf. Hoch präzise Einzelteile aus Kunststoff stellt das Unternehmen her. Es geht um Hundertstel. Engste Toleranzen.

Und schon habe ich mich in den schüchternen, unsicheren 15-Jährigen zurückverwandelt. Ich möchte eine gute Falle machen. Allerdings ist ein Hitzetag der ersten Kategorie angesagt. Darf ich mir kurze Hosen erlauben? Was soll ich mitnehmen? Sieht doch blöd aus, wenn ich mit einer Wasserflasche anmarschiere, oder? – Wie muss es den «echten Schnupperern» in diesem Moment zumute sein?

Der Chef höchst persönlich begrüsst mich, ein kräftiger Händedruck, einige scherzhafte Worte, auch zur Wetterlage. Ich will keine Spezialbehandlung. Ich möchte wissen, wie sich ein Schnuppertag bei Amsler & Frey abspielt, möglichst unverstellt. «Kommen Sie! Wir zeigen Ihnen heute unsern ganzen Produktionsbetrieb, von der Anlieferung über die Dreherei und die Fräserei bis zum Messraum.»

Einlagern und zuschneiden
Marc führt als Werkstattleiter Logistik durch seine Abteilung. Sachlich erklärt er die Abläufe: Anlieferung von Kunststoffplatten, -stangen und -röhren – Kontrolle – Einlagerung – Kommissionierung – Gewicht des Rohstoffs ermitteln – Auftrag im System zurückmelden – Material ins Lager der Produktion – Auftrag deponieren. «Chunsch no drus?» Klar, ich fühle mich noch frisch trotz Hitzetag. Er führt mich ins Lager, Abteilung G. Da sind die 12mm-Stangen, von denen er jetzt einige braucht. Marc muss nicht suchen; er weiss genau, was wo abgelegt ist.

Hans, der schon etwas ältere Mitarbeiter an der Plattenaufteilsäge, führt mit spürbarem Berufsstolz seine Maschine vor. Platten bis zu vier Metern Länge und Breite schneidet er hier zu. Sie dürfen nicht dicker als 150 und bis zu 0,3 dünn sein. «Wir geben alle Masse in Millimetern an.» Dann kommt Hans auf Eigenheiten der Firma zu sprechen. Die flache Hierarchie, der menschliche Umgangston, der Teamgedanke. «Mir gefällt es. Ich fühle mich wohl.» Dazu streicht er mit der Hand beinahe zärtlich über die frisch zugeschnittenen Werkstücke, prüft deren Oberfläche.

Zehn Uhr. Die Zeit fliegt. Konzentriertes Zuhören ermüdet. Die Hitze auch. Wie ist das wohl bei 15-Jährigen? – Ohne Pause geht es weiter in die Dreherei. Ich hätte gerne auch selbst mal Hand angelegt.

Alles ist einfach
Peter ist Chef in der Dreherei. Er führt mich durch seine Abteilung, erklärt die komplexen Einsatzmöglichkeiten der Maschinen. «Das ist ganz einfach.» Ja, ja, denke ich, einfach ist alles, was man beherrscht.

Die Klimaanlage in der Halle ist ausgefallen. Draussen sind mehr als 30 Grad. Und drinnen? – Den Kunden kümmern die Temperaturen nicht. Nur das Resultat zählt. Die Toleranzen gelten. Der Abgabetermin ebenfalls.

Jeder Mitarbeiter arbeitet an «seiner» Maschine autonom. Er programmiert sie, startet einen Probedurchgang, überprüft das Resultat im Messraum, wo jedes Werkstück auf Dutzenden von Positionen kontrolliert wird, bevor es in Serie geht. «einfach», hat Peter gesagt.

Markus und Matthias stehen an der neusten Maschine. Sie produzieren kleine, leicht konische Teile, gerade mal 7 Millimeter in der Länge und im Durchmesser. An genau definierten Stellen bohren sie fünf winzige Löcher. Das Endprodukt sieht wenig spektakulär aus; die Herstellung schon. Mehrere vollautomatische Werkzeugwechsel. Drehen, fräsen, bohren, ablängen. Alles im exakten Winkel, in der richtigen Dimension. «Wofür ist dieses Teil?» – «Keine Ahnung. Das wissen wir nur in den seltensten Fällen.»

Durst. Markus verschafft mir eine Flasche Valser Wasser. Lauwarm, aber flüssig. Nochmals zurück an die Maschine. Dann ist Mittagspause.

Luzia
Christian ist heute zuständig für die Fräserei. Jede Maschine erklärt er mir ausführlich. Wir kommen zu Luzia. Ja, unter den Mitarbeitenden sind auch einige Frauen. Luzia bearbeitet Hunderte von kleinen Teilen, Plättchen mit vier «Füssen» und zwei Löchern, alles genau definiert. Immer zwei dieser Teile fixiert sie im Innenraum der Maschine, bevor sie den Bearbeitungsvorgang startet. «Bitte zeig mir, wie das geht.» Kurze Einführung, dann lässt sie mich an die Maschine. Teile in korrekter Ausrichtung einsetzen, fixieren, Maschinenabdeckung schliessen, grüner Startknopf, los gehts. Hurra, ich darf etwas machen! Am liebsten würde ich Luzia umarmen.

Im Programmierraum scheint es weniger warm. Alle vier Computer-Stationen sind besetzt. Eine andächtige Stille, als befänden wir uns in einem sakralen Raum. Kein ehrfürchtiges, sondern ein konzentriertes Schweigen. Fehler dürfen hier nicht sein. Jedes falsche Zeichen macht das Resultat unbrauchbar. Auf dem Bildschirm ein Gewimmel von Grossbuchstaben und Zahlen. Jan erläutert die Programmiersprache und die Entwicklung eines etwa handtellergrossen Isolationsteils. «Das ist ganz einfach.»

16 Uhr. Das wars. Ich setze mich hin, wische mir den Schweiss von der Stirn. Die Glieder ziemlich ausgekocht, im Kopf ein Gewirbel von Eindrücken. Viel gesehen, viel gehört, viel mitbekommen: ein komplexes Räderwerk, bei dem jedes Einzelteil zuverlässig funktionieren muss. Hitze hin oder her.

Hans überprüft mit erfahrener Hand die Oberfläche eines Werkstücks
Eine Drehmaschine bearbeitet mit feinem Werkzeug ein beiges Werkstück

Die Vermessung des fertigen Werkstücks erfolgt über den pinkfarbenen Taster

Der Messvorgang erscheint auch am Bildschirm; das Gerät registriert die exakten Messdaten

Messungen sind auch im Innern des Teils möglich

Grosses Drumherum, kleines Werkstück (Bildmitte, weiss)

Ein massives Futter fixiert das Werkstück. Die fünf Löcher im weissen Kunststoffzylinder sind gut zu erkennen

Die fertigen Teile sind winzig, kaum so gross wie eine Stubenfliege

Alle diese Teile muss Luzia verarbeiten

Die fertigen Teile werden sein säuberlich aufgereiht

Der Weg vom Rohling über den ersten Bearbeitungsschritt bis zum fertigen Teil in Vorder- und Rückenansicht (von rechts)

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Ueli Müller gibt Gas

«Das glaubst du gar nicht, was der für Schritte macht. Keine Chance, ihm zu folgen, es sei denn, du verfällst in Laufschritt.» Fabian Minder, ein ehemaliger Schüler der Brugger Berufsschule, denkt zurück: «Auf Exkursionen vermochten wir ihm kaum zu folgen. Bis wir an einem Posten angekommen waren, brach er schon auf zum nächsten. Ein richtiger Sportsmann. Wenn du das nicht selber erlebt hast, …»

Minder, heute im Kader der Gartenbaufirma Wyder, denkt zurück an seinen Berufsschullehrer Ueli Müller. «Ich kann dir sagen, der hat dir die Dinge beigebracht! Ohne zu bellen und zu fluchen. Einfach mit seiner ruhigen Art. Ein Motivator. Der ideale Lehrertyp.»

Tief verwurzelt
Ueli Müller kennt den Töff – pardon: die Töpfe. Als Jüngling hatte der angehende Topfpflanzengärtner die Hände tief in den Geranien, den Begonien, den Hortensien – und in der Erde. Weiterbildung zum Garten- und Landschaftsgärtner. Dann die Nase in den Wind und ab von zu Hause: Wie machens die Franzosen, wie die Bündner? Seit 1988(!) vollamtlicher Lehrer an der Brugger Berufsschule BWZ. Hier sind ihm hauptsächlich Lernende im Garten- und Landschaftsbau anvertraut, dazu Stauden- und Zierpflanzengärtner sowie Floristinnen.

Verschiedene Startpositionen
«Ganz ehrlich», Ueli Müller lächelt etwas dünn, «viele meiner Schülerinnen und Schüler sind bei der Berufswahl noch unentschlossen. Der Gärtnerberuf ist für sie eine Übergangslösung. Andere sind mit der Welt der Pflanzen verbunden. Dritte arbeiten gern mit Gartenbau-Maschinen, mit Häckslern, Vertikutierern, Rasentraktoren, Heckenscheren, Motormähern. Rattern und fetzen muss es. Ihr Interesse gilt weniger den Pflanzen als der Technik.»

Bei so unterschiedlicher Ausgangslage muss das Unterrichten schwierig sein. Hand aufs Herz: Was schaut da raus? – Ueli Müller entspannt: «Nach Abschluss der Berufsschule kennen die Jugendlichen viele Dutzend Pflanzen mit dem deutschen und dem wissenschaftlichen Namen. Sie wissen um deren Licht- und Bodenbedürfnisse sowie um den Verwendungszweck. Sie verfügen über Grundkenntnisse zur Bodenkunde oder zur Ökologie. Dann das Fachliche: Gartenbautechnik, Grünflächenpflege, Betriebseinrichtung.

Drei wichtige Topfpflanzen: Geranien, ...

Hortensien, ...

Oleander

Im Garten der Brugger Berufsschule
Im Garten der Brugger Berufsschule
Ueli Müller, Berufsschullehrer am BWZ Brugg
Fabian Minder von der Gartenbaufirma Wyder

Nur sachlich funktioniert nicht
Hoppla! Kommt ziemlich ausgetrocknet daher. Pflanzen sind doch etwas Lebendiges. Bleibt die Emotionalität auf der Strecke? – «Keineswegs! Wir sind immer wieder im Freien und besuchen die Pflanzen entweder in unserem Schulgarten oder in der näheren Umgebung der Schule, die Akelei am Waldrand, die Linde auf dem Kirchhof. Auf Exkursionen machen wir uns ein Bild von Hecken, extensiv genutzten Wiesen, Buntbrachen, von Biotopen wie Weihern, Trockenmauern oder Stein- und Asthaufen. Während Blockwochen vertiefen wir einzelne dieser Themen. – Nein, nein, eine sachlich-nüchterne, rein theoretische ‚Behandlung’ dieser Wissensgebiete wäre vollkommen verkehrt und langweilig. Langeweile ist das Letzte, das wir wollen.»

*

Warum willst du Waldläufer, du wetterfeste Open-air-Übernachterin, du Frischluftgeniesser, du Minzenteeliebhaberin, du Naturbeobachter, du Hobbymechanikerin und du Oberhäcksler, warum wollt ihrs nicht mal mit einer Gärtnerlehre versuchen oder einer Ausbildung zur Floristin? Mit eurer Arbeit erhöht ihr die Lebensqualität eurer Kunden – welch befriedigende Tatsache!

*

Am Berufs- und Weiterbildungszentrum Brugg (BWZ) arbeiten Lehrpersonen wie Ueli Müller. Sie unterstützen die Jugendlichen nicht nur in schulischer Hinsicht, sondern auch in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit.

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Wie halten Sie es mit Willi Wildwuchs?

«Jede Rasenfläche, wie klein sie auch sein mag, wirkt sich wohltuend auf Auge und Seele aus», schreibt die Autorin Christa Lung. – Ach ja? wie nett! Weiss denn Frau Lung nichts von der mühseligen Mäherei, von Maulwurfshügeln und vom Moos, das sich hartnäckig resistent zeigt gegen all die Versprechungen auf den Düngersäcken? Nichts vom Vertikutieren, vom Unkraut Jäten, vom Schneiden der Ränder, Kniebläuel und Rückenweh inklusive? «Wohltuend auf Auge und Seele»: Schön und gut, aber diese Wohltat muss ziemlich teuer erkauft werden, das wollen wir doch bitteschön nicht verschweigen. Herr Minder, so sagen Sie doch auch mal etwas!

Fabian Minder gilt bei Gartenbau Wyder als DER Spezialist für Rasen. Er ist ein hoch anständiger Mensch und bestätigt den Gedanken von Autorin Lung: «Ein Rasen vermittelt Weite. Das wirkt entspannend, auch durch die einheitliche Wuchshöhe und die gleichbleibende Farbigkeit – im Gegensatz zur bunten ‚Unruhe’ von angrenzenden Blumenbeeten.»

Sonne vor allem
Minder hat schon Dutzende von Rasenflächen angelegt. Mit der Gelassenheit des Erfahrenen erklärt er: «Je sonniger, desto besser. In schattigen und feuchten Lagen kommt es eher zu Fäulnis. Das verlangt nach gezielter Pflege.» Gezielte Pflege? Das tönt nach Schwerstarbeit. Da leuchten doch gleich die Warnlampen auf. Minder registriert die aufkommende Verkrampfung und relativiert: «Es kommt auf Ihre Ansprüche an. Sind Sie der Greenkeeper-Typ? Oder eher ein Willi Wildwuchs?» – «Wie meinen?» – «Tja, der Golfplatz-Greenkeeper hat die Rasenpflege auf seinem täglichen Programm. Tief geschnittener Rasen, Sand eingestreut, belüftet, gut bewässert, gedüngt und was der Arbeiten mehr sind. Ein Unkräutchen sucht man dort vergebens.» – «Da möchte ich mich doch eher mit Willi Wildwuchs anfreunden.» – «Tatsächlich verzichten heute viele Gartenbesitzer auf die Intensivpflege ihres Rasens. Sie weichen den Übergang zur Wiese förmlich auf und leben gut mit Löwenzahn, Moos und Co. auf der Spielwiese der Kinder. Das subjektive Empfinden spielt immer mit. Nicht jeder Mensch hat die gleichen Vorstellungen von Ästhetik.»

Alles perfekt – oder?
Minder beschreibt die sorgfältige Anlage eines neuen Rasens. Jeder Schritt, jedes Hintereinander ist vielfach erprobt und hat sich bewährt. Von der Vorbereitung des Untergrunds über die Aussaat bis zum ersten Schnitt, dem Nachsäen und Nachdüngen. «Hält sich die Natur denn immer an Ihren Produktionsplan? Keine Abweichungen, keine Pannen?» – «Schön wärs. Im Umgang mit Lebendigem bleiben Überraschungen nie aus.» – «Na also, erzählen Sie!» – «Wir hatten auf einer leicht geneigten Gartenfläche Rasensamen ausgebracht. Lehrbuchmässig, versteht sich. Den Samen leicht eingearbeitet, festgewalzt und angefeuchtet, ganz wie es sich gehört. Alles perfekt und picobello. Wenige Tage später – die Rasensamen keimten bereits – fiel ein exemplarischer Gewitterregen. Das ganze Saatgut schwamm in die untere rechte Ecke des Gartens. Tiefe Furchen schienen den Boden förmlich zu spalten. Wir konnten wieder von vorne beginnen.»

Fabian Minder, «Mister Rasen» bei Gartenbau Wyder
Rasensamen
Sorgfalt beim Auslegen von Rollrasen

Beim Auslegen des Rollrasens arbeitet der Gartenbauer zur besseren Gewichtsverteilung auf einem Brett

Schon während des Auslegens wird der hintere Teil des Rasens bewässert

Rollrasen eignet sich auch für Hanglagen

Probieren Sies aus!
«Kann es sein, dass Sie sich die ganze Sache unnötig kompliziert machen? Heutzutage kennt man doch das Rollrasen-Verfahren. Da leuchtet nach wenigen Stunden die Umgebung Ihres Hauses satt grün.» – «Da haben Sie Recht. Allerdings ist der Preis beim Rollrasen etwa drei Mal so hoch wie bei der Aussaat von Rasensamen. Bei grösseren Flächen geht das ganz schön ins Guttuch. Auf der andern Seite ist Rollrasen schon nach etwa zwei Wochen belastbar, und er hat mindestens zu Beginn keine Unkräuter. Nichts auf dieser Welt ist eben nur positiv oder nur negativ.»

Zurück zu Frau Lung! «,Jede Rasenfläche wirkt sich wohltuend auf Auge und Seele aus’ – wollen Sie das gelten lassen?» – «Machen Sie die Probe aufs Exempel! Klappen Sie Ihren Relaxsessel auf, nehmen Sie ein Buch zur Hand und machen Sie es sich bequem. Na?»

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Relaxsessel – vier Mal anders

Die viersprachige eierlegende Wollmilchsau mit Führerschein, tieftauchfähig und höhenerfahren – die gibt es nicht. Jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen. Und doch lassen sich Verhaltensmuster definieren, die auf bestimmte Menschentypen zutreffen. Das Unternehmen «persolog» unterscheidet die vier «Verhaltensdimensionen» dominant, initiativ, stetig und gewissenhaft.

Wie lassen sich diese Erkenntnisse auf den Handel mit Relaxsesseln übertragen? Lassen Sie es uns versuchen, so ziemlich unbedarft, keinesfalls wissenschaftlich fundiert, mit einem kleinen Augenzwinkern.

*

Der «dominante» Dominik Direttissimo betritt die Ausstellungshalle von Möbel Kindler.

Verkäufer: Guten Tag, darf ich Ihnen helfen?
Kunde: Relaxsessel, wo haben Sie die Relaxsessel?
V: Dort hinten. Seien Sie so gut.
K: Ah ja. Welcher ist der Beste?
V: Was ist Ihnen denn wichtig? Wir haben da ganz unterschiedliche Modelle, und da ist es vielleicht …
K: Machen wirs kurz. Ich lege Wert auf Top-Qualität.
V: Wie wäre es mit diesem Modell in gediegenem Schwarz?
K: Nein, bitte nicht schwarz. Das hat doch jeder. Es darf ruhig das Besondere sein. Etwas, das heraussticht.
V: Diesen Burgund-roten Design-Sessel in exklusivem Premium-Leder? Allerdings – ganz billig ist er nicht. Es gibt ihn nur in begrenzter Zahl.
K: Qualität hat ihren Preis. Das ist mir vollkommen bewusst. – Können Sie noch diese Woche liefern?
V: Kein Problem!
K: Perfekt. Ich bezahle den Sessel sofort. So, ich muss. Danke.

*

Die «initiative» Inge Frischauf betritt die Ausstellungshalle von Möbel Kindler.

Verkäufer: Guten Tag, darf ich Ihnen helfen?
Kundin: Ja gern doch. Ich war gestern bei einem Freund zum Nachtessen eingeladen. Ein toller Typ. Inspirierend. Und wie der kochen kann! Gäbe man ihm nie und nimmer. Aber diese Paella – ein Traum! Aaaah! Es war ein toller Abend. Na ja, dort habe ich einen Relaxsessel gesehen. Natürlich habe ich mich hineingesetzt. So was will doch ausprobiert werden.
V: Und jetzt möchten Sie …
K: Ja, natürlich habe ich mich gleich entschlossen, mich nach so was umzusehen.
V: Schauen Sie, ich habe da ein neues Modell. Wollen Sie sich nicht einmal hinsetzen?
K: Oh ja, sehr schön, sehr bequem. Sie erlauben doch. Mmmh … das Länderspiel aus diesem Sessel mitverfolgen, das kann ich mir bestens vorstellen. Wie viele Punkte hat die Schweiz schon? Reicht das bald für das WM-Ticket? Übrigens: Haben Sie selbst auch einen solchen Sessel? Und, äh, wie sieht das preislich aus?
V: Der Preis steht hier auf dem Typenetikett. Moment mal …
K: Hoppla, das ist ja recht viel für ein paar gesellige Stunden. Ein kleiner Rabatt, was meinen Sie? So ein paar Prozent sollten doch gewiss drin liegen. Aber egal, mir macht der Sessel einen sehr guten Eindruck. Wenn ich mich nicht irre, steht im Haus von Roger Federer ein vergleichbares Exemplar. Er sei sehr zufrieden damit, heisst es. Also, die Sache ist geritzt.

*

Die «stetige» Stefanie Tranquillitata betritt die Ausstellungshalle von Möbel Kindler.

Verkäufer: Guten Tag, darf ich Ihnen helfen?
Kundin: Ja gerne. Ich war zwar noch nie bei Ihnen, …
V: Dann heisse ich Sie bei uns herzlich willkommen.
K: Man hat mir Ihr Haus empfohlen. Vor allem die kompetente Beratung.
V: Oh, das freut mich. Was kann ich denn für Sie tun?
K: Ich suche einen neuen Relaxsessel, der mir mein jetziges Modell ersetzt.
V: Haben Sie an ein neues Design gedacht?
K: Nein, nein. Ich war sehr zufrieden mit dem alten Sessel. Ist dasselbe Modell noch immer erhältlich?
V: Welches Modell haben Sie denn?
K: Das Empire-Modell.
V: Da muss ich gerade mal nachschauen. Moment … Ja, wir haben es tatsächlich noch immer im Sortiment. Darf ich Ihnen eine etwas modernere Lederfarbe vorstellen? Wie wäre es mit diesem Farbton?
K: Wunderbar; die Farbe macht auf mich einen natürlichen Eindruck. Natur, Naturprodukte, das Unverfälschte – all das ist mir wichtig. Seit wann ist denn diese Lederfarbe erhältlich?
V: Och, bestimmt schon seit zehn Jahren. Wir machen gute Erfahrungen damit.
K: Wissen Sie was? Ich bespreche das Ganze mit meinem Partner, zeige ihm den Katalog, und dann kommen wir noch mal zusammen vorbei. Darf ich mich in einer Woche wieder bei Ihnen melden?
V: Selbstverständlich. Überlegen Sie sich die Sache in aller Ruhe.

*

Der «gewissenhafte» Gregor Probata betritt die Ausstellungshalle von Möbel Kindler.

Verkäufer: Guten Tag, darf ich Ihnen helfen?
Kunde: Tja, ich habe von Relaxsesseln mit neuen Funktionen gelesen.
V: Ach so, da meinen Sie bestimmt die Massage-Funktionen.
K: Genau. Welche Art von Massagen sind da möglich?
V: Das lässt sich frei wählen. Wollen Sie sich im Schulterbereich oder im Kreuz behandeln lassen? Wir führen auch Modelle, die …
K: Darf ich mal? Oh, wunderbar! Wie funktioniert das? Gibt es ein Handbuch für die korrekte Bedienung der Mechanik?
V: Schauen Sie, hier ist alles detailliert erklärt.
K: Handelt es sich überhaupt um ein Schweizer Produkt?
V: Selbstverständlich. Bitte, da sind die Zertifikate. Es liegen auch Testergebnisse vor.
K: Darf ich die sehen? Ich würde sie gerne zu Hause studieren.
V: Tun Sie das. Da liegen Kopien auf.
K: Ist die Fussstütze stufenlos verstellbar?
V: Hier ist das Bedienungsmodul. Probieren sie es ruhig aus.
K: Geben Sie mir etwas Zeit für die Entscheidung.
V: Gewiss. Wir haben den Sessel vorrätig.
K: Was ich noch fragen wollte: Liefern Sie frei Haus?
V: Das gehört zu unserem Service.

*

Na, sehen Sie sich in einem der Kundengespräche wiedergegeben?

Übrigens: Bei Möbel Kindler gibts eine perfekte Relaxsessel-Beratung, probeliegen und probedrücken inklusive.

Dieser Artikel stützt sich auf das Buch «Das 1×1 der Persönlichkeit» von Lothar J. Seiwert und Friedbert Gay sowie auf die persönliche Beratung von Jacinda Sroka, Meilen.

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